Archive for April, 2010

Protected: So, Zeit für ein bißchen Gute Laune

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Der schweigsame Herr Ramelow oder “Mr. 90 Prozent”

Von Sven

Warum der Bodo und ich immer aneinandergeraten ist mir ein Rätsel. Eigentlich ist er doch ein ganz Netter. Aber jetzt ist es wieder passiert. Bei Twitter natürlich. Wir haben uns in den letzten Wochen so ein bißchen retweetet und ich hatte ihn gebeten, dass er für uns mal was nachfragt, bei der Landesregierung. Ist ja schnell gemacht, auf dem kurzen Dienstweg, so im Landtag.

Hatter auch weitergeleitet, der Bodo. Und so weiß er jetzt auch, dass wir gerne erklärt hätten, wieso der Freistaat Thüringen und vor allem die Landesregierung so mit den Kirchen kuscheln und denen jährlich 22 Millionen Euro schenken. Wir hätten natürlich auch gern ein Statement zum Thema von der LINKEN und insbesondere vom “religionspolitischen Sprecher” dieser erfolgreichen deutschen Partei, der ja – der Zufall will es – unser Bodo ist.

Dauert natürlich ein bißchen, so eine Stellungnahme. Muss ja gut überlegt und abgewägt werden, man will ja nichts Falsches sagen. Geht ja um viel Geld. Und natürlich viele Wähler.

Vorgestern war dann die Sache mit der nordrhein-westfälischen Sozialministerin Özkan. Die junge Muslimin hatte gefordert, dass der Staat weltanschauliche Neutralität wahren sollte und dass Kruzifixe in Klassenzimmern deshalb nichts zu suchen hätten. Das ist ja eigentlich unstrittig, hat aber trotzdem verschiedene Gerichte, z.B. Bundesverfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beschäftigt. Der urteilte: Das Kreuz muss ab!

Das gefiel natürlich ihren christlichen Parteigenossen nicht. Die hatten jetzt Angst, dass ihnen die christlichen Wähler weglaufen. Die sind nämlich der Meinung, dass “christliche Werte” besser sind als alle anderen nichtchristlichen Werte.

Tolle Sache, dachte da sicher der Bodo, da kann man sich profilieren. Machen wir doch mal eine Pressemitteilung.


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Kirchensteuer für alle Thüringer II

Von sapere aude

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nullVom morgigen Mittwoch bis zum Freitag trifft sich der Thüringer Landtag, um über den Landeshaushalt zu beraten und zu beschließen. Ein Posten in diesem Landeshaushalt wird die Zahlung von 22 Millionen Euro an die Kirchen sein.

Vor zwei Wochen berichteten wir, dass jeder Thüringer Steuerzahler damit im Jahr etwa 30 Euro an die Kirchen zahlt.

Jeder nimmt zwar an, dass Kirche und Staat in Deutschland getrennt seien. Das ist aber faktisch nicht der Fall. Die große Mehrheit der Thüringer (70% Nichtchristen) zahlt jährlich einen Millionenbetrag an eine weltanschauliche Minderheit (30% Christen), über den diese frei verfügen kann.

Wir fragten deshalb das Thüringer Kultusministerium (sinngemäß):

1. Wieso die Kirchen ab 2010 plötzlich sogar noch 2 Millionen Euro mehr erhalten sollen

2. Wieso das Land Thüringen inzwischen fast das Doppelte an die Kirchen zahlt, als vor 15 Jahren (obwohl sich die Mitgliederzahl fast halbiert hat)

3. Warum der Staat die Kirchenmitarbeiter bezahlt, wenn Kirche und Staat doch getrennt sind.

4. Was die sogannten “älteren Rechtstitel” eigentlich konkret sein sollen, für die das Land Thüringen ebenfalls ordentlich zu zahlen scheint.

Das Kultusministerium antwortete etwa eine Woche später.

Zur ersten Frage schrieben sie:
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Protected: Papst warnt vor “Zunehmender Digitalisierung”

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Protected: Afghanistan: Gregor Gysi über Respekt und Niveau

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Digitale Parallelgesellschaft

Von Sven

Nun hab ich ja hier im Blog die Möglichkeit zu schreiben was ich will, wie ich will, wann und wo ich will. Alles meine Sache. Ich kann doofe Sachen schreiben oder spannende. Ich kann kritisieren was das Zeug hält und ich kann mich ranwanzen. Ich kann meiner Schreiblaune freien Lauf lassen und jeden, der es liest, damit langweilen. Es kostet nur ein bißchen Zeit. Meine Zeit. Zeit, die ich mit Kartenspielen verbringen könnte oder mit Gartenarbeit, mit Modellbahnbauen oder mit Bücherlesen – oder sogar Bücherschreiben.

Wenn ich Journalist wäre, müßte ich mich fragen, ob die Texte, die ich produziere, verkaufbar sind. Ich müßte Rücksicht nehmen auf Stil, Inhalt, “Nachrichtenwert”, Orthographie, auf Kollegen und Leser, auf Politiker und Anwälte, auf Redakteure und Verleger, auf “Gott” und die Welt.

Als Blogger schreibe ich über die Dinge, die mich interessieren und teile sie den wenigen mit, die dafür ebenfalls brennen. Nix Großes. Keine Show. Einfach Lesen und Schreiben.

Ich muss mich mit keinem Politiker verbrüdern, wenn ich über seine Politik oder die seiner Partei schreiben will. Ich muss ihm nicht in den Hintern kriechen, um ein Interview zu bekommen, muss ihm nichts von Attraktivität seiner Frau vorschwärmen, nichts von der Klugheit seiner Kinder.

Natürlich bin ich naiv.

Ich kenne die ungeschriebenen Regeln des politischen Geschäfts, die Namen, die Verbindungen, die Hinterzimmermännerfreundschaften nicht. Deshalb muss ich mich ihnen auch nicht unterordnen. Ich werde nicht eingeladen und nicht beschenkt. Ich bin zu unwichtig, um gekauft zu werden. Deshalb kann ich meine Meinung über Politiker X und Partei Z auch ganz ungefiltert, unredigiert und ungeschmiert ins Netz absondern.

Ich führe den “herrschaftsfreien Diskurs” auch gern an den Hintern der “Herren” vorbei, die nicht mit mir reden wollen. Aber manchmal wollen sie. Vor allem in der institutionalisierten Krisensituation eines Wahlkampfes zum Beispiel, wenn die üblichen Regeln nicht mehr gelten.

    “In der Krise hat der herrschaftsfreie Diskurs eine bessere Chance als sonst; nicht deshalb, weil es keine Herrschaft mehr gäbe, aber darum, weil man weitherum nicht mehr weiss, wie man Herrschaft ausspielen müsste, um eine gewünschte Wirkung zu erzielen.”

schreibt Hansjörg Siegenthaler. Ein schöner Gedanke, den ich gestern aufgeschnappt habe und der auch für die sogenannte Zeitungskrise gilt.
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Protected: Wir sind dabei: 5. Thüringentag Medien und Ethik

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Protected: Kriegsbegeisterung bei Anne Will

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