Katharina König (DIE LINKE) mobbt den Papst
Von Sven
Es hätte alles so schön beschaulich werden können, heute im Thüringer Landtag. Die FDP hatte einen Antrag eingereicht mit dem der Besuch Joseph Ratzingers im September zum Jahrtausendereignis stilisiert werden sollte. Und die Fraktionen der CDU und SPD ergänzten den Wunsch der FDP um eine Wertedebatte um den ungeheuer wichtigen Aspekt des Fremdenverkehrs.
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Mit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Thüringen findet ein Ereignis von historischer Dimension statt.
Die Landesregierung wurde deshalb von der FPD aufgefordert:
im Vorfeld des Papstbesuchs im Dialog mit den christlichen Kirchen und den Vertretern der anderen, in Thüringen vertretenen Weltreligionen die Diskussion um Werte und Ethik in unserer pluralistischen, freien und demokratischen Gesellschaft verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken und dabei insbesondere
1. die deutlichen Signale aus Rom in Richtung einer verstärkten Ökumene in die gesellschaftliche Debatte einzubeziehen,
2. die Chancen und Impulse des christlichen Wertekanons in der allgemeinen Wertedebatte bei gleichzeitiger Wahrung der Religionsfreiheit zu berücksichtigen
Die Fraktionen der CDU und SPD, die die Landesregierung bilden, stellten einen kleinen Änderungsantrag mit leichten Schwerpunktveränderungen:
Die Landesregierung wurde deshalb von CDU und SPD aufgefordert:
im Vorfeld des Papstbesuchs im Dialog mit den christlichen Kirchen und den Vertretern der anderen, in Thüringen vertretenen Weltreligionen die Diskussion um Werte und Ethik in unserer pluralistischen, freien und demokratischen Gesellschaft verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken
Und im Bereich des Fremdenverkehrs
a) das große Potential herausragender Geschichtsorte des Christentums verstärkt zu erschließen und zu vernetzen,
b) diese Überlieferung als Teilbereich des Kulturtourismus mit besonderem Nachdruck weiterzuentwickeln,
c) im Rahmen der staatlichen Beteiligung an der Lutherdekade dem Gedanken der konfessionellen und religiösen Toleranz besonderes Augenmerk zu widmen
Eine aber machte der schönen Harmonie und Einigkeit über die Freude über den Besuch Joseph Ratzingers einen Strich durch die Rechnung: Die bekennende Christin und Abgeordnete der LINKEN im Thüringer Landtag, Katharina König. Sie benannte ein paar sehr unangenehme Wahrheiten und machte sich damit bei manchen ihrer Kollegen ein paar Feinde mehr:
Es lohnt sich auch, die gesamte Debatte anzuschauen. Soviel Grundfalsches über die angeblich “christlichen Wurzeln” unserer Wertegemeinschaft hat es im Thüringer Landtag selten gegeben. Und selten hat man soviel Verlogenes über einen Papst gehört, der Kindesmißbrauch deckte und Nazis rehabilitierte, Kondome verbot und Schwule, Juden und Frauen diskriminiert.


