“Weblogs als Tagebuch mit Kommentarfunktion”

Wir werden das Image wohl nicht mehr los – Weblogs als Tagebücher – dabei ist der Artikel von Anna-Lena über die 3. Thüringer Bloglesung und die Thüringer Blogosophäre eigentlich sonst recht manierlich:

tlz.gifNervös wartet Eric Kehler auf seinen großen Auftritt. Gleich wird der 20-Jährige vor den rund 50 Zuhörern lesen, die in die Jenaer Café-Bar «Markt 11» gekommen sind, um das zu hören, was sie sonst nur im Internet finden können: Blogeinträge. «Mein Weblog ist als eine Art Tagebuch gedacht, in dem andere stöbern und ihre Kommentare hinterlassen können», sagt der Informatikstudent. Seit drei Jahren schreibt er aus Gotha unter smikey.de in chronologisch geordneten Beiträgen regelmäßig auf, was er macht, denkt, fühlt – und die Welt kann mitlesen. Doch erst zum zweiten Mal trägt er seine Geschichten einem Publikum vor.

Die Menschen, die sich an diesem Abend unter dem Motto «Netzliteratur: Leben im Hypertext» im Markt 11 versammelt haben, sind selbst größtenteils Blogger, Mittzwanziger, und das, was man gemeinhin als «hip» bezeichnen würde. Für einige von ihnen ist das Internet die Möglichkeit, Freunde und Bekannte über Privates auf dem Laufenden zu halten. Andere nutzen es, um sich über fachliche Dinge auszutauschen. Von Technik über Autos und Sport bis hin zu Strickmustern: Für alles findet man das richtige Blog.

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31 Responses to ““Weblogs als Tagebuch mit Kommentarfunktion””

  1. Smikey Says:

    Aehm. Ich dachte ich wäre nur einer von vielen, die sie interviewt hat. Na prima. Ich hab unser Image zerstört. Oder beibehalten, wie man es nimmt. Und das, obwohl ich es doch ganz anders formuliert habe ^^
    Eigentlich sagte ich, dass es am Anfang als eine Art Tagebuch gedacht war und nun eher zu was anderem, besserem und größerem mutiert ist.

  2. sapere aude Says:

    Ich denke, dieses “Tagebuch”-Problem kriegst Du aus den Journalisten nicht mehr raus. :)

    Man nennt das Pygmalion-Effekt

  3. pulsiv Says:

    den “alten herren” hätte ich gern kennengelernt, der mich da diffamiert hat. :D
    ich finds lustig. :)

  4. sapere aude Says:

    Auch eine Art – ähem – Kompliment: “Charlotte-Roche-Charme”

  5. Marcus Says:

    Da hat aber jemand die Beiträge vom Kolumnistenschwein, dem Geschichtenerzähler und vor allem Cuentacuentos professionell ignoriert.

  6. urbandesire» Blogarchiv » Angriff der Kussmonster - Rückblick 3. Thüringer Bloglesung Says:

    [...] Die TBZ konserviert den Artikel der TLZ [...]

  7. pulsiv Says:

    kolumwas? geschichtenwas? cuentawas? das war doch die smikey-pulsiv-jojo-lesung! altaaaa! :P

    “da schreibt jemand über sein arschloch… zack: charlotte-roche-charme.” wahnsinnig scharfsinnig.

  8. Marcus Says:

    @pulsiv: Das kommt halt davon, wenn man den Menschen in seiner Gänze als Blogger abbilden will: Artfiziell Poetisches bis hin zu Befindlichkeiten des Alltages… am Ende wars dann scheiße.

  9. sapere aude Says:

    “Da hat aber jemand die Beiträge vom Kolumnistenschwein, dem Geschichtenerzähler und vor allem Cuentacuentos professionell ignoriert.”

    Und mich … *uäääää*

  10. sapere aude Says:

    Wo bleiben eigentlich Jojos Filme? Die würd ich mir nämlich gerne nochmal angucken – und vor allem weiterempfehlen.

  11. Smikey Says:

    Hey, Schnulze, Titten, Kacke und bunte Bilder. Was will der ottonormal-denkende Deutsche denn mehr :D

  12. bastih Says:

  13. ReneS Says:

    Ohne der Dame nahe treten zu wollen, aber der Artikel ist eher mäßig.
    Sch(o/ö)n wieder nicht verstanden, dass: a) man sich selbst am Besten unterhält, b) das Internet nicht vereinsamt, c) man Gleichgesinnte finden und treffen kann und d) es besser als Fernsehen ist, e) kreativ ist/macht und außerdem will ich mit keiner Zeitung oder Journalismus verglichen werden. Bloggen ist freie Meinungsäußerung und das ist gut so…

  14. Marcus Says:

    @ReneS: .

  15. ReneS Says:

    @Marcus: Punkt? Ich stehe auf der Leitung…

  16. bastih Says:

    kann rene nur zustimmen. ein enttäuschender artikel. ich erwarte niemals positive resonanz. aber wenn schon, dann sollte es welche sein, die in der materie schwebt… beim lesen kam mir der gedanke, als hätte jemand an dem abend zum ersten mal entdeckt, dass es tatsächlich menschen gibt, die im web schreiben.

    war das lesefreundlich geschrieben? wenn ja, dann absolut: fail.

