Bodo Ramelow die Dritte
In der Wikipedia läuft derzeit eine Debatte über die Präsentation des Videos aus dem Wahlkampf 2004.
In der Wikipedia läuft derzeit eine Debatte über die Präsentation des Videos aus dem Wahlkampf 2004.
Linkspartei-Repräsentanten sind nachvollziehbarerweise sehr besorgt über ihr Bild in der Öffentlichkeit. Und so manches Mal greift man in dieser Partei zu drastischen Maßnahmen, das eigene Bild in der Öffentlichkeit zu optimieren. In der letzten Woche wurde ein Blogeintrag der THÜRINGER BLOGZENTRALE aus der Indizierung bei Google gelöscht. Es handelte sich um einen Beitrag mit zwei Videos, die Ramelow als manchmal etwas zu enthusiastischen Zeitgenossen zeigten.
Heute haben wir in einem Beitrag der WIKIPEDIA über den Kanidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, eines der beiden Videos verlinkt. Eine zehnminütige Reportage über Bodo Ramelow im Wahlkampf 2004.
Die Wartezeit bis zur wahrscheinlichen Veränderung des Wikipedia-Beitrages durch aufmerksame Beobachter vertreiben wir uns mit einem Video der Thüringer Augenzeugen:
——————————-
Update: Und schon ist es passiert. Der Link auf die Reportage wurde gelöscht. Das hat nicht mal 10 Minuten gedauert.
Zum Anfang der Woche stand die Seite des Beitrags über den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten für Thüringen unter den den ersten zehn Suchbegriffen bei Google bei der Suche nach “Ministerpräsident Bodo Ramelow” . Inzwischen ist die THÜRINGER BLOGZENTRALE aus der Google-Suche zu diesem Suchbegriff verschwunden.
Auf Seite 4 der Suchergebnisse bei Google wird nur die Startseite indiziert. Die Seite des Beitrages selbst ist bei Google nicht mehr zu finden.
Dass üblicherweise die jeweiligen Seiten der Beiträge (mit Datum und Titel) bei Google indiziert werden, kann man sich am Beispiel des Suchbegriffes “Thüringer Blogwanderung” betrachten.
Es darf spekuliert werden, wie es zu diesem Schritt gekommen ist. Der begonnene Wahlkampf ist dabei sicher nicht die unwahrscheinlichste Ursache.
Auf reges Interesse stößt der Beitrag aber auch ohne Google.
Dass die Linkspartei zu Verschönerungen ihres Bildes im Internet neigt, ist nicht neu. Erst vor zwei Wochen sorgte der Fall eines Linkspartei-Abgeordneten für Schlagzeilen, da er kurzzeitig deutschlandweit den Zugang zum Internet-Lexikon Wikipedia sperren ließ, weil er sich in den Beiträgen verunglimpft sah.
*************************************************************************************************
Update: Wir sind wieder drin, mit diesem Beitrag hier, hihi. Mal sehen wie lange … Screenshot hier:

Update 2 (30.11. 2008, 17:45 Uhr): Inzwischen ist der Beitrag wieder da und sogar an prominenterer Stelle als zuvor. Wandert aber nun wahrscheinlich kontinuierlich nach hinten.
Eine Studie der Universität Leipzig hat ergeben, dass rechtsextreme Einstellungen in Deutschland immer noch sehr verbreitet, wenn auch leicht rückläufig sind. Eine genauere Betrachtung der einzelnen Bundesländer unterstreicht zudem, dass der gängige Ost-West-Vergleich zu kurz greift.
Weiterlesen im Neuen Deutschland
Bodo Ramelow ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Deutschen Bundestag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen. Ramelow will Ministerpräsident werden. Und Ramelow ist bekannt für sein Temperament. Im Juni 2004 schrieb die FAZ über den Jungen Wilden:
“In der PDS-Fraktion, der er seit 1999 angehört und die er seit 2001 führt, ist der Bodo der auffälligste. “
Das Videocast-Portal der Thüringer Allgemeinen, der “Thüringer Augenzeuge“, hatte vor zwei Jahren zum Webstart ein Video Ramelows im Verzeichnis, das zeitweise nicht aufzufinden war. Auf Beschwerden von Seiten der damaligen PDS, wie man munkelt.
Inzwischen ist das Video wieder da, und bei Youtube auch:
(Nachtrag (9. Januar 2009): Das Video wurde vom Filmemacher bei Youtube auf privat gestellt und auf der Webseite des Filememachers entfernt. Auf den Seiten der Thüringer Allgemeinen ist es noch zu betrachten. )
Genauso wie ein anderes Video, in dem sich Ramelow in der Talk-Show “Friedmann” demonstrativ über Unterstellungen und Beleidigungen eines CDU-Vertreters gegen Gregor Gysi entrüstet.
Update: