Ministerpräsident Bodo Ramelow?

Bodo Ramelow ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Deutschen Bundestag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen. Ramelow will Ministerpräsident werden. Und Ramelow ist bekannt für sein Temperament. Im Juni 2004 schrieb die FAZ über den Jungen Wilden:

“In der PDS-Fraktion, der er seit 1999 angehört und die er seit 2001 führt, ist der Bodo der auffälligste. “

Das Videocast-Portal der Thüringer Allgemeinen, der “Thüringer Augenzeuge“, hatte vor zwei Jahren zum Webstart ein Video Ramelows im Verzeichnis, das zeitweise nicht aufzufinden war. Auf Beschwerden von Seiten der damaligen PDS, wie man munkelt.

Inzwischen ist das Video wieder da, und bei Youtube auch:



(Nachtrag (9. Januar 2009):
Das Video wurde vom Filmemacher bei Youtube auf privat gestellt und auf der Webseite des Filememachers entfernt. Auf den Seiten der Thüringer Allgemeinen ist es noch zu betrachten. )

Genauso wie ein anderes Video, in dem sich Ramelow in der Talk-Show “Friedmann” demonstrativ über Unterstellungen und Beleidigungen eines CDU-Vertreters gegen Gregor Gysi entrüstet.

Update:

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8 Responses to “Ministerpräsident Bodo Ramelow?”

  1. Bodo Ramelow Ministerpräsident? - Puffbohne.de-Forum Says:

    [...] Bodo Ramelow Ministerpräsident? Die Thüringer Blogzentrale hat zwei interessante Videos, eine Art Charakterstudie, des Spitzenkanditaten der PDS für die Landtagswahl 2009 eingestellt. __________________ Normal ist das nicht! kAyTIKEL Picturehome [...]

  2. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Google zensiert Beitrag über Bodo Ramelow Says:

    [...] Noch vor einer Woche stand die Seite des Beitrags über den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten für Thüringen unter den den ersten zehn Suchbegriffen bei Google bei der Suche nach “Ministerpräsident Bodo Ramelow” inzwischen ist die THÜRINGER BlLOGZENTRALE aus der Google-Suche zu diesem Suchbegriff verschwunden. Auf Seite 4 der Suchergebnisse wird nur die Startseite indiziert. Die Seite des Beitrages selbst ist bei Google nicht mehr zu finden. [...]

  3. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Wikipedia-Beitrag über Bodo Ramelow Says:

    [...] Linkspartei-Repräsentanten sind nachvollziehbarerweise sehr besorgt über ihr Bild in der Öffentlichkeit. Und so manches Mal greift man in dieser Partei zu drastischen Maßnahmen, das eigene Bild in der Öffentlichkeit zu optimieren. In der letzten Woche wurde ein Blogeintrag der THÜRINGER BLOGZENTRALE aus der Indizierung bei Google gelöscht. Es handelte sich um einen Beitrag mit zwei Videos, die Ramelow als manchmal etwas zu enthusiastischen Zeitgenossen zeigten. [...]

  4. Zensur behindert freie Information und zementiert (Meinungs-)Monopole | Erfurtblog Says:

    [...] Und so wundert es nicht, dass die Bürger eines vermeintlich freiheitlichen Staates zunehmend sensibler auf das Thema Zensur reagieren und Zensur auch im nicht-staatlichen Bereich zu entdecken vermeinen. Nebenan in der Blogzentrale hat der Wahlkampf für das Jahr 2009 bereits gestartet. Mit einigen wenigen Beiträgen wollte man über einen der Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt informieren. Dabei fiel auf, dass gerade diese Beiträge, obwohl eigentlich im Internet öffentlich zugänglich, immer schwieriger aufzufinden sind. Entsprechende Verweise in den Suchmachinen verschwinden. Links in der Wikipedia werden gelöscht. [...]

  5. Bodo Ramelow Says:

    Zunächst möchte ich betonen, dass ich Foren wie die “Thüringer Blogzentrale” als Teil der öffentlichen Meinungslandschaft im Internet wichtig finde und schätze. Der freie Zugang zu und der freie Austausch über Wissen und Informationen gehören zu den wichtigsten Gütern unserer Gesellschaft. Es sind Freiheitsgüter und Menschenrechte.

    In den letzten Wochen konnte ich mitlesen, dass hier auch über meine Person einige Diskussionen geführt werden. Da ich als Politiker eine Person des öffentlichen Lebens bin, ist dies erwünscht und es steht natürlich jedem frei, auch Meinungen zu formulieren. Als Politiker lebe ich davon, dass Menschen mich und meine Arbeit kennen. Insofern freut mich die Aufmerksamkeit. Natürlich muss ich da auch Kritik aushalten. Nicht jeder sieht die Dinge so wie ich, da kommt zur Meinungsvielfalt auch der Meinungsstreit. Das macht eine offene und freie Gesellschaft aus, das ist Wesensmerkmal einer demokratischen Kultur. Statt Hofberichterstattung brauchen wir auch die Gegensicht, um Dinge oder Ansichten zu hinterfragen.

    Weniger erfreut war ich allerdings über die Mutmaßungen, meine Partei oder ich würden Einfluss auf bestimmte Internetinhalte oder Internetplattformen nehmen, also auf Angebote, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen. Gemunkelt wird, dass ich etwa durch das Löschen lassen von Einträgen bei Google oder Wikipedia oder von Videos in diversen Portalen Einfluss genommen hätte. Dies ist schlicht unzutreffend und definitiv nicht der Fall.

