Verfassungsschutz-Propagandafilm über Extremismus in Jena
Heute wurde von der JG Stadtmitte Jena ein Video veröffentlicht, das das Thüringer Landesamt für Verfassungschutz im Jahr 2000 als Lehrfilm für Schulen produzieren ließ.
Ausführlich kommen in diesem skandalösen Video der damals wie heute umstrittene Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, Helmut Roewer, sowie Mitglieder des “Thüringer Heimatschutzes” Tino Brandt und Andre Kapke zu Wort.
Das Video, das von dem ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Reyk Seela produziert wurde, stellt Rechts- und Linksextremismus auf eine Stufe. Linke Autonome werden als „gewaltbereit“ dargestellt, während gleichzeitig Tino Brandt, der Chef des rechtsterroristischen „Heimatschutzes Thüringen“ und hoher NPD-Funktionär unwidersprochen erklären durfte: „Wir sind prinzipiell gegen Gewalt.“. Brandt wurde übrigens vom Thüringer Verfassungsschutz mit 200.000 DM gesponsert.
Der ehemalige Chef des Thüringer Verfassungschutzes erklärt in dem Video verharmlosend, dass rechtsextremistische Straftaten sich überwiegend im “Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole” manifestierten, während der “Thüringer Heimatschutz“-Vertreter Kapke ausführlich über linke Gewalt (“Aufbrechen von Briefkästen“) klagen darf:
Anetta Kahane von der Amadeo-Antonio-Stiftung, sprach sich laut JG Stadtmitte mit folgenden Worten ausdrücklich gegen den Film des Thüringer Landesamtes für Verfassungschutz aus:
“Das ist eine derartige Verharmlosung der Anti-Antifa mit ihren militanten Strukturen dass ich das gar nicht fassen kann. Also ich kenne den Andre Kappke als Sprecher des Thüringer Heimatschutzes aus ganz anderen Situationen, wo Leute, die zu Veranstaltungen eingeladen wurden um da zu referieren wie Bernd Wagner massiv angegriffen und bedroht wurden, und da hat er ein ganz anderes Gesicht, ich verstehe nicht wie man ihn hier so etwas sagen lassen kann.”




