Rauchverbot in Thüringen ab Juli 2008
Ab Juli darf in Thüringen endlich wieder an der frischen Luft geraucht werden. In Behörden, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen und Jugendeinrichtungen, sowie Gaststätten und Diskotheken dürfen dann Nichtraucher nahezu rauchfreie Luft atmen und so ihr Krebsrisiko erheblich minimieren. Am vergangenen Mittwoch beschied der Thüringer Landtag mit knapper Mehrheit über das Nichtraucherschutzgesetz, das dann jedoch erst am 1. Juli 2008 in Kraft treten soll (Offizielle Erklärung der Landesregierung hier). Bis dahin soll Gastwirten die Gelegenheit gegeben werden, eventuell notwendige Umbauten ihrer Gasträume vorzunehmen, auch wenn die Gastwirte seit dem ersten Gesetzentwurf bereits ein halbes Jahr Zeit hatten, sich auf die kommende Regelung einzustimmen. Entgegen dem ursprünglichen Vorschlag, das Rauchen in Diskotheken grundsätzlich zu untersagen, soll nun auch ein abgetrennter Raucher-Raum eingerichtet werden dürfen, in dem sich keine Tanzfläche befinden soll. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband zeigt sich erfreut über die überraschende Durchsetzung gewisser gesetzesaufweichender Forderungen. Einraum-Kneipen erhalten jedoch keine Ausnahmegenehmigung, wie von der Dehoga gefordert.
Verstöße gegen die Nichtraucherschutzregelung werden mit Bußgeldern bis zu 500 Euro geahndet.
Bayern hatte einen Tag zuvor ein absolutes Rauchverbot verabschiedet, das als eines der schärfsten bundesweit gilt. Dort sind keine abgetrennten Raucherzimmer erlaubt, und auch das Rauchen in Festzelten, wie beim traditionellen Oktoberfest, ist verboten. Das Rauchverbot in Bayern gilt ab dem 1. Januar.
December 17th, 2007 at 2:51 pm
Sollte das bei uns nicht auch schon im Januar kommen?! Oh man, was für Pfeifen. Verschieben wir’s doch immer um’n halbes Jahr, dann kommt’s nie… ‘-.-
December 17th, 2007 at 7:54 pm
ich finds auch ziemlich ätzend, dass die das so ewig aufschieben. ich hätt mich jedenfalls über eine rauchfreie ROSE bereits im januar sehr gefreut :o)
December 17th, 2007 at 11:09 pm
“Verstöße gegen die Nichtraucherschutzregelung werden mit Bußgeldern bis zu 500 Euro geahndet.” Cool, wer zahlt die? Der Gastwirt? Also wenn wir mit 10 Leuten da einreiten, legen wir zusammen und Rauchen den Laden zu? :D
Scherz beiseite – wann wird das Saufen in Kneipen verboten? Damit ich mich nicht ständig dem Risiko gesundsheitsschädlicher Schlägereien ausgesetzt sehe?
Gruß LF
December 18th, 2007 at 8:10 am
Es gibt einen Unterschied zwischen potentieller und definitiver Gefährdung. Wenn jemand trinkt, schadet er mir prinzipiell erstmal nicht – wenn er dann Auto fährt o.ä. ist das möglich, aber steht dafür auch entsprechend unter Strafe. Genauso, wie Körperverletzung – auch ohne Alkohol.
Das Rauchen ist allerdings ein “direkter Angriff”. Würde der Raucher’n Helm tragen und nur sich vollqualmen, wäre das’ne andere Geschichte.
Schlägereien kann man aus dem Weg gehen. Rauchern auch, mag sein – nur sind die unweit häufiger präsent als Schläger – ob mit oder ohne Alkohol ;)
Und nein, ich habe nichts gegen Raucher – aber es kommt ja das Gesetz :D Solange die einem nicht schaden, sollen sie rauchen wie sie wollen. Als Nichtraucher ist das vollgepestet werden nicht ganz so angenehm (Luft, Klamotten, Gestank).
December 18th, 2007 at 8:11 am
Wobei ich ein derartiges radikales Verbot für übertrieben halte, wenn’s mich natürlich auch nicht stört :D
December 18th, 2007 at 11:57 am
Ich freu mich schon auf den Huxley-Staat… :)
December 20th, 2007 at 2:43 pm
Oh… es geht schon wieder los.
Ich bin da skeptisch und warte erstmal ab. Das schon bestehende Rauchverbot in anderen Bundesländern hat leider auch nicht die erhofften Auswirkungen. Es wird, trotz Verbot, größtenteils weiter geraucht und niemand scheint sich daran zu stören.
December 20th, 2007 at 2:53 pm
nee nee, diesmal sind die randbedingungen ein bißchen anders als beim letzten mal :o)
aber was mich interessieren würde, wäre, in welchen bundesländern du die mißachtung des rauchverbots beobachtet hast?
natürlich dauert der übergang eine weile. aber irgendwann greift der mitbewerberneid. dann verklagen sich die gastwirte gegenseitig. weil bei dem einen scheinbar geraucht werden darf und bei dem anderen nicht. und warum sollte das rauchverbot bei uns andere effekte haben als in den usa, irland, oder italien, wo man sich nach einer gewissen zeit nicht nur an die neue wunderbare situation gewöhnt hat, sondern sogar größeren umsatz macht. die leute gehen nämlich nicht zum rauchen in die kneipe. sondern um zu sehen und gesehen zu werden. und das funktioniert auch – und so gar besser, schon rein optisch – ohne kwalm.
December 25th, 2007 at 10:19 pm
die die nichtbrauchen wollen soll zu hause bleiben
December 25th, 2007 at 10:27 pm
die, die assozialen nichtraucher sollen zu hause bleiben……….
December 30th, 2007 at 12:23 pm
Wow was für ein hochintelligenter diskussionsfördernder Betrag von Susann. :-)
Also ich bin ehrlich gesagt auch ein wenig überrascht dass es nun wieder auf Jui verschoben wurde. Ehrlich gesagt bin ich sogar enttäuscht. Ich lebe unter der Woche in NRW und dort gilt das Rauchverbot ja schon. Hatte mich darauf gefreut dass es hier auch bald gilt. :-(
Übrigens habe ich dort auch noch keine Kneipe gesehen die leer war. Erst recht habe ich keine Kneipe gesehen in der noch geraucht wurde.
Obwohl ich selber aus dem Osten komme muss man wohl echt neidlos anerkennen, dass die Wessis wohl mehr Zivilcourage und Disziplin haben. Denn sie schadigen unschuldige nicht mehr absichtlich. Die meisten Raucher mit denen ich dort geredet habe finden es sogar besser so.
Mfg und guten Rutsch.
January 2nd, 2008 at 2:58 pm
Ich finde man hätte es den Wirten überlassen sollen (Schild draussen dran: Nichtraucher oder Raucher).
Dann hätte jeder selbst entscheiden können.
P.S.: Wer zahlt eigentlich den Steuerausfall der Ex-Raucher bzw. die Mehrausgaben im Gesundheitswesen (Nichtraucher leben länger und sind teurer)
January 2nd, 2008 at 3:06 pm
es wurde den wirten überlassen. und das schon seit jahren. jeder wirt hatte die möglichkeit, sein lokal zum nichtraucherlokal zu machen. dies ist ledigleich bei 30 prozent der lokale in thüringen zum teil geschehen. in über siebzig prozent der gaststätten in thüringen war das rauchen weiterin uneingeschränkt möglich und wird es auch bleiben in den nächsten 6 Monaten – so müssen auch weiterhin dreiviertel der bevölkerung unter der sucht eines viertels der bevölkerung leiden.
das argument der steuerausfalls und möglicher mehrausgaben ist angesichts von tausenden toten durch den nikotinmißbrauch zynisch und menschenverachtend.
January 2nd, 2008 at 3:40 pm
Ich dachte immer die Quote stand mehr 50:50 (kleine Kinder sollten keine Gaststätten besuchen)!
Die Beschilderung würde Nichtrauchern die Möglichkeit geben Raucherlokale zu meiden bzw. umgekehrt.
Sicher bin (auch als Raucher) dafür Nichtraucher stärker zu schützen, aber auf derart radikale Weise Raucher zu bestrafen/diskriminieren ist meiner Meinung nach auch nicht der richtige Weg.
“Zynisch und menschenverachtend” interessiert die Politik nicht (und zwar keine Partei (auch nicht “Bündnisfall 01/Die Tarnfarben”) solange sie an der Macht ist)!
P.S.: Zynisch finde ich das Verhalten der Gesetzgebung. Einerseits mit Tabacksteuern Milliarden zu scheffeln, und anderseits Raucher zu “verteufeln”.
P.P.S.: Das Auto ist zweifelsfrei der Killer Nr.1 unter den Verkehrsmitteln. Ist es dann nicht auch zynisch und menschenverachtend ein solches zu benutzen.
January 2nd, 2008 at 3:59 pm
Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2005 waren 73% der Bevölkerung im Alter von 15 Jahren und mehr, die Angaben zu ihren Rauchgewohnheiten machten, Nichtraucher. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, haben 54% noch nie geraucht und 19% waren ehemalige Raucher. 27% der Befragten waren aktive Raucherinnen und Raucher.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil der Nichtraucher in den jüngeren Altersjahrgängen am niedrigsten ist: So waren in der Altersgruppe der 15- bis 39-Jährigen 61% der Männer Nichtraucher, bei den Frauen dieser Altersgruppe waren 70% Nichtraucherinnen. Mit zunehmendem Alter steigen die Anteile der Nichtraucher.
Insgesamt sind 68% der Männer und 78% der Frauen Nichtraucher. 64% der Frauen haben noch nie geraucht, bei den Männern beträgt dieser Anteil 44%. Der Anteil der ehemaligen Raucher, das heißt die Ausstiegsquote, ist bei den Männern mit 24% deshalb größer als bei Frauen mit 14%.
Je höher der Berufsabschluss, desto größer ist der Nichtraucheranteil: Männer mit Lehrausbildung 64%, Frauen mit Lehrausbildung 75%; Männer mit Abschluss einer Universität/Promotion 82%, Frauen mit Abschluss einer Universität/Promotion 86%.
Quelle: Statistisches Bundesamt
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/06/PD06__249__23.psml
Dass kleine Kinder keine Gaststätten besuchen sollten wäre zwar auch aus anderen Gründen als gesundheitlichen sinnvoll, ist aber genau so unrealistisch wie die Annahme, dass Raucher freiwillig mit dem Rauchen aufhören würden, wenn sie von Nichtrauchern darum gebeten würden. Insofern ist ja auch das Raucherverbot eine Bitte an die Raucher, in Gegenwart von Nichtrauchern nicht mehr zu rauchen. Wie Raucher darauf reagieren sehen wir ja jetzt ganz deutlich.
Raucher werden diskriminiert? Und was ist mit den Nichtrauchern, die sich dem permanenten Qualm nicht aussetzen wollen? Werden die nicht diskrimiert?
Zynisch und menschenverachtend ist Deine Argumentation, dass Nichtraucher einfach nur Kosten verursachen, nicht die Tatsache, dass Autos als Fortbewegungs- und Transportmittel
nahezu unersetzlich sind – was für Tabak nunmal in keinstem Fall gilt.
January 2nd, 2008 at 4:29 pm
Aus welchen Gründen sollten kleine Kinder ausdem Rauch keine Gaststätten besuchen?
Wenn Nichtraucher in der Nähe sind, rauche ich nicht (eigenartigerweise fangen die Nichtraucher nicht sofort zu rauchen an wenn ich komme *g*).
Nichtraucher verursachen nicht nur Kosten (ich dachte eigentlich das sei klar). Bitte leg mir so etwas nicht in den Mund! Aber mehrere Studien haben belegt das Raucher den Staat weniger kosten als Nichtraucher. Das ist nicht zynisch oder menschenverachtend sondern einfach nur real (ganz gemeine Wahrheit). Und bitte sag jetzt nicht ich würde alle Nichtraucher deswegen “in die Wüste schicken wollen”!
Wieso sind Autos unersetzlich?
Alles in allen ist mir deine Argumentation etwas zu, sagen wir mal “dogmatisch” (bin schliesslich ein höfflicher Mensch und achte als solcher auch ALLE anderen Menschen)!
January 2nd, 2008 at 4:39 pm
Auch wenn es nur “real” wäre, dass Raucher dem Staat weniger Kosten verursachen, was ich übrigens für Quatsch halte, ist die Aufrechnug das Problem. Du arguementierst damit, dass Raucher früher sterben und damit weniger Kosten verursachen. Das Leid der Betroffenen scheint dabei für dich keine Rolle zu spielen. Denn selbst wenn Raucher wegen krebsbedingten Frühablebens weniger Kosten verusachten, was nicht der Fall sein dürfte, da die Kosten, die Krebsbehandlungen und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen nicht unerheblich sind, was sollte das begründen?
Autos sind nicht unersetzlich, sie sind heute NAHEZU unersetzlich. Aber auch dafür gibt es hoffentlich bald eine Lösung. Außerdem sind Autos nur in den seltensten Fällen ein Genußmittel.
Dogmatik ist immer die Dogmatik des Andersdenkenden.
January 3rd, 2008 at 4:58 am
Ich freu mich schon auf später, wenn wir alle pulloverstrickend in der ROSE hocken und uns pünklich unsere Monatsration Alkohol abholen (1cl – 2cl ???) und dann Luftballons (Umweltfreundlich mit reinem Sauerstoff gefüllt) fliegen lassen! Aber aufpassen das ihr die gesetzlich vorgeschriebene Beischlafzeit mit der Partnerin nicht verpasst, sonst ist wieder 4 Wochen “5againstJohannis” angesagt!
Fremdf…en is sowieso nich weil die Kirche eine bessere Überwachung liefert als der “schäubligste Behinderte” dieses Landes!!!
Mal ehrlich…sind wir/ihr/ich noch zu retten???
January 3rd, 2008 at 12:59 pm
Also ich halte diese Disskusion für absolut polemisch. Rauchen im gesamten Gastgewerbe zu verbieten ist absoluter Unsinn und schränkt die Freiheit des Bürgers auf ein nicht zu akzeptierenden Art und Weise ein.
Und wenn ich das Geheule höre von wegen den armen toleranten Nichtrauchern welche auf das bösartigste unterdrückt werden und alle Raucher sie töten wollen, da wird mir irgendwie übel.
Ich frage mich warum man immer von einem Extrem in das Nächste umschlagen muss ???
Verbot des Rauchens in öffentlichen Gebäuden ..OK! …Rauchen verbieten in SPEISEgaststätten .. OK!
Aber Rauchen auf Bahngleisen zu verbieten …. Rauchen in Kneipen zu verbieten … finde ich eine Frechheit!
Und man muss ja auch mal klar sagen das es bis jetzt kein Gesetz gab das es einen Restaurantbesitzer verboten hätte sein Lokal Rauchfrei zu machen!!! Scheint ja aber wohl nicht so ein akzeptiertes Erfolgsmodell zu sein wie so oft behauptet.
Und wenn wir schon bei Gesundheitsgefährdung sind, wäre mein Vorschlag doch einfach das Autofahren zu verbieten …. denn das ist nachgewiesener Weise schädlicher für Mensch und Umwelt als alle Raucher dieser Welt zusammen.
Co2-ausstoss(Klimaerwärmung/änderung–> soziale Konflikte,Kriege) , Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (hoch cancerogen),Feinstaub, Lärmbelästigung, Unfalltote, Energieverbrauch, Emissionen bei der Herstellung, Eintrag von Schwermetallen in Böden und Nahrungskette durch Öle und Kraftstoffe …etc.
Wie erschrocken? … sie können sich kein Leben ohne Auto vorstellen? Oder sind sie plötzlich selbst betroffen? Hmm …. mal drüber nachdenken!
Ich will keinen das Auto fahren verbieten nur sollte man sich fragen, wie sinnvoll Maßnahmen sind! Und das Rauchverbot macht auch zu großen Teilen Sinn, vor allen wo es den Kinder und Jugendschutz verstärkt, jedoch verlange ich als Erwachsener Mensch das mich der Staat auch als solchen wahrnimmt und nicht in meine persönlichen Freiheitsrechte eingreift.
Zumal ich keine sinnvolles Argument dafür finden kann. Selbst volkswirtschaftlich nicht, da der Staat am Tabakkonsum auch ordentlich mit verdient … würden die Steuern Zweckgebunden verwendet z.Bsp für die Mehrkosten der Raucher im Gesundheitssystem würde der Raucher sich selbst bezahlen. Von der geringeren Lebenserwartung und der Rentenkasse möchte hier gar nicht reden.
January 3rd, 2008 at 1:10 pm
@doegelchen: thumbs up !! Diesen Fragen stelle ich mir auch jeden Tag *lach*
January 3rd, 2008 at 2:03 pm
Ja, liebes dogelchen und lieber Eizoman, Eure Verärgerung ist verständlich. Wenn mir das Urinieren und Koten im Schankraum per Gesetz verboten würde, würde ich mich auch beschweren.
Stuhl- und Harnabgabe sind schließlich Grundbedürfnisse des Menschen und da sollten alle anderen, die gerade nicht müssen, auch mal ein bißchen Rücksicht nehmen. Wo kämen wir denn da hin, wenn plötzlich jede Darm- und Blasenentleerung verboten würde. Was das für Gesundheitskosten wären! Als nächstes werden noch abgestrennte Scheißhäuser eingeführt. Und wie ist es dann mit dem Kacken in Eckkneipen? Auch verboten? Unglaublich! Ich will in der Gaststätte nach einem guten Essen gemütlich eine Wurst legen. Wer mir das verbieten will ist ein Faschist und gehört eingesperrt!
Und ich sehe auch kein sinnvolles Argument für das Verbot des Kotens in der Gaststätte. Zumal der Staat ordentlich an der Mehrwertssteuer für das Klopapapier und die Kackstühle mitverdient. … würden die Steuern zweckgebunden verwendet z.Bsp für die Mehrkosten der Blasensteinpatienten würde der Urinierer sich selbst bezahlen.
Ich freu mich schon auf später, wenn wir alle mit zusammengekniffenen Pobacken in der ROSE hocken und uns pünklich unsere tägliche Urinmenge (1cl – 2cl ???) abgeben dürfen und uns dann in Klopapier (Umweltfreundlich aus Altpapier) einwickeln! Aber aufpassen das ihr die gesetzlich vorgeschriebene Beischlafzeit mit der Partnerin nicht verpasst, sonst ist wieder 4 Wochen “5againstJohannis” angesagt!
Fremdf…en is sowieso nich weil die Kirche eine bessere Überwachung liefert als der “schäubligste Behinderte” dieses Landes!!!
Mal ehrlich…sind wir/ihr/ich noch zu retten???
January 4th, 2008 at 1:39 pm
Immer wieder herrlich, wenn die Raucher von der Einschränkung ihrer “persönlichen Freiheitsrechte” schwafeln. Nur weil sie in Kneipen jetzt nicht mehr rauchen dürfen.
Iss ja nicht so, daß sie jetzt überhaupt nicht mehr rauchen dürften. Eben nur nicht an bestimmten Orten.
Und btw diese gefährlichen Autos dürfen auch nur auf Straßen (oder Privatgrundstücken) gefahren werden. Ich hab noch keinen Autofahrer seine “persönlichen Freiheitsrechte” beweinen hören weil er nicht auf Fußwegen fahren darf.
Ach, wenn wir nicht jammern könnten, was würden wir nur tun?
January 5th, 2008 at 5:06 pm
Wenn ich mal in einer Gaststätte speisen war konnte ich mich nicht mehr riechen, alle Kleidung die ich trug wanderte gleich nach dem Besuch der Gaststätte in die Waschmaschine bzw. Haarewaschen war sofort angesagt. Ekelig kann ich dazu nur sagen…Wenn dann die Haut noch nach Nikotin stinkt wie geht es dann der Lunge!? Ob das wohl gesund ist fragt sich der normale Menschenverstand, wenn man schon von der Umwelt allgemein mit Schadstoffen nicht verschont wird. So freute ich mich sehr als ich vom Rauchverbot in Gaststätten ab Januar 2008 hörte. Leider kurzfristig um 6 Monate verschoben in Thüringen, traurig. Gern würde ich des öfteren Abends ein Glas Wein trinken gehen in einem angenehmen Lokal. Aber damit muss ich jetzt noch 1/2 Jahr warten. Wem schmeckt das Essen schon, wenn man im Nebelqualm von Rauchern sitzt? Dochwohl nur den Rauchern selbst, denn sie schmecken durch ihr Rauchverhalten Speisen nicht mehr so gut wie Nichtraucher, ist wissenschaftlich erwiesen. Ich hoffe mal, dass das Nichtrauchergesetz nun tatsächlich in Thüringen zum 1.Juli 2008 durchgesetzt wird. Wer rauchen will kann vor die Tür gehen, wem schadet das!? Ich habe nichts gegen Raucher, Freunde von mir rauchen auch. Dieses ganze Gerede hier von Autos und so weiter, traurig diese Einstellungen. Wer etwas gegen das Rauchen in Gaststätten usw. einzuwenden hat der sollte mal einen Menschen, welcher durchs Rauchen an Lungenkrebs stirbt ansehen. Diese Menschen waren starke Raucher und haben fast alle mit der Diagnose des Krebs keine Zigarette mehr angerührt.
Ich freue mich auf den 1.Juli 2008 und bringe dann so manchen Kneipern aus meiner Tasche Umsatz.
January 5th, 2008 at 5:13 pm
An alle Raucher!
Raucht nur schön weiter!
Ihr werdet schon sehen wie es euch eure Gesundheit mal danken wird…
Gesundheit ist wie das Salz, man merkt nämlich erst wenn es fehlt ! ! !
January 5th, 2008 at 6:44 pm
@Sven,
ich finde es schade, dass du dieses Thema ins lächerliche ziehst.
Ich bin selbst seit 25 Jahren Betreiber einer Speisegaststätte mit 144 Sitzplätzen in Thüringen.
Von meiner Kundschaft, sind ca. 75% Raucher und das suche nicht ich mir aus sondern der Kund.
Habt Ihr euch mal mit den Belüftungsvorschriften für Gasträume vertraut gemacht?
Es fehlt nicht viel zu einem Krankenhaus!
Ich bin selbst Nichtraucher und habe vor 2 Jahren knapp 42000 Euro in eine neue Belüftungsanlage investiert(die alte war 3 Jahr aber durch neue Gesetzte nicht mehr ausreichend), damit ich keine Geruchsbelästigung in meinen Räumen habe und das funktioniert auch wunderbar.
Ich bin der Meinung das es den Betreibern selbst überlassen werden sollte, ob Sie das Rauchen in ihren Räumen akzeptieren oder nicht.(wir wären eine Rauchergaststätte)
Wir werden in naher Zukunft wohl oder übel damit leben müßen das der Staat für uns denkt.
(was für manche gar nicht so schlecht ist wie man sieht)
Ich kann es nur nicht verstehen, dass sich Leute darüber freuen wenn Ihnen recht genommen werden.
Es hätte ja auch der Alkoholkonsum die Ausgangszeit oder das eigene Auftreten sein können was euch verboten wird.
Der Kontrollstaat wird kommen, 90% der Deutschen freuen sich darüber und glauben im ernst das es zu Ihrem besten geschieht. ( bsp. Vorratsdatenspeicherung)
Vielleicht ist das in kleinen Kneipen oder Dönerbuden anders aber ich kann mit gutem Gewissen behaupten das wenn man sich als Betreiber einer Gaststätte, an die vom Staat vorliegenden Gesetzlichen Vorgaben hält, es kein Problem mit irgendwelchen Gerüchen oder dem zur Folge Rauchern gibt.
In meinem Laden wird definitiv 1 Arbeitsplatz wegfallen da die Bar, die zu 95% von Rauchern besetzt wird, sich nicht mehr Trägt.
Die Umbauarbeiten (abgetrennter Raum) werden dann wahrscheinlich den zweiten Arbeitsplatz(24000€ Jährlich) fressen da ich noch den Kredit für die Lüftung abzahle und es mir somit nicht mehr leisten kann dem Kunden diesen Service einer zusätzlichen Bedienung oder Koches zu bieten.
Damit bin ich sicherlich kein Einzellfall und schade, dass die Entwicklung in diese Richtung geht.
Meine Erfahrung hat gezeigt, das Raucher 40% länger in meinem Lokal verweilen und somit natürlich auch mehr konsumieren.
Tut mir leid wenn ich nicht der typische Nichtraucher bin der euch den Rücken stärkt.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
PS:
Ach ja und Sven ich gehe in ein Speiselokal um nen schönen ruhigen Abend zu verbringen und vielleicht etwas zu essen und nicht um gesehen zu werden oder andere Leute anzuschauen.
Aber vielleicht ist das jetzt wichtiger als ein guter Wein ein gutes Essen und ein gemütliches Ambiente.
Sagt mir bitte bescheid das ich genügend Spiegel aufstellen kann.
January 5th, 2008 at 8:02 pm
Thomas, die 75% Raucher hast Du, weil viele Nichtraucher nicht in einer verqualmten Gaststätte sitzen wollen und dann lieber zuhause essen.
In ein Speiselokal gehe ich auch nicht, um zu Sehen und gesehen zu werden, sondern weil ich was Leckeres essen will, natürlich. In eine Kneipe gehe ich allerdings der Geselligkeit unter anderen Menschen wegen, sonst könnte ich die Party auch zuhause stattfinden lassen, was ich auch oft genug machen muß, um nicht die ganze Nacht nicht schlafen zu können, wegen drückender rauchbedingter Halsschmerzen.
Oftmals bleibt mir nichts anderes Übrig, als das Thema zu ironisieren, weil die immer gleichen Argumente in ihrer Stumpfheit irgendwann mehr als abgenutzt sind. Denn es ist immer das Gleiche:
1. Wird gefragt, wann auch noch andere Dinge verboten werden.
2. Wird gefragt, warum nicht auch das Autofahren verboten wird.
3. Wird so argumentiert, als würde den Rauchern das Rauchen grundsätzlich verboten werden.
4. Kommt eigentlich immer das Argument mit der Tabaksteuer.
5. Wird ständig darauf hingewiesen, dass Raucher ja früher sterben.
6. Wird behauptet, dass es genauso viele Raucher wie Nichtraucher gibt.
7. Wird behauptet, dass Raucher das Rauchen einstellen würden, wenn sie höflich darum gebeten würden.
8. Wird behauptet, dass Gastwirte ihre Wirtschaften irgendwann freiwillig rauchfrei machen würden.
9. Gipfelt die Argumentation irgendwann in der Behauptung, dass Rauchen überhaupt gar nicht so schädlich sei wie immer behauptet und dass es ja überhaupt keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs gäbe.
Und bei diesen immergleichen Verharmlosungen und Kleinredereien kommt mir das Kotzen.
Thomas, ich verstehe Deine Situation. Ich finde es auch schlimm, dass Deine Investitionen buchstäblich durch den Schornstein gegangen sind. Aber Du bist mit diesem Schicksal nicht allein. Und ein Gesetz gibt Rechtssicherheit. Insosfern, dass Deine Kunden dann nicht in eine andere Gaststätte ausweichen, in der geraucht werden darf. Genau dies nämlich hat die Minderheit der Gastwirte, die so mutig gewesen wären auf Raucher zu verzichten, immer abgeschreckt.
Ich prophezeihe Dir ähnliche Verhältnisse wie in Großbritannien nach dem Rauchverbot. Die Umsätze sind leicht gestiegen, so wie auch die Verweildauern. Herz-Kreislauferkrankungen haben dagegen deutlich nachgelassen.
Und die Belüftungsanlage für 4200 Euro lohnt sich – auch nach dem Rauchverbot – allein schon deswegen, weil Deine Gäste, auch nach dem Besuch bei Dir noch erfreut an ihren Klamotten schnuppern können und dann weder Rauch noch Essensdüfte riechen und so häufiger wiederkommen. Vor allem bei einem Wirt wie Dir, dem offensichtlich hauptsächlich am Wohl seiner Gäste gelegen ist!
January 5th, 2008 at 9:13 pm
Was ich zum Kotzen finde ist, dass das Rauchverbot erlassen wird, den Rauchern, die mittlerweile ja als “krank” gelten keine Reha/Entzug von der Krankenkasse bezahlt wird – also bleibt es schlicht und ergreifend aus Sicht der Raucher bei einer Diskriminierung – nicht mehr und nicht weniger!
Man kann Rauchern, die es alleine nicht hinkriegen ja nur noch raten das Saufen anzufangen, denn der Entzug von beidem wird von der Krankenkasse wieder bezahlt – und das soll alles noch normal sein?!?
January 6th, 2008 at 11:04 am
@Sven,
danke für deinen sachlichen Kommentar.
Ich hoffe das es so kommt wie du Sagst.
January 6th, 2008 at 12:02 pm
Nun wenn ich mir die ganzen Argumente so ansehe hätte eine Kennzeichnungspflicht für Kneipen Gaststätten genau den gleichen zweck erfüllt…. und man hätte eine ausgewogenen Kompromiss.
Was viel Nichtraucher schienbar nicht verstehen, es gab und gibt kein Verbot für die Gastronomie Nichtraucherkneipen aufzumachen !!!
Aber wo sind sie bis jetzt … bei soviel angeblicher Nachfrage ??
Und ja, ich rede von persönlichen Freiheitsrechten!! … da mein Körper, meine Gesundheit und der Umgang damit auch meine Entscheidung ist. Und um die Gefährdung andere Auszuschließen wäre eben eine Kennzeichnung angemessen.
Und was ist hier nochmal klarstellen möchte:
1. Ich rauche gern ! Und rauchen ist für mich ein Genussmittel wie Kaffee oder Bier und alle Genussmittel sind größten Teils auch Suchtmittel und der Gesundheit nur bedingt zuträglich nur macht es immer die Dosis
2. Ich lasse mich auch nicht für einen kranken oder schlechteren Menschen erkären, weil ich rauche, ich finde diese Ächtungen die versucht werden total daneben.
Und Toleranz bedeutet nicht Verbot !! Wo ist denn die von den Nichtrauchern so oft eingforderte Toleranz und Rücksichtnahme ??
January 6th, 2008 at 7:54 pm
Die von den Nichtrauchern eingeforderte Toleranz ist dort zu finden wo die Raucher AUßERHALB von Kneipen und öffentlichen Einrichtungen rauchen können soviel sie wollen.
Und was Du mit Deinem Körper machst ist mir doch scheißegal. Wegen mir hack Dir doch eine Hand ab oder ritz Dir mit einem Messer die Haut auf – aber ich möchte nicht, daß Du sowas an mir machst. Weder Hand abhacken noch Haut aufritzen und auch nicht mir Qualm ins Gesicht pusten. Denn genau da hört die Toleranz auf.
January 6th, 2008 at 8:05 pm
@Strudel
Na immerhin darf ich Dich noch feinverstauben mit meinem Diesel :)
January 7th, 2008 at 2:50 pm
Nein, Eizoman, die Kennzeichnungspflicht reicht nicht. Das Ganze ist ein besonderes Problem, das man sich – meiner Ansicht nach – ungefähr so vorstellen muß:
Wenn auch nur ein einziger Raucher in einer Kneipe sitzt, regt er alle anderen zum Rauchen an. Der Rauch – da über die Luft übertragen – hat einen appetitanregenden Effekt – natürlich nur für Menschen, die das Rauchen zu schätzen wissen. Also greift der Raucher und vor allem auch der Gelegenheitsraucher und der Eben-erst-Nichtraucher wieder zur Zigarette und damit entsteht wohlmöglich der Eindruck, dass 60% der Gäste Raucher seien. Fragt man in einer Disko danach, ob die Leute, die hier in der Disko rauchen, sich auch zuhause hin und wieder eine anstecken, dann stellt man fest, dass das sehr häufig nicht der Fall ist.
Wenn der Anteil der Raucher in der Bevölkerung über 15 Jahren nur 30 Prozent beträgt, dann muß man sich doch fragen woran das liegt, dass sich das Verhältnis in der Gaststätte scheinbar umzukehren scheint.
Vielleicht liegt es daran, dass ältere Menschen, die weniger rauchen, auch weniger in die Gaststätte gehen. Vielleicht liegt es daran, dass Nichtraucher Gaststätten meiden, in denen geraucht wird. Und Gaststätten in denen nicht geraucht wird, werden ja deshalb nicht unbedingt zu guten, besuchenswerten Gaststätten.
Eine Kennzeichnungspflicht ist auch kein ausgewogener Kompromiss, weil Gastwirte der Überzeugung sind, auf die Raucher nicht verzichten zu können und schwere Umsatzeinbußen befürchten (wie im Fall von Thomas oben), wenn sie ihr Lokal zum Nichtraucherlokal machen. Und richtig, es gibt kein Verbot, eine Nichtraucherlokalität zu eröffnen, genausowenig, wie es ein generelles Rauchverbot gibt. Das Verhältnis Nichtraucher- Raucher kehrt sich einfach um: Da wo bisher die Raucher die Lufthoheit hatten, werden dies nun die Nichtraucher haben. Und wenn man die Argumente abwägt, dann ist die Gesundheit wohl ein höherwertiges Gut als der kurze Genuß – auf den man ja auch nicht grundsätzlich verzichten muß!!! – nur den Nichtrauchern bleibt es eben in Zukunft mehr und mehr erspart, mit dem krebserregendem Rauch anderer belästigt zu werden.
Eizoman, Du schreibst immer von DEINEN persönlichen Freiheitsrechten, DEINEM Körper, DEINER Gesundheit.
Diese kannst Du gern schädigen soviel Du magst!! Ehrlich, ich gönne Dir das. Und ich wünsche Dir, dass Du noch sehr lange, sehr viele Zigarretten genußvoll inhalieren kannst. Ich bitte Dich nur darum, dies nicht in Gegenwart von Kindern und anderen Nichtrauchern zu tun!
Wenn Du andere Genußmittel, wie Bier oder Kaffee in gesundheitsschädlichen Dosen genießt, so beeinträchtigst Du damit keinen anderen Menschen (höchstens Deine Angehörigen oder Kollegen). Mit dem öffentlichen Genuß von Zigaretten allerdings trägst Du zu dem Tod von jährlich mindestens 3280 Nichtrauchern bei, die an einer koronarer Herzkrankheit (2140 Nichtraucher), an einem Schlaganfall (770 Nichtraucher), an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (50 Nichtraucher ) und an Lungenkrebs (260 Nichtraucher ) versterben. Etwa 60 Säuglinge versterben jährlich durch Passivrauch im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Schadstoffbelastungen, weil die Mutter während der Schwangerschaft rauchte.
Und das sind “nur” die Toten. Die chronischen Erkrankungen oder Verschlimmerungen von Erkrankungen durch das Rauchen sind wahrscheinlich deutlich höher.
Es wird Zeit, dass das endlich aufhört!
January 7th, 2008 at 6:19 pm
[...] Yay, wusste ich doch, warum ich’ne Stunde eher hätte fahren sollen. Die Ansage wurde später auf “Personenunfall” korrigiert – was im Detail vorgefallen ist, konnte ich bei vorheriger Suche noch nicht herausfinden. Sollte sich wirklich jemand davorgeworfen haben… Hochhaus spritzt bestimmt auch genug, behindert und beeinträchtigt böse gesagt aber nicht so viele Menschen. Ist wohl auch eine Ecke spektakulärer – sowohl für den, der es tut, als auch die, die es sich antun “dürfen”. Für die eher stillen Naturen sollen sich Herztabletten ganz gut machen, hab’ ich mir sagen lassen. Bei Schlaftabletten hingegen schläft man vermutlich eher ein, bevor man’ne tödliche Dosis geworfen hat. Sorry, aber da habe ich kein Verständnis für. Wer sich das Leben nehmen will, soll es tun. Zumindest dann, wenn er berechtigte und nachvollziehbare Gründe hat. Oder auch nur aus Langeweile. Soll jeder das tun, was er denkt. Nur dann bitte nicht so. Die Aufmerksamkeit und Publicity bringt einem eh nichts mehr. Ein bisschen Rücksicht bitte, wer schon sein Leben vor den Zug weg schmeißt. Gilt auch für die Raucher, ist die Diskussion in der TBZ mittlerweile doch sehr ausufernd. [...]
January 7th, 2008 at 7:17 pm
@strudel
nun manchmal bin doch erstaunt wie sehr sich manche bei diesem Thema doch emotional ins Zeug legen können *respekt* … nur sollte auch die Verhältnissmäßigkeit von Vergleichen gewahrt bleiben… also der Vergleich von Auto und Zigarette ist nicht zulässig aber der zw. schwerer Körperverletzung und rauchen … NA,NA,NA .. Füße mal wieder auf den Teppich
@Sven
Nun ich verstehe deine Argumente schon, nur wiedersprechen diese nicht einer Kennzeichnungspflicht, diese könnte ja auch verschärft werden und an ein Mindestalter von 18J. gebunden sein, um die Kriterien des Jugendschutzes zu erfüllen.
Damit wäre garantiert das Raucherlokations nur Kneipen oder Bars sein können.
Und um da auch nochmal klar zu sagen ich befürworte auch das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Büros … wer kennt nicht die stinkenden Gänge an der Uni oder Büros in denen man auch Schinken räuchern könnte.
Was mir auf den Magen schlägt ist das Rauchverbot in Kneipen und ich betone nochmal Kneipen und NICHT Speisegaststätten! Und als Speisegaststätte definiere ich als eine Gaststätte welche eine komplette Mittagskarte anbietet.
