Archive for the 'Erfurt' Category

Asylpolitik: Thüringer Ex-Minister tritt aus CDU aus

Der Thüringer Landtagsabgeordnete Jürgen Reinholz ist aus der CDU ausgetreten und gehört dem Thüringer Landtag nun als fraktionsloser Abgeordneter an. Er begründete seinen Austritt mit der Griechenland- und Asylpolitik der Regierung Merkel. In dem Nordhäuser Onlineportal nnz-online schreibt er:

Mein Grund für den Austritt liegt allein auf Bundesebene. Er hat seinen Hintergrund in der Politik unserer Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beginnend mit ihrer Politik in der Griechenlandfrage bis hin zu ihrer Asylpolitik. Für all das bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen und auch nicht vor 25 Jahren in die CDU eingetreten.

Nun sitzt er mit den drei fraktionslosen Abgeordneten der AfD im Thüringer Landtag. Um eine Fraktion zu bilden, werden 5 Abgeordnete benötigt, schreibt Martin Debes in der TA.

Die Reaktion der Netzgemeinde:


Den Papst erwarten in Erfurt heftige Proteste

Von Neidhart von Schwarzburg

Am kommenden Freitag und Samstag ist das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Joseph Ratzinger, in Erfurt. Opferverbände, Menschenrechtsgruppen und Bürgerrechtler haben zu friedlichen Demonstrationen aufgerufen. Nicht ohne Grund.

Den meisten Thüringern ist der Besuch Ratzingers egal. Doch ihm schlägt bei seinem Besuch in Thüringen nicht nur Gleichgültigkeit, sondern auch gut organisierte Begeisterung und lautstarke Kritik entgegen.

Die Kirche hat den Besuch so geplant, dass er ein PR-Erfolg werden könnte. Ratzinger spricht vor seinem Besuch in Thüringen im Deutschen Bundestag. Dorthin eingeladen hat sich Ratzinger übrigens selbst.

→”Also, es war der Wunsch des Vatikan, dass der Papst im Bundestag reden kann.” sagt der CSU-Abgeordnete in Deutschen Bundestag Stefan Müller laut Deutschlandfunk und weiter:


    “Der Bundestagspräsident hat im Ältestenrat erklärt, dass der Wunsch des Papstes an ihn herangetragen worden ist. Dieser Wunsch sei über den Vorsitzenden der Bischofskonferenz an den Bundespräsidenten weitergegeben worden. Und das Präsidium des Bundestages hat dann entschieden, diesem Wunsch zu entsprechen und den Papst während seiner Deutschlandreise einzuladen.”

Gegen diese Selbsteinladung und den Auftritt Ratzingers regt sich nun Protest von etwa hundert Bundestagsabgeordneten, die der Rede fern bleiben werden. Der grüne Bundestagsabgeordnete →Christian Ströbele hat zum Beispiel angekündigt, den Plenarsaal zu verlassen. “Ich halte davon nichts”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe) zu der Rede.

    “Ich werde rausgehen. Ich bin auch bei Putin und bei Bush rausgegangen. Unserem Heiligen Vater nehme ich besonders übel, dass er sich in Lateinamerika nicht zu seiner Schuld und der seiner Kirche bekannt hat.”

→Die leeren Sitze sollen mit ehemaligen Bundestagsabgeordneten aufgefüllt werden.

    “Nach Informationen der “Leipziger Volkszeitung” will die SPD-Fraktionsführung mit der Einladung von ehemaligen Abgeordneten die Parlamentarierreihen auffüllen, um den Eindruck des sichtbaren Protestes zu vermeiden.”

schreibt die katholische Nachrichtenseite “domradio”.

Und auch am Erfurter Flughafen wird Joseph Ratzinger von ausgesuchten Thüringern begrüßt werden. Im Vorfeld des Besuches →suchte die Zeitungsgruppe Thüringen mit einem Gewinnspiel “Familien mit Kindern”, die dem Papst bei seinem Einflug zujubeln können.

    Die Gewinner werden in unmittelbarer Nähe zum Roten Teppich stehen, auf dem der Papst zusammen mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht das Ehrenspalier der Thüringer Polizei abschreitet. Nur wenige Meter trennen sie dann vom Heiligen Vater. Näher kommt ihm wohl kaum jemand aus der Bevölkerung.
    Das Angebot richtet sich vor allem an Familien mit Kindern, die zusammen dieses besondere Ereignis in Thüringen erleben möchten.

