Spürt Ihr ihn schon? Sascha Pallenberg hat ihn nämlich vor einer halben Stunde von der Leine gelassen, den “ultimativen Tsunami” für die deutsche Blogsophäre. Er hat auf seinem superdupererfolgreichen Blog einen Eintrag veröffentlicht, in dem er endlich „Butter bei die Fische“ zu packen und Ross und Reiter von “Bloggergate” zu nennen verspricht. Nun denn.
Angeblich soll der Geschäftsführer der Firma onlinekosten.de Emails an Blogger rausgeschickt und ihnen die Vergütung von Linksetzungen angeboten haben.
Onlinekosten.de ist eine Tochterfirma der intergenia AG (bietet alle möglichen Serverdienstleistungen an) … und jetzt kommts … der intergenia gehört auch das noch recht bekannte Weblog Basicthinking. Und mit dem soll onlinekosten.de in der Kontaktmail – laut Pallenberg – auch geworben haben.
~irony~ Sascha Pallenberg hat da einen ganz ganz großen Coup gelandet.~/irony~
Er hat eine riesige Erwartung aufgebaut und diese mit okkulten Tweets und Interviews weiter angeheizt und aufgeblasen – um dann mit seinem “Enthüllungsposting” keine Bombe platzen, sondern aus einem Luftballon pupsend und quäkend die Luft entweichen und die ganze Story letzendlich kläglich in sich zusammenzufallen zu lassen.
Pallenberg beschreibt Praktiken, die in der deutschen Blogopshäre gang und gäbe sind. Ein Skandal wäre es gewesen, wenn er die Blogs, die die Links tatsächlich veröffentlicht haben, beim Namen genannt hätte. Stattdessen spielte er Bundesregierung und Julian Assange in einem und zwang die Schleichwerbeblogger mit seiner Hinhaltetaktik quasi zur Selbstanzeige … bei ihm.
Scheinbar wurde er angebettelt, die Informationen nicht öffentlich zu machen. Und er hat damit Abhängigkeiten generiert. Erpressbarkeit.
Mit der Firma “Barketing” hat die ganze Sache offenbar nichts zu tun. Die Mails von “Barketing” waren aber echt. Das Angebot auch. 50 Euro für einen Link. Das sind die Preise. Das ist nicht neu. Es ist legal. Und es ist scheinbar ganz normal.
Denkt mal drüber nach!