So dann will auch mal meine Sicht als Raucher versuchen zu erklären:
Denn ich behaupte das dieses Verbot für mich einen generelle Rauchverbot gleich kommt.
Denn wie schon erwähnt ist die Zigarette ein Genussmittel was ich mit vorliebe zum Kaffee oder Bier konsumiere. Aber es setzt sich auch keiner (na gut, also ich zumindest nicht) alleine hin
und trinkt bier sondern man tut es vorwiegend erzählenderweise in geselliger Runde in einer Kneipe.
Du schreibst das viele in Diskotheken rauchen und zu Hause nicht … aber doch nicht weil sie schwache Charaktere sind und den Rauch einmal geschnüffelt, nicht wiederstehen können sondern weil sie es genauso sehen wie ich.
Zu einen ausgelassenen Abend gehört für viel eben auch der Genuss einer Zigarette.
Die von dir vorgebrachten Zahlen glaube ich gern nur wäre zu klären wo die Schädigungen hauptsächlich entstehen und da bezweifele ich das diese durch einen vielleicht 2x wöchentlichen 4 stundigen Aufenthalt in einer Kneipe entstanden sind.
Das größte Gefahrenpotential liegt doch wohl in den Famillien, wo absolut verantwortungslose Eltern ihr wehrlosen Kinder vollquarzen und dauerhaft schädigen. Da müsste eingegriffen werden, das man da jedoch nur schwer eingreifen kann ist mir auch klar.
Ich verlange von unsere Politik einfach nur duchdachte Lösungen und keine Umschwenken von einem Extrem in das Andere.
Aber das bekommen die sowieso nicht hin … da sage ich nur CO2 und Klimaschutz, wo man genauso unüberlegt und so unkoordiniert vorgeht das selbst der größte Umweltwissentschaftler mittlerweile nur mit dem Kopf Schüttel kann, zumal das Problem schon seit ca. 20 Jahren wissentschaftlich nachgewissen ist …. aber anders Thema deshalb Schluss hier.
Also allen noch nen schön abend … *Zigarette schnapp und Feuer frei* ;-)
January 10th, 2008 at 12:37 am
Lächerlich wie sich die “Raucher” für ihr Laster ins Zeug legen !
January 10th, 2008 at 1:19 am
Ja, wir sind kranke Süchtige und werden nun öffentlich diskriminiert und ausgegrenzt. Heilung? Ausgeschlossen, denn Tabak wird immer noch frei verkauft und die Krankenkasse zahlen keine Behandlung. Da brauche ich dann auch noch solche unqualifizierten Bemerkungen… Das zeugt mal wieder von Mitgefühl – aber so ist das wohl heutzutage, den Kranken tritt man erst recht in den A….
January 10th, 2008 at 9:51 pm
Na Lupus, ich glaube Du bist doch alt genug, um Dir über Dein Verhalten selbst im Klaren zu sein. Und dass es nicht ganz unmöglich ist, von sich aus mit dem Rauchen aufzuhören haben ja schon viele Jetzt-Nicht-Mehr-Raucher bewiesen. Indem sie einfach aufgehört haben zu rauchen. Ganz von selbst und ohne fremde Hilfe.
Und warum sollten jetzt bitte nochmal die Beiträge der Nichtraucher zum Gesundheitssystem für Raucherentwöhnung aufgewendet werden? Sollt ihr Raucher das mal schön selbst bezahlen.
Oder qualmt halt einfach weiter – zuhause.
January 10th, 2008 at 10:34 pm
@strudel
Ich kenne sogar Alkoholabhängige, die haben von selbst aufgehört zu saufen – also dann können die anderen das doch auch von alleine und überhaupt liest man immer wieder von Spontanheilungen bei schweren Krankheiten – wofür noch ein Gesundheitssystem?
Aber mal im Ernst: Was ist das für eine doppeldeutige, verlogene Scheisse, wenn Studien, beauftragt von Gesundheitsministerium, beweisen, dass Raucher krank sind, ich diese dann aber nicht behandeln will?! Alkoholiker, jaaaa, die dürfen saufen und lallen wo sie wollen auch in Gegenwart kleiner Kinder, Heranwachsender etc. und wenn dieeee dann mal sagen, och, ich mag nicht mehr werden die dann kostenfrei entwöhnt. Aber hey, Alkohol verbieten, neeee, das geht nicht. Auch nicht, wenn immer wieder riesen Unfälle passieren….
Krasse Scheisse, ich fang an zu saufen. Wenn ich mich dann auf Staatskosten entwöhnen lasse und gebe an, dass ich rauche, kriege ich die Kurse und ggf. Medikamente gleich mitbezahlt.
Und DAS, nur DAS ist sowas von daneben. Übrigens ist doch egal ob Ihr mir das Rauchen in der Kneipe verbietet. Die ersten Plattformen für spontane Raucherkochparties zuhause sind doch schon in Vorbereitung und ich freu mich schon drauf. Schmeckt wahrscheinlich besser als bei vielen Systemgastronomen und man lernt eine Menge Menschen kennen die gleich ein gemeinsames Interesse verbindet, was bei allen anwesenden positiv belegt ist…
January 11th, 2008 at 10:36 pm
Raucherkochparties? Toll, da bin ich dafür und ich wüsste auch nicht, daß sowas bisher verboten gewesen wäre. Ich wünsch Euch viel Spaß dabei.
Achja, und weil Du immer wieder den Alkohol hier ins Felde führst: Stell Dir vor in einer kleinen Kneipe sind alle Plätze vollbesetzt. Was wäre wohl für einen Nichtraucher und Nichttrinker unangenehmer? Wenn jetzt jeder der Kneipenbesucher zwei Schnäpse trinkt oder wenn jeder der Besucher zwei Fluppen wegraucht?
January 11th, 2008 at 11:17 pm
Das das Rauchen (wie Schweißgeruch oder billiges Parfüm) einem Kopfschmerzen und Übelkeit bereiten kann ist mir sehr wohl bewusst – es geht aber nicht um die Situation in den Kneipen sondern um die Doppelmoral auf die ich in meinem Posting hingewiesen habe! Raucher sind KRANK und werden nicht geheilt, Alkoholiker schon, dabei beeinträchtigen diese Ihre Umwelt geringer als Raucher… Mir ist das doch egal, was in den Kneipen abgeht – ich gehe da schon lange nicht mehr hin:
Essen zu schlecht, Preise im Verhältnis zu hoch.
Mein 5 Sterne Franzose hat kein Problem damit, dass in seinem Restaurant geraucht werden darf. Tische gibt es nur nach langer Wartezeit und wenn er “Raucherabende” macht hängt schon seit langem ein “geschlossene Gesellschaft” an der Tür…
Nochmal – Raucher werden als KRANK anerkannt aber nicht behandelt, anders süchtige schon – warum?
January 12th, 2008 at 3:45 pm
Aber nur weil woanders auch Handlungsbedarf besteht, heisst das doch nicht, dass man nicht jetzt mal bei dem Raucherproblem anfangen sollte.
Nach Deiner Argumentation sollte man also mit keinem der Probleme beginnen solange andere Probleme auch noch nicht angegangen wurden?
Und BTW, wo Du mich doch mit Deinem Diesel feinverstauben wolltest… Auch an dem Problem wird ja mittlerweile gewerkelt – siehe Umweltzonen.
January 12th, 2008 at 5:28 pm
@Strudel
1.) Raucher
Ich habe nichts gegen das Raucherproblem – ABER, erst denken dann handeln. Konsequent und richtig wäre gewesen die Raucher zu illegalisieren und Ihnen gleichzeitig Hilfe anzubieten
2.) Probleme
Ich bin nicht der Auffassung, man dürfe nur ein Problem angehen, wenn man alle anderen auch löst sondern NUR, dass man ein Problem nachhaltig angeht
3.) Umweltzonen
Ich lach mich gleich tot – Weißt Du warum die erfunden wurden? Damit man Plaketten verkaufen kann. Ändern tut sich dadurch nichts wesentliches (ausser das Geld in die Kassen kommt):
http://www.presseportal.de/pm/7849/1112489/adac/rss
http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~E3DDA8B3A56AD43A6AED700FAE8A94020~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell
Es ist wie immer beim Umweltschutz. Das Wahlvieh glaubt alles und wirklich ändern tut sich nichts. Es gibt Beispiele aus anderen Ländern in denen nachgewiesen wurde, dass die Feinstaubbelastung nicht sinkt sogar in Autofreien Städten, weil eben die Autos nicht das gros ausmachen und weil es noch solche Nebensächlichkeiten wie Wind gibt….
Aber ich denke die Diskussion können wir auch an dieser Stelle beenden, sie führt zu nichts.
January 13th, 2008 at 4:56 pm
Illegalisiert? Da muss ich jetzt aber mal lachen. Nur weil Du in Kneipen und öffentlichen Gebäuden nicht mehr rauchen darfst, wurde Rauchen doch nicht gleich illegalisiert.
Nur weil man auf dem Gehweg nicht mit dem Auto fahren darf, wurde ja auch Autofahren nicht illegalisiert.
January 14th, 2008 at 6:32 pm
Ja, wir Raucher müssen zugeben, diesen “Krieg” haben wir verloren.
Die Anti-Raucher (ich nenne sie so, da es durchaus tolerante Nichtraucher gibt, genauso wie es auch (Guten Morgen!) tolerante Raucher gibt) haben gewonnen.
Wir Raucher werden dann wohl oder übel zu hause bleiben und dort unser Bierchen zusammen mit einer Zigarette geniesen müssen.
Das Rauchen ungesund ist wissen wir alle. Und das das Rauchen im beisein von Kindern zu unterlassen ist, sollte auch dem letzten Raucher klar sein. Das es da schwarze Schafe gibt müssen wir Raucher allerdings zugeben. Schwarze Schafe gibt es überall.
Aber das Raucher früher sterben und somit dem Staat Geld sparen halte ich für für nicht korrekt. Es wird sich wohl die Waage halten. Ich denke im Großen und Ganzen wird sich das nicht viel nehmen ob man mit 65 an Lungenkrebs stirbt oder mit 80 an Altersschwäche. Schön ist keines von beiden.
Das Argument, dass der Staat durch die Raucher Mrd. von Euro einnimmt ist allerdings Tatsache. Und anstatt diese Steuergelder für die Behandlung von Rauchern zu verwenden, wird dieses Geld in den AntiTerrorschutz investiert und davon haben wir alle was, Raucher wie Nichtraucher. Dadurch erhalten wir Dinge wie die Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung und den Bundestrojaner. Ist doch schön.
Das Argument “Meine Klamotten sinken nach einem Besuch in der Kneipe und ich muss sie sofort in die Waschmaschine stecken …” von den Anti-Rauchern kann man so nicht stehen lassen. Ich halte es für Umweltverschmutzung eine Waschmaschine für nur eine Hose und einem T-Shirt anzustellen. Schon mal was von aufhängen und lüften gehört? Oder evtl. dreckige Klamotten sammeln und eine erst eine volle Maschine zum waschen anstellen? Das macht man doch sonst auch nicht anders, oder? Keiner verlangt von euch im Sonntagsanzug in die Kneipe zu gehen.
Durch Passivrauchen gefährden wir die Gesundheit andere … Es gibt nicht eine ernst zunehmende Studie die diesen Zusammenhang belegt! Zumindest habe ich noch keine gelesen.
So lange Anti-Raucher immernoch 9 Argumente aufzählen können, aber keines akzeptieren wollen, obwohl sich einige (nicht alle) mit Fakten untermauern lassen, so lange werden wir Raucher keinen Aschenbecher am Ende des Tresens mehr sehen.
Damit müssen wir uns abfinden.
Man muss als Raucher allerdings auch zugeben, dass die Argumente von Sven durchaus überzeugend sind. Aber ich lass mich nicht als Mörder hinstellen nur weil ich Rauche! Ich weiß nicht woher er die Zahl von 3280 Nichtraucher-Toten her hat. Wahrscheinlich wird er irgendeine Studie im Auftrag der AOK zitierten. Und das dieses Unternehmen natürlich Geld sparen will ist doch jedem klar.
Ha! Die Anti-Raucher glauben tatsächlich, dass das Nichtraucherschutzgesetz wirklich für ihre Gesundheit gemacht worden ist.
Es geht doch nur darum Geld zu sparen, und das soziale Gesundheitssystem aus den Angeln zu heben. Und das klappt immer besser. Wenn man sieht was so in unserem Gesundheitswesen abgeht, kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Also, lasst euch weiter verschaukeln – Raucher wie Nichtraucher – denn der Staat will ja nur euer bestes!
Diese Diskussion wird sinnlos, wenn man seinen Egoismus ablegt und aufhört mit Scheuklappen durchs Leben zu gehen!
