3 Responses to “Werner Schulz zum Beginn der Wende am 9. Oktober 1989”
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Posted in Feuilleton, Politik | Monday, October 12th, 2009 | 3 Comments » Trackback
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October 13th, 2009 at 3:04 am
Danke. Das wollte ich auch bei mir verlinken. Wirklich sehr herausragend die Rede. Schön auch das Marx-Zitat und die Lenininterpretation für das geschätzte Bundesmerkel und den Bundeshorst :P
Überhaupt gab es viel “zwischen den Zeilen” zu hören. Ganz im guten alten Stil der DDR-APO.
October 13th, 2009 at 6:10 pm
Werner Schulz hat auf die Tatsache hingewiesen, dass, als 70 000 in Leipzig auf die Straße gingen, die damalige Staatsmacht unfähig war, darauf zu reagieren, weil diese Anzahl der Demonstranten ihre Möglichkeiten zur Gegenwehr übertraf. Das ist eine Erfahrung, die die DDR als auch alle Ostblockstaaten machten und die damit den Status einer
historischen Erfahrung bekam. Von dieser Erfahrung ist in den offiziellen Stellungnahmen der neuen Mächtigen dieses Landes kaum etwas zu hören, enthält diese Erfahrung doch eine für sie gefährliche Lehre: sind der Unmut und die Wut über das herrschende politische System großgenug, um 100 000 Leute auf die Strasse zu bringen, dann ist das System am Ende (zumindest in Europa). Und an diese Wahrheit möchte man das Volk nicht zu oft erinnern. Damit es bei passender Gelegenheit nicht noch auf dumme Gedanken käme.
October 13th, 2009 at 7:52 pm
Ich möchte nicht versäumen, zu erwähnen, dass Werner Schulz bewußt darüber gesprochen hat, dass es die vielen Tausenden brauchte und dass die Kirchen zwar eine nicht unwichtige aber eher untergeordnete Rolle gespielt haben.
Heute inszenieren sich die Mitläuferchristen – wie die Repräsentanten der CDU – als große Widerstandskämpfer. Dass es aber der geballten Kraft von Millionen Atheisten (aus denen die ehemalige DDR-Bevölkerung überwiegend bestand und besteht) bedurfte, die halbverweste DDR-Kamarilla zu stürzen und friedlich(!) und unverdrossen für Freiheit und Demokratie zu kämpfen, das wird heute bei den Dank-”Gottes”diensten gern unterschlagen.