Archive for the 'Feuilleton' Category

Hans Hoffmeister schlägt wieder zu

In der THÜRINGISCHEN LANDESZEITUNG vom 04.06.2012, S. 3, schreibt Chefredakteur Hans Hoffmeister unter dem Titel “Warum wir die Linke brauchen”:

    Eine starke, als kompetent wahrgenommene Linke als Oppositions-, besser Treibmittel der ”Großen” wäre endlich zu wünschen gewesen. Ihre Zukunft steht jetzt in den Sternen. Ihre nächste Krise kommt bestimmt. Und so unselige, dubiose Bewegungen wie die Piraten auch.

Bereits vor zwei Wochen schlug Hoffmeister vor, die Piraten “auszutrocknen”.

Aljazeera über Jena

Der arabische Sender Aljazeera über den wachsenden Unmut des Westens über den Milliardentransfer in den Osten und einen der wenigen Profiteure: Jena.

Romantik im Internet

Ein Rückblick auf die Veranstaltung “Kommunikation versus Geselligkeit? Neue digitale Geschwätzigkeit und romantische Lebenspraxis heute”

Um 1800 bilden sich, nicht zuletzt in Jena, neue Formen des geselligen Miteinanders weiter aus. Auf das „Konzert aus Witz und Poesie, Kunst und Wissenschaft“ (Dorothea Veit) setzend, erhoffen sich die Frühromantiker neue Impulse der Kreativität. Wie gestalten sich die romantischen Geselligkeitskulturen und die soziale Netzwerkbildung um 1800? In welchem Verhältnis stehen die Entwicklung digitaler Kommunikationsmedien wie Blogs, Facebook oder Twitter zu den lebensgeschichtlichen Entwürfen unserer romantischen VorgängerInnen?

Es diskutierten: Prof. Wolfgang Frindte (Psychologe/ FSU Jena); Prof. Miriam Rose (Theologin/FSU Jena); Romina Voigt (Germanistin/Schriftstellerin) und
Moritz Gause (Kunstwissenschaftler/Schriftsteller). Moderation: Dr. Helmut Hühn Es musizierten: Berenike Vollmer, Gesang Emanuel Winter, Piano

Weitere Hintergrundinformationen zur Veranstaltungsreihe Romantischer Realismus im 21. Jahrhundert gibt es hier

TLZ-Chefredakteur Hoffmeister will Piratenpartei “austrocknen”

Unter der Überschrift “Werden wir bald in die Bronze- zeit zurückfallen? Die Diskussion mit der Piratenpartei müssen wir bestehen” hat der Chefredakteur der Thüringischen Landeszeitung, Hans Hoffmeister, in deren heutiger Ausgabe (16. Mai) offenbart, was er von den politischen Inhalten der Piratenpartei kennt und was er von ihnen hält. Wir dokumentieren auszugsweise ein paar Beiträge Hoffmeisters zu einem Interview mit dem Berliner Kulturanwalt Jan Hegemann:

“Das Stichwort Wutbürger müssen wir jetzt auch anverwenden, denn wir reden über Piraterie. Da Sie sich im Urheberrecht auskennen, sind Sie auch der Gesprächspartner für dieses unfassbare Thema. Es soll ja alles als Umsonstkultur angeboten werden, was denkbar ist.”

“Man darf alles runterladen, und man darf auch bald umsonst mit der Tram fahren?”

“Es geht im Kern um die geistige Freiheit?”

“Gibt es Ansätze, dass da auch ein paar Vernünftige sind, mit denen man das diskutieren kann? Diskutieren Sie überhaupt?”

“Die Rechte sind ja deswegen so wichtig, weil man ja auch soziale Dramen auslösen kann und die Kreativität von schöpferisch tätigen Menschen kaputt macht.”

“Es bricht aus dem Künstler hervor… Ganz so ist es sicher nicht. Journalisten kämpfen ja manchmal mit ihrem Text, geschweige denn Schriftsteller. Manche machen auch Übersetzungen, um über die Runden zu kommen, bis sie den großen Impuls haben – sie hoffen darauf. Dieses Ringen würde man ja zerstören.”

“Würden Sie Mitglied bei den Piraten werden und sie dann von innen bearbeiten?”

“Ihre Prognose? Sollte man sie nicht „austrocknen“?”

 

Weitere Informationen über Hans Hoffmeister gibt es hier.

Grass hat recht … sagen nur unbelehrbare Antisemiten?

Von Neidhart von Schwarzburg

Nehmen wir mal an, anstelle des Wortes “Israel” hätte in Grass’ Gedicht “USA” gestanden. Es wäre nicht weniger wahr gewesen.

Aber hätte ein solches Gedicht dann dasselbe Echo erhalten? Hätte es ähnlich verbitterte und haßerfüllte Kommentare gegeben? Die gleichen Vorwürfe? Beleidigungen?
Man muss lediglich ein paar Worte austauschen:
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Gealtert und mit letzter Tinte: Das Gedicht von Günter Grass

Von Neidhart von Schwarzburg

Innerhalb von Stunden hat die Empörung über ein Gedicht von Günter Grass einen Höhepunkt erreicht. Grass schreibt darüber, dass er nun – da Deutschland atomwaffenfähige U-Boote nach Israel liefert – sein Schweigen zur israelischen Atom-Politik beenden möchte. Grass schreibt außerdem, er habe bisher geschwiegen, weil jede Kritik an der Politik Israels schnell zum globalen Antisemitismusverdacht wird. Die hysterischen Reaktionen zeigen: Er hatte recht.

Prüfen wir zunächst kurz die Fakten:

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Sven Regener & 51 Tatort-Autoren im Kampf gegen das Internet

Von Neidhart von Schwarzburg

Die Piraten nehmen den Künstlern das Butterbrot weg. Zeit, dass die Künstler sich dagegen wehren. Großzügige Unterstützung bekommen sie in ihrem Kampf gegen das Internet von ihren Feudalherren in der Medienindustrie

In einem Resümee der Tagung der “Film- und Medienwirtschaft” zum Thema “Urheberrecht in der digitalen Medienwelt” wurde kürzlich festgestellt:

    Solange die sogenannten Netzaktivisten dank enormer Außenwirkung eine “Meinungsführerschaft” in Fragen der Reglementierung des Internets für sich beanspruchen können, sieht sich die Politik auf breiter Basis buchstäblich außerstande, Regelungen zu treffen, die ein gefühltes “Grundrecht auf Internet”, wie es MdB Thomas Jarzombek (CDU) formulierte, zu berühren drohen.

Dagegen muss man etwas unternehmen. Und man hat auch schon eine Lösung:
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Liebe Generation meiner Eltern,

Ihr seid entsetzt.

Ihr seid total baff, dass eine Partei wie die Piraten 7,5 Prozent der Wählerstimmen bekommt. Ihr fragt mich, Euren Sohn oder Neffen, wie das kommen kann. Wie solche Chaoten, wie Computerspinner, die kein Programm haben, außer das Urheberrecht abzuschaffen, es in ein Parlament schaffen. Ihr fragt Euch, was das für Leute sind, die solche Sonderlinge wählen. Ich erkläre Euch das jetzt mal:

Wir – die jungen Wähler zwischen 20 und 40 – haben keine Lust mehr auf eine “repräsentative Demokratie”, in der der das Wort “repräsentativ” nicht für “stellvertretend”, sondern für “schöner Schein” steht. Wir haben Lust auf echte Demokratie. Eine Demokratie an der alle beteiligt sind. Mit einer Partei in der Proporz, Nepotismus und “Ochsentour” noch Fremdworte sind.
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