Gute Nacht Deutschland!
January 19th, 2008 at 2:14 pm
Liebe Genußraucher, wenn jemand sein Verhältnis zum Rauchen so einschätzt, wie Don Dahlmann (http://don.antville.org/stories/1746391) da haben sicher auch Nichtraucher kein Problem ihm mal ein zwei Zigaretten selbst im Beisein von Nichtrauchern zu gewähren.
Aber all die verbissenen “Ich-werde-in-meinen-Grundrechten-eingeschränkt”-Raucher werden wohl immer auf totale Ablehnung stoßen.
January 19th, 2008 at 5:48 pm
@Strudel
Inkonsequenter Mensch – entweder es gibt ein Rauchverbot oder es gibt keines… Wen interessiert Don Dahlmann?
March 10th, 2008 at 12:44 am
Rauchen sollte allgemein verboten werden ! ! !
weil:
- Raucher die Krankenkassen belasten
- Raucher andere Leute gesundheit- lich belasten
- der Qualm stinkt
- überall Zigarettenkippen rumliegen
March 10th, 2008 at 3:00 am
@Annelie:
-Autofahrer belasten die Krankenkassen
-Autofahrer belasten andere Leute gesundheitlich
-Auto stinken
-überall stehen Autos rum
P.S.: dumme Leute belasten mich nicht gesundheitlich – ich habe mich an sie gewöhnt
March 11th, 2008 at 12:21 am
Jetzt hast du es mir aber heim gezahlt, skull…..
Ich denke mal du hast kein Auto mit dem du, so wie ich, täglich 45 km zur Arbeit fahren musst?
Ohne mein Auto kann ich nicht existieren, aber ohne Zigarette schon…
March 11th, 2008 at 12:24 am
Skull, wenn du mal an Lungenkrebs leidest, denke an Annelie (sie hat dich gewarnt)……….
March 11th, 2008 at 1:30 am
Jetzt hast du es mir aber heim gezahlt, skull…… (es ist aber gar nicht meine Absicht irgendwem irgendetwas heimzuzahlen – irgendetwas hast du da falsch verstanden)
Ich denke mal du hast kein Auto mit dem du, so wie ich, täglich 45 km zur Arbeit fahren musst? (doch – meistens sogar weitaus weiter)
Ohne mein Auto kann ich nicht existieren, aber ohne Zigarette schon… (noch ein Grund Autos abzuschaffen – Kompromiss: Auto weg, Zigaretten her (ist für die Umwelt auch viel besser (niemand verlangt von dir dein Dasein nur mit einer Zigarette zu frönen), und dein früheres Ableben sollte kein Problem darstellen wenn du irgendeiner religiösen Gemeinschaft beitrittst (Buddismus wird gern genommen von wegen der Ruhe und Entspanntheit – und Budda soll auch mal nen ganzen Monat nur von Haschisch (der Glückliche) gelebt haben ), welche ständige Wiedergeburt verspricht – wobei, so den ganzen Tag als Esel???))
Skull, wenn du mal an Lungenkrebs leidest, denke an Annelie (sie hat dich gewarnt)… (schreibt das nächste Mal besser “Ich habe dich gewarnt” sonst klingt das so als ob du jetzt schon an was ganz anderem leidest – aber falls du Medizin studierst können wir uns da vielleicht später einig werden, ich studier nämlich Psychologie)
March 19th, 2008 at 1:08 pm
Endlich wird dem stinkenden blauen Dunst Grenzen gesetzt. Dabei fragt man sich nur, warum das nicht schon früher geschehen konnte. Mal sehen vielleicht bekommen die Raucher ja “noch” eine Chance, und es gibt nochmal eine Aufschiebung bis 1.Januar 2009…(-:
March 19th, 2008 at 1:12 pm
….. und skull kann noch ein halbes Jahr weiter in der Kneipe qualmen…..
March 19th, 2008 at 3:24 pm
Wenn schon lange ein echtes Bedürfnis nach Nichtrauchergaststätten / -kneipen besteht, wieso hat kein Kneiper diese “Marktlücke” erkannt und sich schon vor der Einführung des Gesetzes dumm und dusselig verdient?
March 19th, 2008 at 4:53 pm
weil niemand in eine kneipe geht, um dort NICHT zu rauchen. manch anderer wohl aber eine gastronomische einrichtung vermeidet, weil dort nicht geraucht werden darf. das ist ein einfacher effekt. die gastronomen haben einfach angst, dass ihnen umsatz entgeht. da in allen gaststätten bisher geraucht werden durfte konnte kein nichtraucher damit drohen, dass er zur konkurrenz gehe, es gab ja keine relevante. 70 prozent der deutschen bevölkerung rauchen nicht. durchschnittlich 70 prozent der gäste einer kneipe rauchen. woran liegt das? dass raucher generell geselliger als nichtraucher sind, oder einfach daran, dass nichtraucher die unerträglich verrrauchten kneipen meiden? die “marktlücke” nichtraucherkneipe konnte sich bisher nicht durchsetzen, weil “kein rauch” kein ausreichendes kriterium für die attraktivität einer kneipe ist. das ist nämlich eigentlich die “default”-einstellung. kein normaler mensch geht in eine kneipe nur weil dort NICHT geraucht werden darf.
und – ebenfalls ganz wichtig – ein einziger raucher in einer gruppe von nichtrauchern kann die gruppe überreden, doch seinetwegen in eine raucherlokalität zu gehen, aber ein nichtraucher in einer gruppe von rauchern schafft es eher selten, die raucher zu einem nichtraucherkneipenbesuch zu überreden. woran liegt das wohl?
May 14th, 2008 at 12:17 pm
Dem letzten Eintrag stimme ich zu.
Leider ist das Nichtrauchergesetz, meiner Meinung nach, weit über die Stränge geschlagen, nur weil sich irgendwelche Politiker profilieren wollen (wie immer halt).
In öffentlichen Einrichtungen sollte Nichtrauchen keine Frage sein. Ein Rauchverbot in Restaurants, wo man wegen dem Essen hingeht, auch völlig okay.
Doch in Kneipen und Clubs, wo es um Geselligkeit geht, sollte es kein Rauchverbot geben. Das Kippchen zum Bierchen gehört dort einfach dazu.
Ich möchte nicht in Diskotheken gehen, in denen es nach Schweiß stinkt und ob die Nebelmaschinen mit chemischen Durftstoff wirklich gesünder sind, wage ich zu bezweifeln. Zudem gibt es sehr gute Lüftungsanlagen, die eine wirkliche Belästigung durch rauchende Gäste ausschließen.
Krönung des ganzen ist Rauchverbot im Outer Space- Der Shishalounge in Erfurt. Dort muss eine Nichtraucherzone eingerichtet werden. Hallo! Das Geschäftsfeld ist nunmal Rauchen (Wasserpfeile) und dort haben Nichtraucher eh nix zu suchen.
Man sind wir dumm und zum Glück gibt es die Politiker der uns zwar einmal mehr entmüdigen, aber super auf uns aufpassen.
June 4th, 2008 at 8:38 am
Noch ein Monat können meine Gäste bei mir Rauchen, und sie werden es auch weiterhin tun können. Mich interessiert dieses Gesetz einen Dreck.Bei mir im Lokal gibt es zeiten zu denen nicht geraucht werden darf und die bestimme immerhin ich selbst. Zu DDR Zeiten war das ja auch sehr gut geregelt. Von 11:00 -14:00 und von 18:00- 20:00 Uhr ist bei mir im Lokal Nichtraucherzone.
Und soll mir einer von der Behörde hier auftauchen und mir was erzählen wollen ich glaube der lernt mich richtig kennen. Sollen die Dummköpfe von Politiker sich um ihren verschissenen Bundestag kümmern, denn da darf nach wie vor geraucht werden.
June 4th, 2008 at 9:09 am
Von dem Verbot sind auch Bundestag, Bundesrat, Bundesverfassungsgericht und Bundespräsidialamt betroffen. Es gilt „auch in Räumen, die nur von einer Person als Arbeits- und Dienstraum genutzt werden“. In den Bundeseinrichtungen dürfen allerdings besonders gekennzeichnete Raucherräume eingerichtet werden, „wenn insgesamt eine ausreichende Anzahl von Räumen zur Verfügung steht“.
d.h. auch in Deiner Kneipe, Kneiper-mit-Leib-und Seele, darf geraucht werden, wenn du einen abgetrennten raum dafür zur verfügung stellst – wie im bundestag eben.
June 11th, 2008 at 6:25 pm
Weshalb verbietet man denn einfach nicht in Deutschland komplett das Rauchen? Da brauchten sich doch wenigstens die Wirte nicht mit ihren Gästen rum zu ärgern! Rauchen gehört doch schon ewig zum Flair einer Kneipe. In meinen eigenen vier Wänden (Gaststätte) muss ich mir vorschreiben lassen, dass dort keiner mehr rauchen darf. Hoffentlich kümmert sich bald mal die Politik um was vernünftiges als wie nur die kleinen Existenzen kaputt zu machen! Jahre lang hatten sie es nur mit dem Ladenschluss zu tun und jetzt ist eben mal die Gastronomie dran. Für so ne verkorkste Politik bekommen die auch noch unverschämt hohe Diäten! Na ja, die brauchen um ihre Existenz ja nicht fürchten???
June 29th, 2008 at 9:21 am
immer feste drauf auf die Raucher,
auch Nichtraucher leben nicht ewig.
Es sollten alle mit rauchen aufhören,
dann könnte man statt der Tabaksteuer
die Ökosteuer bei Benzin anheben. Mal sehen
was dann abgeht.
July 1st, 2008 at 10:27 am
[...] Ab heute ist nun das Rauchen in Bars, Kneipen und Gaststätten bundesweit verboten. Die letzten beiden Bundesländer NRW (Nordrhein-Westfalen) und Thüringen schließen sich somit den vorangegangenen Ländern an. Aber in den meisten Bundesländern ist der Griff zur Zigarette in Bars, Kneipen und Gaststätten weiterhin erlaubt, solange dies in abgetrennten Räumen passiert. Bei Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz dorhen Bußgelder bis zu 5000€. Schlagworte (Tags): Deutschland, Nordrhein-Westfalen, NRW, Thüringen « vorheriger Beitrag: U-Bahn in Nürnberg ohne Fahrer [...]
July 1st, 2008 at 11:50 pm
jeder wirt sollte selbst entscheiden können!!!
und was hier viele militante nichtraucher schreiben, wegen angeblicher kosten für irgendwelche krankenhausaufenthalte von rauchern, die sollten sich mal die statistik ansehen.
und mit meinen steuern hätte ich einen eventuellen krankenhausaufenthalt schon lange bezahlt.
nichtraucher sollten auch steuern auf bonbons bezahlen, die sie anstelle von kippen zu sich nehmen (wegen der zahnbehandlung)……….
nehmt es nicht so schwer, die großkapitalisten der zigarettenindustrie werden das regeln. ich rauche weiter und in eine kneipe, wo ich nicht rauchen darf , geh ich nicht.
es gibt übrigens mehr alte raucher, als alte ärzte!!!(lol, ein gag)
July 2nd, 2008 at 1:27 pm
Frag doch mal die Wirte, was ihnen lieber wäre. Wenn man den Wirten fest verspräche, dass genausoviele Gäste kämen und dass sie keinerlei Veränderung im Umsatz hinnehmen müßten, welche Gäste würden sie bevorzugen? Raucher oder Nichtraucher?
Ich fürchte die Wirte würden sich für die Nichtraucher entscheiden.
Und nach einer kleinen Übergangsphase wird sich das auch entsprechend wieder einpegeln und die Gastwirte werden sogar mehr Gäste in ihren Schankwirtschaften empfangen können als vor dem gesetzlichen Nichtraucherschutz.
Die Briten, bei denen das Rauchverbot seit 2006 gilt, sind jedenfalls inzwischen mit dem Rauchverbot zu 76% zufrieden:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1214582717616.shtml
July 3rd, 2008 at 12:20 am
Die Wirte würden sich für Gäste entscheiden,
die Nichtraucher für Nichtrauchergaststätten.
Nun sind die eigentlich geselligeren Raucher in der Situation, daß sie zu Hause Karten spielen (vielleicht nach einem Abendbrot in einer Nichtraucherkneipe?), und einen finden müssen, der für’s Bier sorgt!
Unabhängig davon finde ich es unverschämt, um nicht zu sagen kommunistisch, daß Wirten, die auf privatem Boden ein privates Geschäft ausüben, staatlicherseits derartige Auflagen erteilt werden.
Ich verstehe und unterstütze, daß in öffentlichen Gebäuden, die dem Staat oder der Kommune gehören, nicht geraucht werden darf. Aber in allen privat geführten Geschäften, in die keiner gezwungen ist zu gehen, sollte der Inhaber entscheiden dürfen.
