Warum das “Naumburger Tageblog” irgendwie fetzt
Dass man mit Regionalzeitungsblogs meist nix anfangen kann haben wir schon in früheren Postings festgestellt. Der Freistaat hat da noch einiges zu lernen. Das kann er von der Mitteldeutschen Zeitung, oder besser dem “Naumburger Tageblatt“. Das betreibt seit kurzem ein Blog, das Naumburger Tageblog, und erfreut schon mit seiner Definition des Begriffes “Blog”:
“Ein Weblog (aus den englischen Wörtern Web und Log zusammengesetzt), auch “Blog” genannt, ist die moderne Version einer persönlichen Website, auf der man Bilder und Text schnell und ohne technische Vorkenntnisse veröffentlichen kann.
Weblogs bestehen aus einzelnen Beiträgen, die über alles berichten, was den Weblog-Autor interessiert bzw. was er der Welt mitteilen möchte. Hat der Autor verschiedene Themen, über die er “bloggt”, so kann er sie der Übersicht halber in Kategorien einteilen. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen. Pluspunkt eines Weblogs ist es, dass auch die Leser schnell und unkompliziert auf die einzelnen Beiträge per Kommentar antworten können.”
Das kann man so gut finden und noch ergänzen, es bleibt aber im Großen und Ganzen beanstandungsfrei.
Aber nicht nur die offenbare Kenntnis der Bedeutung von Blogs erfreut, auch die Aufgeräumtheit des Gesamteindrucks ist ein echter Pluspunkt:
Hier macht man nicht den Fehler das Blog in die Newsseite einzubinden, die in der Regel einer riesigen Informationsmüllhalde gleicht, sondern hat eine eigene, übersichtliche, leicht navigierbare Seite aufgesetzt, die in den Grundformen der Oberfläche von üblichen Blogs entspricht, noch optimierbar ist, aber schonmal nicht stört.
Für Kommentare muss man nicht seine gesamte Biographie, inklusive Krankenakte angeben und eine sehr interessantes Gimmick ist die Möglichkeit den Autor eines Kommentars per Formular zu kontaktieren. Das Tageblog übernimmt darüberhinaus die Funktion eines Blogberaters für Vereine und Jungschriftsteller. Hmm, das ist vielleicht nicht ganz so dolle, aber sonst … sehr schön. Das also ein Beispiel wie man es auch machen kann. Und der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz.
Was fehlt, oder nicht funktioniert, sind Trackbacks. Auch die Kommunikation mit anderen Blogs wird wahrscheinlich nicht das Hauptanliegen des Naumburger Tageblogs sein. Doch man hat ja auch grad erst angefangen – nicht mit einem “Tagebuch” oder einem “Stammtisch”, sondern mit einer “modernen Version einer persönlichen Website, auf der man Bilder und Text schnell und ohne technische Vorkenntnisse veröffentlichen kann”.

March 28th, 2007 at 5:16 pm
Danke für das Lob – wir versuchen hier unser Bestes.
Auch die Kritikpunkte werden gerne aufgenommen, wir sind ja sozusagen noch in der Startphase.
March 28th, 2007 at 5:25 pm
interessant wäre z.b. die lizenzfrage. ich würde gern das traumlandbild hier mit einbauen – wenn es einfache und klare lizenzrechtliche regeln gäbe (im sinne der creative commons z.b. http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/), könnte man die verbreitung des bildes und damit die bekanntheit des naumburger tageblogs beschleunigen !!
March 28th, 2007 at 5:42 pm
Danke für den Hinweis.
Die Lizenz kommt morgen auf die Tagesordnung und dann sicher auch auf die Seite.
March 28th, 2007 at 9:51 pm
hallo sven,
du kannst das bild gern bei dir einbauen. ich hab es dir mal unter CC auf mein flickr gestellt:
http://www.flickr.com/photos/pixlux/434102611/
kurzer bildcredit waere nett.
beste gruesse
andreas
March 29th, 2007 at 9:48 am
vielen dank!
July 11th, 2008 at 4:22 pm
and “off” they are. another newspaper-dont-really-get-the-webtwopointo-idea victim. what a bummer!
July 12th, 2008 at 4:24 pm
Tja, da gings dahin, das “Naumburger Tageblog”, aber als “Naumburger Tageblog” kam es auch wieder ans Licht. Mal sehen wie lange.
BTW: Seit Juni 2008 gibt es das otzweblog. Sieht so richtig nach einem Weblog aus, mit Kommentaren und allem – aber ohne OTZ-Corporate Design.