Dieter Althaus hat Wahrsagerin besucht
Der Ministerpräsident von Thüringen sagte der Zeitschrift “Frau im Spiegel“, dass er vor seiner ersten Wahl mit einer Wahrsagerin gesprochen hätte. “Die Frau kannte mich nicht und trotzdem lag sie mit ihren Prognosen nicht falsch.” Er werde sie zwar nicht aktiv aufsuchen. “Sollte sich jedoch eine Begegnung ergeben, werde ich mich gerne wieder mit ihr unterhalten.”
Außerdem erklärte Althaus, dass er jeden Tag für Beata Christandl, die Frau, die Anfang diesen Jahres durch sein Verschulden ums Leben gekommen war, bete. Darüberhinaus erklärte er:
“An ihrem Grab zu beten, war eine ganz wichtige Stunde für mich”.
Bereits am Sonntag hatte Althaus über seine fahrlässige Tötung mit der Bild am Sonntag gesprochen.
BamS “Hat das Ihre Ehe verändert?
ALTHAUS: Ich habe mich noch einmal neu in meine Frau verliebt. Unsere Ehe hat einen wichtigen zusätzlichen Impuls bekommen. Wir sind in diesem August 27 Jahre verheiratet. In dieser Zeit standen wir immer zueinander, aber seit 1990 führen wir berufsbedingt eine Ehe auf räumlicher Distanz. Ich arbeite in Erfurt, sie lebt und arbeitet in Heiligenstadt. Im Krankenhaus haben wir nach den Jahren der Fernbeziehung wieder viel Zeit und Nähe miteinander verbracht. Das war für unsere Liebe gut und wichtig.
(…)
BamS: Sie selbst waren sehr schwer verletzt. Hat diese Nahtod-Erfahrung Sie weicher oder härter gemacht?
ALTHAUS: Der Unfall war ein Schub für mehr Sensibilität. Ich gehe jetzt noch mehr auf die Menschen in meiner Umgebung ein. Früher wurde ich schon mal ungeduldig, wenn Mitarbeiter nicht schnell genug Sachverhalte erfasst haben. Heute bin ich geduldiger.
Außerdem bekräftigte Althaus seinen Wunsch, seine Schuld an dem Tod einer jungen Frau aus dem Wahlkampf herauszuhalten:
“Linkspartei und SPD haben zugesagt, dass sie den Unfall im Wahlkampf nicht thematisieren wollen. Ich hoffe, dass das so bleibt.”