Die Deklarierung von privat geführten Geschäften als “öffentliche Zone” gleicht einer Verstaatlichung.
July 3rd, 2008 at 10:47 am
So sehe ich das auch! Wir haben doch in unserer Regierung nur “Nickemännchen”! Die wissen doch in Wirklichkeit garnicht wie die Realität aussieht! In Hessen müssen zum Beispiel die Raucherräume kleiner sein wie die der Nichtraucher! Und was passiert da? Da drängeln sich fast alle Nichtraucher mit in den kleinen Raucherraum um ne Unterhaltung mit den anderen Gästen zu haben. So werden doch schließlich die Passivraucher viel schneller in Mitleidenschaft gezogen wie vorher! Ich bin selbst. Gastwirt und habe in den ersten zwei Tagen noch keinen neuen Nichtraucher begrüßen können. Im Gegenteil meine Stammgäste treffen sich jetzt alle im Raucherraum, welches ich wie ein böses Spiel empfinde! Das heißt für mich zusätzliche Kosten im Winter, weil ich diesen Raum auch mit heizen muss! Ich appeliere an den Bundesverfassungsgericht das Nichtrauchergesetz für Gaststätten in Deutschland gänzlich aufzuheben. Sonst wird es noch viele Firmenpleiten geben. Jeder soll über sein Lokal selbst entscheiden dürfen ob er Nichtrauchergaststätte oder Rauchergaststätte macht! Im eigenen Haus muss man sich von den Politikern vorschreiben lassen was zu tun ist! In diesm Land wird es Zeit das die Leute wieder auf die Straße gehen!
July 4th, 2008 at 8:15 pm
ich finds nur schade das der staat oder land sich selber kaputt macht mit der wirtschaft.bin selber selbstständig und mich betrifft es jetzt leider auch.es sind schon viele kneipen usw. pleite gegangen,wo soll das noch hinführen.bringt doch der wirtschaft nicht wirklich was gutes, wenn alle kneopen usw pleite gehen.wenn sie sich das wieder anders überlegen ist es für diejenigen schon zu spät die pleite sind, die sitzen dann auf ihren schulden.ich bin selber nichtraucher aber die existenz zählt.
July 7th, 2008 at 11:34 pm
Wahrscheinlich ist das Kind bis dahin in den Brunnen gefallen – aber irgendwann sind wieder Wahlen.
Ich hoffe, alle Raucher wählen eine Partei, die sich nicht an dem Spiel “Raucher tücken” beteiligt hat.
Ich vermute, daß dieses Spielchen eh’ nur zur Ablenkung von den eigentlichen Problemen im Lande gestartet wurde. Vielleicht entwickelt es ja nun eine Eigendynamik, die von den Animateuren nicht vorausgesehen wurde.
July 11th, 2008 at 11:29 am
sagt mal leute, habt ihr mal darüber nachgedacht, dass rauchen lungenkrebs verursacht? auch bei nichtrauchern, wenn sie in der näche von rauchern sitzen? und dass auch nichtraucher kneipen besuchen wollen?
mein vater hat lungenkrebs. er hat täglich mindestens eine schachtel zigaretten geraucht. und ich habe ajhrelang passiv mitrauchen müssen.
heute kam die nachricht, dass sich bei meinem vater weitere krebsmetastasen gebildet haben. falls ihr nicht wisst, was krebsmetastasen sind:
Metastasen entstehen, indem sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumor ablösen, mit dem Blut oder mit der Lymphe wandern, und sich in anderen Körperteilen wieder ansiedeln und vermehren.
Und wenn ihr wissen wollt was Krebs ist:
Eine Krankheit bei der Körperzellen unkontrolliert und schnell wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören.
Trotz seiner Krebserkrankung raucht mein Vater weiter. Er sagt, dass er weiß, dass es das Problem vergrößtert, aber er kann nicht aufhören.
Rauchen ist eine Sucht, die unbestritten zu Krebs führen kann.
Darüber gibt es keinen Zweifel. Es muß das Anliegen des Staates sein, Menschen vor diesen beiden schweren Erkrankungen zu schützen. Vor allem die Leute, die dies nicht bewußt aufsuchen.
July 11th, 2008 at 10:02 pm
Das Schicksal von Jens und seinem Vater ist wirklich schlimm. Es hätte ihnen aber auch ohne Rauchen passieren können.
Wenn die Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Krankheit zu bekommen, für Raucher 20% höher ist als für Nichtraucher, dann heißt das bei gleicher Anzahl von Rauchern und Nichtrauchern z.B.: Wenn 10 Nichtraucher diese Krankheit bekommen, bekommen sie auch 10 Raucher (egal ob sie rauchen oder nicht) und zusätzlich 2 Raucher (weil sie rauchen).
Die bei einem gelegentlichen Kneipenaufenthalt erreichbare Kontamination mit Tabakrauch reicht in der heutigen Umwelt wahrscheinlich nicht aus, das Risiko für irgendeine Krankheit signifikant zu erhöhen.
Die verschiedenen Krebsarten treten übrigens auch in Ländern und Glaubensgemeinschaften auf, in denen traditionell nicht geraucht wird.
July 11th, 2008 at 11:22 pm
Lungenkrebs ist die häufigste Krebstodursache in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen (in Deutschland etwa 50.000 pro Jahr!!!) weist eine steigende Tendenz auf.
Die Hauptursache bei der Entstehung des Lungenkrebses ist der Tabakrauch.
Er enthält etwa 2.000 Stoffe, von denen mindestens 100 krebserregend (karzinogen) sind (beispielsweise Teer und eine Vielzahl anderer Kohlenwasserstoffverbindungen).
95 Prozent aller Patienten mit Lungenkrebs sind Raucher.
Das mal, um Deine wirklich glaubwürdigen Argumente ein wenig mit Zahlen zu unterfüttern, eyu.
Wer sich weiter informieren will, der lese hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Lungenkrebs
Noch Fragen zum Thema Lungenkrebsschicksal? Fragt mich ruhig. ES ist beschissen, seinen Vater an eine völlig überflüssige und dabei so mächtige Sucht zu verlieren!
July 12th, 2008 at 12:03 am
hmm…
Nun ich verstehe den Wirbel immer noch nicht?
Verdammt nochmal, ich bin alt genug und ich weiß um die Folgen des rauchens. Und ja, ich entscheide mich bewusst dafür. Wo ist dabei das Problem der Nichtrauchern? Es gibt kein Argument ein Rauchverbot in Kneipen einzuführen!
Und egal welches Argument ich hier gelesen habe so spricht keines wirklich für ein Rauchverbot.
Wieso kann in einer freien Gesellschaft, und dafür hielt ich unsere bis jetzt eigentlich, nicht frei entschieden werden. Wie wäre es denn mit einen Auzeichnungsgebot gewesen. Kneipen müssen klar erkenntlich deklarieren ob es sich um eine Raucher oder Nichtraucher Lokaltität handelt??
Und wir reden hier nur von Kneipen. Ich denke es herrscht ja auch Einigkeit unter den Rauchern das in öffentlichen Gebäuden etc. nicht geraucht werden sollte.
Ich halte es für reine Schikane und es wird sich auch nicht durchsetzen. Schauen wir doch mal nach Bayern .. die strengste Nichtrauchergesetzgebung Deutschlands .. tzz, und schauen wir uns an wie sie Umgangen wird. Dazu kann ich nur sagen: GUT SO, WEITER MACHEN !!
July 12th, 2008 at 12:06 am
Sorry Jens, mit Deinem Vater tut mir natürlich sehr leid! Was würde Dein Vater sagen wenn ihm Vater Staat es jetzt verbietet in seinen eigenen vier Wänden zu rauchen??? Er wäre damit sicherlich auch nicht einverstanden! In meiner Gaststätte hat jemand zu DDR-Zeiten die Gaststätte geführt und da wurde deutlich mehr gequamlt. Dieser Mann ist jetzt im Alter von 93 Jahren gestorben, aber nicht an Lungenkrebs! Und was Frau Lieberknechts Ansichten sind, das nun mehr Frauen und Kinder die Gaststätte besuchen, ich hab davon noch nichts gemerkt! Im Gegenteil Umsatzrückgänge! Und sollte das Verfassungsgericht dieses Gesetz nicht kippen, dann müssen wir Gastronomen uns eben wehren! Einigkeit macht stark!
July 12th, 2008 at 2:21 am
Ich dachte bisher, daß man in einem BLOG einfach seine Meinung sagt.
Jetzt wurde ich aber persönlich angegriffen von Jens:
“Das mal, um Deine wirklich glaubwürdigen Argumente ein wenig mit Zahlen zu unterfüttern, eyu.”
Ich hoffe, daß das nicht wieder vorkommt.
Weiter schrieb er:
“Die Hauptursache bei der Entstehung des Lungenkrebses ist der Tabakrauch.”
Da muß ich widersprechen:
Die Hauptursache von Krebs ist die Unvollkommenheit des menschlichen Körpers.
July 12th, 2008 at 3:39 am
Kommen wir lieber wieder auf die ursprünglichen Punkte zurück:
1. Darf der Deutsche Staat privat betriebenen Kneipen vorschreiben, ob sie Raucher rauchen lassen dürfen?
2. Sollten Raucher eine Partei wählen, die sich nicht am “Raucher tücken”-Spiel beteiligt hat?
July 12th, 2008 at 12:23 pm
Fassen wir noch einmal zusammen: Raucher sind der Überzeugung, dass das Rauchverbot ihre Rechte unangemessen beschneidet. Nichtraucher sind derselben Meinung, wenn es das Nichtraucherschutzgesetz nicht gäbe.
WAs wissen wir:
1. Rauchen führt mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit zu Erkrankungen der Atemwege, die mit ebenfalls hoher Wahrscheinlichkeit einen früheren Tod und sehr viel Leid verursachen.
2. Raucher wollen ein selbstbestimmtes Leben führen, in dem Sie selbst über das Datum ihres Todes entscheiden.
3. Rauchern ist der frühere Tod von Nichtrauchern egal, sonst würden sie in Gegenwart von Nichtrauchern nicht rauchen.
4. Von Rauchern wird argumentiert, dass die Nichtraucher entweder nicht in Kneipen gehen dürften, wenn sie keine Atemwegserkrankungen haben wollen, oder sie sollten die Raucher höflich bitten, nicht zu rauchen.
Jeder, der schon einmal mit einem befreundeten Raucher in einer Kneipe beim gemütlichen Plausch gesessen hat, weiß, dass selbst der befreundete Raucher sich durch die höfliche Bitte nur schwerlich beeindrucken lässt. Der Raucher wird dann verhandeln und sagen, dass er nur noch ein oder zwei Zigaretten in der Stunde raucht, statt sonst 10. Der Nichtraucher wird damit troztdem beeinträchtigt, ob er will oder nicht – es sei denn, er ist bereit die Freundschaft aufs Spiel zu setzen.
5. Durch das Rauchen eines Rauchers in einem Raum werden ALLE anwesenden Nichtraucher beeinträchtigt und die anwesenden Raucher sind angeregt, selbst zur Zigarette zu greifen. Dadurch steigt, das Problem enorm.
6. Um diesen sozialen Prozessen entegenzuwirken und damit die Gesundheit vor allem der Nichtraucher zu schützen, wurde dieses Verbot eingeführt.
7. Die Arguemente der Raucher (und Gastwirte) sind immer dieselben: Die Gastwirte und die Raucher sollen selbst entscheiden können, wie sie ihre Gesundheit ruinieren. Da aber gastronomische Einrichtungen zu den Grundbedürfnisanstalten der Gesellschaft gehören, in denen die Menschen dem Bedürfnis nach Geselligkeit auf die denkbar komfortabelste Weise nachgehen können, ist es geradezu ein Akt der Diskriminierung von Nichtrauchern, wenn sie Kneipen, Pubs und Diskotheken nicht aufsuchen können, wenn sie ihre Gesundheit nicht ruinieren wollen.
Zu guter Letzt noch einmal die Frage in die Runde an die an unserer kleinen Diskussion beteiligten Gastwirte:
Welche Gäste sind Euch lieber, wenn Euer Umsatz in keinster Weise davon beeinflusst wäre – die Raucher oder die Nichtraucher? Und warum?
July 12th, 2008 at 1:18 pm
Wer sich über die Auswirkungen des Rauchens auf die Gesundheit informieren möchte, der schaue bitte hier nach:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen#Auswirkungen_auf_die_Gesundheit
In Deutschland rauchen zur Zeit etwa 27% der Bevölkerung, das sind 22 Millionen Menschen. 120.000 davon sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Im Lauf der nächsten 80 Jahre werden etwa 9.600.000 Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben sein. Das sind 44 Prozent.
Laut Weltgesundheitsorganisation stirbt die Hälfte aller langjährigen Raucher vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Etwa die Hälfte aller tabakbedingten Todesfälle tritt bereits im mittleren Lebensalter zwischen 35 und 69 Jahren ein. (PDF)
Die WELT schreibt
July 12th, 2008 at 9:54 pm
ENDLICH ! Rauchfreie Aufenthalte im Gasthaus . . . Kein rücksichtsloser Raucher am Nebentisch – Man kann durchatmen beim Essen !
July 12th, 2008 at 10:03 pm
Endlich ! Kein Raucher am Nebentisch, in einer Gaststätte, welcher sich rücksichtslos eine Zigarette nach der anderen anzündet. Man kann beim Essen und Trinken nun endlich durchatmen. Lang ersehnt – nun endlich real…
July 13th, 2008 at 1:29 am
Jeder Raucher weiß dank der umfänglichen Aufklärung, daß Rauchen der Gesundheit schadet. Wenn sich jemand trotzdem für das Rauchen entscheidet, dann ist das eine persönliche Entscheidung.
Jeder Wirt einer Gaststätte kann seine Gaststätte als Nichtrauchergaststätte deklarieren. Niemand will das verbieten.
Das “Thüringer Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens” greift aber in die Privatwirtschaft auf eine Art und Weise ein, wie ich sie bisher nur von diktatorischen Systemen kenne.
July 13th, 2008 at 9:36 am
Also liebe oder lieber eyu, dieses Gesetz greift also wie in diktatorischen Systemen in die Privatwirtschaft ein?
Mit Verlaub, aber das ist ja wohl Grütze was Du da schreibst, und ich habe eher die Vermutung, daß Du das gar nicht überblicken kannst, was Du da schreibst.
Dieses Gesetz greift ungefähr so sehr in Deine heilige Privatwirtschaft ein wie die gesamten Hygienevorschriften. Diese sollen sicherstellen, daß Du nichts essen musst, was in verschimmelten Lagerräumen war und daß Du kein Gammelfleisch essen musst. Denn wie die Realität ja zeigte, regelt es eben doch nicht der Markt, daß nur sauberes Fleisch zum Verzehr angeboten wird. Oder wie die gelegentlichen Fernsehreportagen mit den Hygieneinspektoren zeigen, ist es eben doch nicht überall selbstverständlich, daß Sauberkeit zu herrschen hat.
Und, regst Du Dich über die Hygienevorschriften genauso auf? Ach nicht? Und warum nicht? Sind Dir wohl zu streng? Greifen zu sehr in Dein Recht ein, Dir eine Gaststätte mit dem Grad der gewünschten Hygiene selbst auszusuchen? Du mündiger Bürger Du…
July 13th, 2008 at 9:44 am
Und, liebe/lieber eyu, wenn jeder Raucher dank der umfänglichen Aufklärung weiß, daß Rauchen der Gesundheit schadet, warum belästigt er dann sehenden Auges die Nichtraucher mit seinem Qualm?
PS: Kennst Du Leute, die sich die Haut aufritzen, bis das Blut hervorquillt? Diese Leute wissen auch, daß sowas gefährlich ist, machen es aber trotzdem. Verboten ist es ja auch nicht. Aber möchtest Du irgendwo sitzen und zusehen wie sich einer ritzt und er sich dann mal eben deinen Arm vornimmt? Dürftest Du Dich ja nun nicht so anstellen, schließlich fühlt man sich “danach” ja besser und befreiter – frag mal einen, der sich “ritzt”.
July 13th, 2008 at 11:30 am
Bitte keine Grütze-Beleidigungen mehr, strudel, ja? Bleiben wir bitte auf der Sachebene, auch wenn es bei so grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten sehr schwer fällt, ruhig zu bleiben.
Die Beschwerden der Raucher sind verständlich. Es wird ihnen ein vorher ganz selbstverstädnlich zugestandenes Recht aberkannt. Das ist unangenehm und führt bei ihnen zu ebenso verständlichem Ärger. Vor allem muß auch die Erfahrung unangenehm sein, dass einem keine stichhaltigen Argumente einfallen, warum man den Nichtraucherschutz, der jetzt in ganz Deutschland gilt, wieder aufheben sollte. Es gibt nämlich keine wirklich guten Argumente, Nichtraucher vor dem krebserregenden Rauch nicht zu schützen.
Es gibt auch kein gutes Argument, warum man dies ausgerechnet in Kneipen und Diskotheken nicht tun sollte.
Das einzige was geradezu gebetsmühlenartig wieder und wieder von Rauchern als “Argument” eingebracht wird, ist, dass es sich um eine diktatorische Entscheidung des Staates handelt. Dabei vergessen sie, dass 70% der Bevölkerung nicht rauchen und ein großer Anteil dieser 70% ebenfalls hin und wieder mal in eine Kneipe gehen wollen. Also in einer gastronomischen Einrichtung, in der man einfach sitzen, klönen, unter Menschen sein und trinken kann, ohne etwas essen zu müssen.
Meine Frage an die Raucher: Wessen Rechte sollte man eher schützen? Die der Raucher oder die der Nichtraucher? Sollte man nicht einen Kompromiss finden? Wäre es nicht gut, wenn man das Rauchen in Kneipen nicht generell verbieten würde, sondern abgetrennte Raucherräume einrichten würde, in denen die Raucher ihrer Sucht nachgehen können, ohne andere zu beeinträchtigen? Wäre das nicht ein guter Kompromiss.
Oder sollen die Nichtraucher durch die Raucher nun wieder aus den Kneipen vertrieben werden?
July 13th, 2008 at 3:32 pm
Ich glaub hier haben viele echt die Realität verloren? Ich habe im Jahr 1995 für 400.000 DM eine Gaststätte mit Saal gekauft! Zur Zeit sind auch noch 130.000 Euro Schulden drauf, aber in 10 Jahren hätte ich es geschafft! Aber unter diesen neuen Herausforderungen sei es dahin gestellt? Werde jetzt sicherlich nicht an Krebs kaputt gehen, sondern schon viel früher finanziell! Armes Deutschland! Nochmals, jedem Betreiber sollte es selbst überlassen sein, ob er Raucher- oder Nichtrauchergaststätte macht! Und wem es als Nichtraucher nicht gefällt, dem werde ich selbstverständlich einen Nichtraucherraum zur Verfügung stellen!
July 13th, 2008 at 6:01 pm
An Terminators Kommentar sehen wir, wo der Hase im Pfeffer liegt. Die Gastronomen wollen das Rauchverbot nicht, weil sie Angst vor finanziellen Einbußen haben. Also nicht, weil Raucher die spendierfreudigeren oder sympathischeren Gäste wären. Nein, weil sie diejenigen sind, die durch ihren Rauch bisher die Lufthoheit in den Kneipen für sich beanspruchten.
Deshalb zwei Fragen an Dich, Terminator:
1. Wie hoch sind Deine Verluste (im Verhältnis zum Gewinn des Vormonats) seit dem 1. Juli genau (ehrlich!)?
2. Warum hältst Du es nicht für möglich, dass auch in Deutschland genau dasselbe passiert, wie in allen anderen Ländern in denen das Rauchverbot bereits gilt? Dass nach kurzzeitigen Umsatzeinbußen in der Übergangszeit, in der sich die Nichtraucher daran gewöhnen müssen, dass sie jetzt wieder unbeschadet eine Kneipe betreten dürfen, sogar Umsatzzuwächse zu verzeichnen sind, da die Zahl der Nichtraucher in der Regel höher ist, als die Zahl der Raucher?
Dänemark: Seit der Einführung des Rauchverbots in Gaststätten am 01. September 2007 verbuchten die Schankwirte eine Umsatzsteigerung von acht Prozent (http://tinyurl.com/62ndbr)
Großbritannien: Das Rauchverbot wird von nahezu zwei Dritteln der Wirte befürwortet. Zehn Prozent der Pubs stellten fest, dass sich der Umsatz verbessert hätte, weil mehr Nichtraucher zum Essen kommen.
Irland: In Irland, wo das Rauchverbot schon viel länger gilt, hat es keinerlei negative Folgen für den Umsatz im Gaststättengewerbe (http://tinyurl.com/6cmvn4)
USA: Gaststätten-Betreiber in den USA können bei Rauchfreiheit ihrer Einrichtungen mit Umsatzzuwächsen und Neukunden rechnen. (http://www.kpmg.co.uk/news/detail.cfm?pr=2085)
Neuseeland: In Neuseeland ist der Umsatz in der Gastronomie 2005 um fast 10% gestiegen.
July 13th, 2008 at 6:21 pm
Ok, lassen wir die Grütze in der Schüssel.
Sachsen: Nach persönlichen Gesprächen mit Bedienungen und anderen “Kneipengängern” war dort ein ähnlicher Effekt wie in den von sapere aude genannten Ländern eingetreten. Nach kurzem Besucherrückgang waren wieder genausoviele Gäste zu verzeichnen wie vorher. Und warum? Weil die Leute einfach keinen Bock haben zuhause rumzulungern.
July 13th, 2008 at 8:48 pm
Mag alles stimmen was ihr da schreibt? Aber weshalb schließen denn nach und nach in Kassel die Kneipen? Sicherlich deshalb, weil man sich vor der Nichtraucherkundschaft nicht mehr retten kann?
Mein Umsatz ist in den ersten zwei Wochen seit dem das Rauchverbot gilt um ca. 20 % zurück gegangen, obwohl ich einen Raucherraum und Biergarten habe!
July 14th, 2008 at 10:30 am
Im Verhältnis zum Vormonat? Hast Du Public-Viewing während der EM angeboten? Das könnte nämlich dazu beigetragen haben, das Dein Umsatz im Juni höher war.
Und würdest Du ausschließen, dass Dein Umsatzrückgang auf Erhöhung von Energie und Lebensmittelpreisen sowie die Mehrwertsteuer zurückzuführen sind und nicht ausschließlich mit dem Rauchverbot zu tun haben?
Übrigens sind die Umsätze im Thüringer Gastgewerbe auch im Dezember 2007 – also als das Rauchverbot noch lange nicht galt – in der Getränkegeprägten Gastronomie um 15% zurückgegangen … in der Speisegeprägten Gastronomie sind sie dagegen gestiegen.
http://tinyurl.com/6onwk9
July 14th, 2008 at 11:30 am
Ich weiß jetzt wie ich den Umsatz wieder steigern werde: Ich werd jetzt jeden Abend meine Gaststätte ab 21.00 Uhr schließen. Und für meine Stammgäste mach ich dann Geschlossene Gesellschaft! Ihr habt ja so Recht mit dem Rauchverbot! Aber in allen 15 Bundesländern gilt fast ein anderes Gesetz! Chaos pur in Deutschland! Und die Feiern kann eh der Gastgeber bestimmen ob geraucht wird, denn wie heißt es so schön im Thüringer Gesetz: Rauchverbot gilt da, welches öffentlich zugänglich ist!
July 14th, 2008 at 7:58 pm
Lieber Terminator, da muss ich Dich leider enttäuschen. Das Rauchverbot gilt in allen öffentlich zugänglichen Räumen und den Gaststätten. Mit den “öffentlich zugänglichen Räumen” sind vorrangig die Öffentlichen Einrichtungen gemeint, siehe § 2 Nr. 1 ThürNRSchutzG. Tatsächlich stehen die Worte “soweit sie öffentlich zugänglich sind” nur in § 2 Nr. 7 ThürNRSchutzG und bezeichnen “Vereins-, Gemeindehäuser und Betriebskantinen” soweit sie eben der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Du findest das Thüringer Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens (Thüringer Nichtraucherschutzgesetz – ThürNRSchutzG -) übrigens als durchsuchbares PDF-Dokument im Thüringer Gesetz und Verordnungsblatt Nummer 13 vom 20. Dezember 2007 auf Seite 257.
Das mit den Familienfeiern stimmt (zumindest für Thüringen) so übrigens auch nicht. In der Broschüre “Fragen und Antworten zum
‘Thüringer Nichtraucherschutzgesetz’” (PDF-Datei, zu finden hier) wird genau diese Frage wie folgt erläutert:
Gilt das Rauchverbot in der Gastronomie auch für Familienfeiern und geschlossene Gesellschaften?
Auch für geschlossene Gesellschaften in Gaststätten gilt das Rauchverbot, es sei
denn, die Veranstaltung findet in einem vollständig abgeschlossenen Nebenraum
statt, der als Raucherraum ausgewiesen ist.
und weiter:
Wie muss ein Raucherraum beschaffen sein?