  17. ReneS Says:

    @bastih: Ein Full-Ack… wie schön… .
    Mich stört auch immer, dass eigentlich immer beim Urschleim beginnend berichtet wird. Es erklärt doch auch sonst keiner, dass Fussball schon im antiken Griechenland modern war und die Erde rund ist…

  18. sapere aude Says:

    Ohne den Artikel schön reden zu wollen …

    Seht es doch mal so: das ist der Eindruck, der von uns entsteht, wenn man uns nicht kennt.

    Aber das kann uns doch scheißegal sein. Wir schreiben, zeichnen, fotografieren doch sowieso, egal, wer da was dazu denkt.

  19. bastih Says:

    ja.

    mich verwundert nur, dass schreiberlinge bei blättern keinen blassen schimmer von netzkultur haben. ich muss nich absolut der freak sein um zu wissen, dass “hip” einfach ein total beschissenes wort ist, bei dem sich jeder jüngerer zeitungsleser denkt… “wie uncool”… das sollte doch mittlerweile bei solchen medien angekommen sein. denn sowas kann ein bild für jüngere potentielle zuhörer auch kaputt machen.

    es wird zeit für ein blogger-magazin… in print. hat jemand eine million euro?

  20. ReneS Says:

    @bastih: Du brauchst für ein Magazin nicht soviel Geld. Das geht auch ohne Kies und rein am Anfang rein mit PDF und so… aber die Leute müssen schreiben wollen und daran scheiterte schon die TBZ.

  21. sapere aude Says:

    @ReneS: .

  22. bastih Says:

    @rene
    meine idee, wäre eine andere… nich autoren nach extra beiträgen fragen, sondern gebloggte geile texte abdrucken (mit vorherriger anfrage…) oder eben als pdf.

  23. smikey Says:

    @bastih: die idee hast du doch schon länger. und mir schwirrt sie auch im kopf rum, seit ich das buch von mcwinkel, frauvonwelt und co kenne… ich finde das sehr sehr gut.

  24. sapere aude Says:

    Das haben wir auch gemacht. Das ist einfach zu aufwendig. Von 100 Texten ist einer lesenswert. Du verlierst irgendwann einfach die Lust …

    Es sei denn, Du machst das deutschlandweit. Da kommt vielleicht mehr Nutzbares zusammen.

  25. bastih Says:

    @smikey
    ja. die ideef indet jeder gut. aber keiner hat lust und zeit dafür auch was zu machen.

    @sapere
    du hast recht. deswegen hab ich mich damit ja auch so schwer.

  26. sapere aude Says:

    Aber das Buch von MC Winkel ist auch im Eigenverlag verlegt – d.h. ein besserer Ringordner … man sieht, es lohnt nicht.

    Verlage wollen keine Texte, die schon woanders erschienen sind. Das mußte z.B. Else Buschheuer leidvoll erfahren. Deshalb hat sie mit Bloggen aufgehört

  27. bastih Says:

    jap. dasselbe problem hatte damals das “mindestenshaltbar” magazin.

  28. Der Geschichtenerzähler Says:

    Wenn ich da mal an die beiden Pressetexte zur Hanauer Lesung erinnern darf. Die waren eindeutig besser…

    Tatsache ist, dass die Presse uns als Konkurrenz sieht und nicht als Bereicherung. Genau das kann man aus dem Text lesen. Man hätte doch schreiben können, dass es schon eine Leistung ist, so viele Leute mit Literatur zu begeistern.

    … und beim nächsten Mal will ich die Charlotte Roche sein!! Ich habe so viel gequirlte Scheiße im Hirn, da hätte schon lange etwas dabei herauskommen müssen!!

  29. Robby Says:

    “Von 100 Texten ist einer lesenswert. Du verlierst irgendwann einfach die Lust …”

    Hmm, ich glaube, ich bin derzeit bei über 1800, macht 18 Stück – das könnte sogar in etwa hinkommen *mwahahaha* :D

    Zum Thema: Was für ein – I’m sorry – schwachsinniger Text. So wirklich schien es um die Lesung ja nicht zu gehen. Und der “Opi” würde mich auch interessieren :D

  30. Pest Krause Says:

    Ich muss zugeben, dass ich auch das böse Wort mit “T” und “agebuch” gebraucht habe, um einem Nichtblogger das Wesen unseres Hobbys zu erklären. Und der Herr Pulsiv, der daneben stand, wutschnaubte vor sich hin. Aber es ist nun mal einfacher, von etwas zu sprechen, was der Gegenüber zu kennen glaubt. Wenn man da erst verschwurbelt anfängt mit “da werden Texte im Internet veröffentlicht und so” dreht der Andere gleich an der Aufmerksamkeitsschraube, glaube ich. Mo sogn jetz, nä?

  31. Maik Says:

    >>> Und der “Opi” würde mich auch interessieren :D

    Also ich bin es nicht -D

    Gab es nicht mal in der “Thüringer Allgemeine” eine Aktion mit dem Namen “Thüringer Tagebücher”, in der Leser, Prominente und Politiker ein Blog schreiben sollten/konnten?

    Schon da wurde der Begriff “Tagebuch” verwendet.

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