    Transparenz ist ein wichtiger Maßstab linker Politik. Deswegen dokumentiere ich auf meiner eigenen Webseite mein Leben als Bundestagsabgeordneter und Ministerpräsidentenkandidat der LINKEN. Diese Tagebucheinträge kann auch jeder kommentieren und sofern sie nicht anonym sind und keine beleidigenden Aussagen enthalten, wird auch jeder Kommentar veröffentlicht – egal, ob er mir gefällt oder nicht. Weil mir Transparenz wichtig ist, bin ich aber auch Fördermitglied bei abgeordnetenwatch.de, denn dort wird den Bürgern die Möglichkeit gegeben, politische Entscheidungsträger direkt und öffentlich zu befragen. So erfährt man bestimmte Positionen oder Beweggründe zumindest aus erster Hand. In der „Thüringer Blogzentrale“ wurde dagegen über mein vermutetes Verhalten „spekuliert“, anstatt einfach mal per Mail bei mir direkt nachzufragen. Es wäre über abgeordnetenwatch.de sogar öffentlich möglich und bisher habe ich immer geantwortet. Das soll auch so bleiben und auch die Leser der Blogzentrale sind eingeladen nachzufragen.

    Dann noch das „Wikigate“ meines Fraktionskollegen Heilmann als Beleg dafür heranzuziehen, dass DIE LINKE grundsätzlich zur Zensur neige, ist doch sehr unverhältnismäßig. Die Linksfraktion im Bundestag hat 53 Abgeordnete, einer von denen macht einen, wie ich finde, sehr dummen Fehler, von dem sich unmittelbar darauf die gesamte Fraktion und die Partei distanzierten und das juristische Vorgehen verurteilten. Ich selbst habe nur wenige Stunden nach Bekanntwerden der Angelegenheit auf meiner Webseite geschrieben, dass eigentlich jeder aktive Internetnutzer wissen müsste, das man so etwas nicht macht. Auch habe ich für die Bundestagsfraktion dazu eine Stellungnahme als Podcast aufgenommen.

    Auch Heilmann selbst hat schnell eingesehen, dass es völlig falsch war, wie er da vorgegangen ist. Unsere Fraktion hat sich mit den Wiki-Aktivisten in Verbindung gesetzt und um Entschuldigung gebeten. Es wurden außerdem Anwenderschulungen für interessierte Abgeordnete und deren Mitarbeiter verabredet. Was kann man noch tun, um zu zeigen, dass wir Zensur ablehnen?

    Also: Wer etwas über mich wissen möchte, kann mich gern direkt fragen. Wer sich seine Meinung aus kurzen Videos über mich verschaffen möchte – auch gut. Ich will und werde das nicht erschweren oder gar unterbinden. Nur eben eventuell auch mal meine Meinung dazu sagen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Bodo Ramelow

    PS: Das Video mit Oskar Lafontaine, auf dem ich den Arm des Reporters wegdrücke, beinhaltet leider nicht die Attacke des zugehörigen Kameramanns gegen einen älteren Menschen mit Rollator, der sich von Lafontaine gerade ein Autogramm holen wollte. Der Mann wurde einfach umgestoßen und lag hilflos in der Menge. Das geschah in diesem Moment vor meinen Augen aber eben hinter der Kamera. Hinzu kommt, dass an diesem Tag keine örtliche Polizei da war und sich das BKA für nicht zuständig erklärte. Deshalb waren wir selbst für die Sicherheit Oskar Lafontaines verantwortlich, der immerhin schon einmal bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt wurde. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und dem umgestoßenen Bürger vor Augen habe ich auf das distanzlose Bedrängen des Journalisten überreagiert.

    Ich muss mit den Bildern leben, denn die ausgewählten zwanzig Sekunden scheinen genau das zu treffen, was gewollt war. Dass bis zu diesem Moment Oskar Lafontaine alle Fragen ruhig beantwortet hat, ist nicht dokumentiert. Dass der RTL-Reporter immer wieder allen anderen Journalisten dazwischen schrie, ist ebenso nicht dokumentiert. Und auch die RTL-Beiträge, wo der gleiche Mann in völlig anderen Zusammenhängen Menschen so lange provoziert, bis diese handgreiflich werden, habe ich mir nicht aufgehoben.

  6. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Jetzt spricht Bodo Ramelow Says:

    [...] Herr Ramelow reagiert damit auf verschiedene Beiträge in der Thüringer Blogzentrale zu Spekulationen über Manipulationen von Google-Suchergebnissen und Wikipedia-Einträgen. [...]

  7. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Die Antwort Says:

    [...] Aus diesen Tatsachen, dass ein Beitrag der TBZ aus dem Verzeichnis der Suchmaschine Google verschwunden war, der Tatsache Ihrer so hohen wie selektiven Medienkompetenz, dem Umstand bereits vorhandener Erfahrungen mit der Verhinderung unliebsamer Berichterstattung seitens Angehöriger der Linkspartei, und aus dem Wissen, dass Sie außerdem über die Motivation verfügen, als erster eine Landesregierung unter der Führung der Partei “ Die Linke“, mit Ihnen selbst als Ministerpräsidenten an der Spitze zu bilden, haben wir geschlossen, dass der Kreis der möglichen Verantwortlichen für eine Löschaufforderung klein – wenn auch nicht unzweifelhaft festgelegt ist. [...]

  8. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Läßt Christine Lieberknecht Google-Einträge löschen? Says:

    [...] Bereits ein Beitrag über Jena als “Stadt der Wissenschaft” und ein Beitrag über Bodo Ramelow wurden gelöscht. Nach Beschwerden oder Berichterstattung über die Löschungen in der THÜRINGER BLOGZENTRALE wurden die Beiträge wieder hergestellt. [...]

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