Ein Raucherraum muss ein vollständig abgeschlossener Nebenraum sein. Er ist
als Raucherraum zu kennzeichnen und muss baulich von den übrigen Räumen so
getrennt sein, dass ein ständiger Luftaustausch zwischen diesem Raum und den
auch für Nichtraucher bestimmten Räumen, wie Treppenhäuser, Flure oder andere
angrenzende Räume, nicht besteht.
In einer Gaststätte ist der Raum mit dem Thekenstandplatz der Hauptraum, in
dem das Rauchverbot gilt. Dieser Raum kann nicht zum Nebenraum mit Raucherlaubnis
erklärt werden. Eine Räumlichkeit mit Raucherlaubnis ist dem Hauptraum
funktionell untergeordnet. Es kann also nicht der Schankraum, nicht der Festsaal
und auch nicht ein Durchgangsraum zum eigentlichen Gaststättenbereich sein.
Aber ich wünsche Dir trotzdem immernoch viele Gäste.
July 14th, 2008 at 9:21 pm
Was strudel in seinem letzten Eintrag sagt, ist korrekt. Allerdings müßte der Staat schon Undercover-Agenten einsetzen, um in eine Raucherrunde in einer zugeschlossenen Gastwirtschaft zu kommen.
Was strudel in seinem Eintrag vom 13.7.2008, 9:36 schreibt, ist Demagogie (lt. Wahrig, Deutsches Wörterbuch: Aufwiegelung, Volksverführung). Die Herstellung von Gammelfleisch ist Betrug. Ich wüßte nicht, was Rauchen mit Betrug zu tun hat.
sapere aude hat einen Aspekt angesprochen, den ich bisher nicht extra erwähnt habe: Das staatlich verhängte Rauchverbot betrifft insbesondere Einraum-Kneipen, die keine Chance haben, einen Nichtraucherraum einzurichten.
Ich habe zwei befreundete Wirte. Beide machen seit Jahren die Hälfte des Geschäftes mit “geschlossenen Gesellschaften”, sprich Geburtstags-, Konfirmations-, Heirats- und Todesfeiern, die andere Hälfte hauptsächlich mit Stammgästen, die nach Feierabend bei einem Glas Bier quatschen und eine Zigarette rauchen.
Einer dieser Wirte hat seit -zig Jahren getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher. Den Hauptumsatz im allabendlichen Geschäft macht er im Raucherraum.
Der andere hat nur eine Einraumkneipe. Trotzdem kommen Nichtrauchergesellschaften, da man wegen der guten Absaugung nichts davon merkt, wenn am Vorabend geraucht wurde.
Die Taliban verbieten öffentlich zu musizieren und zu tanzen. Sie haben dafür allerdings auch eine jahrhunderte alte Rechtsgrundlage.
July 15th, 2008 at 2:36 pm
Vielen Dank für die Grüße zur Umsatzsteigerung. Ja seitdem ich das so mache, abends 21.00 Uhr Haustür zu und somit das Rauchverbot aufhebe, hab ich wieder gut zu tun!
Aber zum Punkt zu kommen. Ich bin auch Nichtraucher, muss aber wegen meiner finanziellen Situation so reagieren. Ja und bei Familienfeiern ist natürlich auch das Rauchverbot aufgehoben. Lang ist es her dass man für solche Anlässe noch ne polizeiliche Erlaubnis brauchte! Und wenn dort ne Feier in der Gaststätte ist, hat auch kein Dritter dort was zu suchen, auch nicht die vom Ordnungsamt. Das wäre nämlich Hausfriedensbruch!
Weshalb erlaubt man denn in Thüringen in Vereinshäusern oder Festzelten das Rauchen? Warum wurde in Bayern jetzt zum Oktoberfest das Rauchverbot in Festzelten aufgehoben? Etwa wegen der Wahl? Dann wird es ja sicherlich 2009 in Thüringen komplett das Rauchverbot ausgesetzt? In Nordrhein Westfalen gibt es immer mehr Raucherklubs in Gaststätten! Ist denn die Bundesregierung nicht in der Lage ein einheitliches Gesetz raus zubringen? Und so lang selbst der Pressesprecher des Gesundheitsministeriums in Erfurt Thomas Schulz (siehe Bildzeitung vom 30.06.08) falsche Aussagen verfasst und die Thüringer Landeszeitung die Nichtraucher auffordert vor die Tür zu gehen (TLZ vom 13.05.08 „Zum Nichtrauchen bitte vor die Tür“) ist es mit dem Gesetzt in Thüringen eh nicht ganz weit her! Die Gastwirte haben nämlich noch nicht mal ein Rundschreiben erhalten, wie überhaupt die gesetzlichen Richtlinien zu haben sind! Stattdessen gibt es lieber von der Handwerkskammer Erfurt Beitragsbescheide! Gesetzliches zahlendes Pflichtmitglied, wo ich gar nichts von denen habe! So etwas hatte ich schon mal zu DDR Zeiten, da musste ich in die DSF! Mindestens 10 Jahre hatte ich ne Konkurrenz im Ort. Eine Gaststätte die von ABM – Kräften geführt wurde. Jetzt, seit ein paar Jahren, eben ne andere Gaststätte die von einem Hartz IV Job betrieben wird! Weil dieses vereinsmäßig gemeinnützig ist, brauch auch bis zu einem bestimmten Umsatz keine Steuer bezahlt werden! Gut man kann das so drehen das man gar keine Steuer bezahlt! Aber die fleißigen Steuerzahler sind doch nur die Deppen. Deshalb hab ich auch keine Angst vor dem Entzug der Gaststättenkonzessionserlaubnis bei eventuellen Kontrollen des Rauchverbots! Dann werd ich es auch so machen wie es bisher die anderen taten! Nur dem Staat fehlen dann leider noch mehr Steuereinnahmen!
July 15th, 2008 at 2:54 pm
Hab mich grad belesen, in Festzelten ist auch Rauchverbot! War das Wochenende auf ner Kirmes, da galt das sicherlich noch nicht!
July 15th, 2008 at 11:12 pm
Also mal ehrlich: Wer sich auf die Aussagen in einer Bildzeitung verlässt.. schau doch mal ins Bildblog!
Die “gesetzlichen Richtlinien” werden aber nunmal nicht per Rundschreiben veröffentlicht, sondern die Gesetze werden in Thüringen im Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt verkündet welches kostenlos im Internet abrufbar ist (siehe oben).
Und im Falle des Thüringer Nichtraucherschutzgesetzes war das sogar schon am 20. Dezember 2007. Kann mir also keiner erzählen, daß das jetzt überraschend käme. Sogar hier in der TBZ wurde ja darüber berichtet und heiß diskutiert.
Das Rauchverbot galt sicher auch an diesem WE auf der Kirmes schon, aber möglicherweise wird in einer gewissen Übergangszeit von einer strikten Verfolgung “von Amts wegen” abgesehen. Früher oder später wird das sicher stichprobenartig kontrolliert werden. Und wenn erstmal einige Betreiber ein Ordnungsgeld bezahlen mussten, werden es sich die anderen Betreiber dreimal überlegen, ob sie das Rauchen gestatten werden (wo es eigentlich verboten wäre).
July 16th, 2008 at 11:16 pm
In unserer Kleinstadt zeigt das Inkrafttreten des Thüinger Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens bereits erste Wirkungen:
Egal ob es ein Gerücht oder wahr ist – ein Inhaber einer angeblich auf Kreditbasis aufgebauten Gastwirtschaft soll andere Gaststätten angezeigt haben, weil dort trotz des Thüringer Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens geraucht würde.
Genau sowas brauchen wir in Deutschland!
July 17th, 2008 at 10:06 am
Weshalb hat er denn die anderen Gaststätten angezeigt? Laufen ihm denn seine Kunden weg? So bekommt er sie garantiert nicht wieder! Er kann doch sogar froh sein, jetzt laufen sicherlich alle Nichtraucher zu ihm? Oh wei, oh wei. Das sind ja Stasimethoden!
Nach den explodierenden Preisen hier in Deutschland und das gegenseitige anschwärzen der Leute, bewegt sich langsam unser Land auf einen Bürgerkrieg zu!
Wahrscheinlich brauchen wir dieses in Deutschland?
July 22nd, 2008 at 3:57 am
Wo bleibt denn eigentlich die Durchführungsverordnung für das ThürNRSchutzG, in der festgelegt wird, wie groß der Hinweis auf das Rauchverbot sein muß?
Trauen sich unsere Politiker nicht mal mehr eine Durchführungsverordnung zu erlassen – haben sie etwa Angst vor den nächsten Wahlen?
July 31st, 2008 at 12:34 am
Das Urteil aus Karlsruhe ist der Witz, beziehungsweise sich selbst widersprechend, oder auch von den Medien falsch kolportiert worden:
Kleine Kneipen dürfen nun wieder Rauchen lassen, weil sie nicht die Chance wie große Kneipen haben, einen Raucherraum einzurichten.
Sie dürfen dann aber kein Essen anbieten.
Also: Große Kneipen dürfen Essen anbieten und Rauchen im Extraraum zulassen, kleine Kneipen dürfen entweder Rauchen oder Essen lassen.
July 31st, 2008 at 10:42 pm
Wie es aussieht muss ich wohl jetzt aus meinen zwei Gasträumen die Wand raustrennen, so dass ich dann einen Raum habe und dort darf dann überall geraucht werden?
August 14th, 2008 at 12:53 am
Ein Schüler fragte Konfuzius (551-479 BC) worauf es in der Verwaltung eines Staates vorzüglich ankomme.
Konfuzius antwortete: “Auf ein tüchtiges Heer, auf Wohlhabenheit des Volkes und darauf, daß das Volk Vertrauen zu seinem Herrscher hat.”
Der Schüler fragte weiter: “Wenn aber nicht alles zu erreichen ist, worauf kann man am ehesten verzichten?”
“Auf das Heer” war die Antwort.
Als der Schüler noch weiter fragte, antwortete er: “Speise und Trank sind zum Leben notwendig, allein früher oder später muß doch jeder sterben; ohne Vertrauen aber ist es unmöglich, daß ein Staat auch nur einen Tag besteht.”
September 5th, 2008 at 12:12 pm
Die durch den Tabakkonsum verursachten Schäden für die Volkswirtschaft bezifferte die Krebshilfe auf nahezu 40 Milliarden Euro im Jahr. Die in Deutschland aus der Tabaksteuer erzielten jährlichen Einnahmen betrügen dagegen nur 14,3 Milliarden Euro, etwa im Jahr 2007.
September 5th, 2008 at 7:37 pm
Dann verbietet doch den Mist komplett! Und nicht so wie es hier in dem Staat abläuft!
Ich gehe nicht mehr wählen, weil die doch oben sowieso das Geld nur hinter her geschmissen bekommen und sie sind nicht in der Lage einheitliche Gestze zu schaffen!
September 7th, 2008 at 1:52 am
Dürfte man bitte erfahren, wie die Krebshilfe zu dieser Einschätzung kommt?
Ist es vielleicht wie bei dieser Heidelberger Studie über die Folgen des Passivrauchens, daß Zahlen willkürlich angepaßt, wenn nicht erfunden werden?
September 7th, 2008 at 3:36 am
Hallo Terminator,
Deine Einstellung ist verständlich, aber falsch!
Wie wäre es mit
“Raucher gehen wählen! Und verpassen einen Denkzettel!”
Nichtraucher, die von der Anti-Raucher-Kampagne betroffen sind, dürfen sich gerne beteiligen!
September 9th, 2008 at 9:59 pm
Habe gerade von einem Coup erfahren, wie der Staat seine Steuereinnahmen zu schützen sucht – und der wahrscheinlich einzig und allein darauf abzielt, es Leuten so schwer wie möglich zu machen, ihre Zigaretten selbst zu stopfen.
Das geht noch tiefer als es die Kommunisten jemals versucht haben.
Falls die Auslegung von eBay stimmt, verbietet es den Verkauf einfacher elektrischer Geräte (es geht um eine Zigarettenstopfmaschine für den Hausgebrauch, die nicht zur industriellen Produktion geeignet ist) an Privatpersonen:
Seit dem 16.04.2007 ist der Verkauf von elektrischen Tabakstopfmaschinen
an Privatpersonen in Deutschland verboten. Insbesondere gilt laut §6 im
TabakStG:
Geraete, die keine einfachen Geraete im Sinn des Absatzes 1 Nr. 3 sind,
duerfen Privatpersonen nicht zum Kauf angeboten oder zur Herstellung von
Zigaretten aus versteuertem oder steuerfreiem Rauchtabak bereitgestellt
werden.
Leute, überlegt Euch was Ihr wählt!