Die Kinder jubeln dabei einem Mann zu, der das Oberhaupt des einzigen Staates in Europa ist, der kein Parlament besitzt. Entscheidungen werden in diesem Staat nicht demokratisch gefällt, sondern autoritär und totalitär.

Die Thüringer Kinder bejubeln dann auch das Oberhaupt eines Staates, der die Menschenrechte von Frauen, Nichtkatholiken und Homosexuellen nicht anerkennt.

→Und sie jubeln einem Mann zu, der vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen “Verbrechens gegen die Menschlichkeit” angeklagt wurde:

    “Tausende Seiten von Beweismaterial über sexuelle Gewalt, Vergewaltigung und Folter durch Mitglieder des römisch-katholischen Klerus brachten uns zu dem Schluss, dass ein systematischer Angriff auf Kinder und verletzliche Erwachsene seit Jahrzehnten vor sich geht”

stellen die Ankläger fest.

→Die etwa 700 deutschen Opfer der Mißbrauchsfälle in katholischen Kirchen, Kindergärten, Schulen und Internaten werden je etwa 5000 Euro Entschädigung erhalten. Das wären insgesamt etwa 3.5. Millionen Euro.

→Insgesamt mehr als 25 Millionen Euro wird der Besuch des Oberhauptes der Katholischen Kirche in Deutschland kosten.

Im gottlosen Thüringen wird Joseph Ratzinger außerdem von Atheisten und deshalb von überwiegend säkular lebenden und denkenden Menschen empfangen. →Säkulare Regionen wie Thüringen beschrieb Joseph Ratzinger bei seinem Kroatien-Besuch im Juni so:

    “Als Ideal pflegt man den individuellen Wohlstand durch den Konsum materieller Güter sowie durch flüchtige Erlebnisse, wobei die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen und die tiefsten menschlichen Werte vernachlässigt werden”, “Die Liebe” werde auf eine “gefühlsselige Gemütsbewegung” und auf die “Befriedigung instinktiver Triebe” reduziert.

→Ratzinger warnte bei seinem Besuch in Großbritannien außerdem vor dem Atheismus mit dem Vorwurf, dass “der Atheismus der Nazis zu deren extremistischen und hasserfüllten Ansichten geführt“ habe.

Joseph Ratzinger wird also in Thüringen von überwiegend konsumgeilen, erlebnishungrigen, asozialen, wert- und lieblosen Sexjunkies und Nazis willkommen geheißen.

→Wo die sich treffen, verkündet die Thüringer Allgemeine

    Am Freitag wird zu einer Demonstration um 18 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz unter Motto “Heidenspass statt Höllenangst” aufgerufen. Zudem haben Papstgegner zu einer “religionsfreien Zone” am Sonnabend von 7.30 Uhr bis 12 Uhr auf dem Anger eingeladen.

Man sieht sich!

Papst in Thüringen: Einfacher Seelsorger auf Staatsbesuch

Von Neidhart von Schwarzburg

Wie man der weltanschaulichen und der politischen Kritik am Besuch Joseph Ratzingers in Thüringen auf geniale Weise die Luft aus den Segeln nehmen kann, zeigt uns der Erfurter Bischof Joachim Wanke in der Samstagsausgabe der TLZ:

Um der Kritik an den Kosten des Besuches zu widersprechen, führt Wanke ins Feld, dass es sich schließlich um einen “Staatsbesuch” handle, der eben, wie jeder andere Staatsbesuch auch, Geld koste. Den weltanschaulichen Protesten gegen Ratzinger begegnet Bischof Wanke dann allerdings mit dem Argument, dass Ratzinger ja als “Seelsorger” und “nicht als Politiker” komme. Deshalb solle man “Toleranz und Nachdenklichkeit” walten lassen und “keinen falschen Parolen aufsitzen“.

Kosten von 11 Millionen Euro für den Besuch eines einfachen Seelsorgers und Toleranz und Nachdenklichkeit gegenüber dem Staatsbesuch eines Herrschers, der zwar kein Politiker sein soll aber trotzdem einem totalitären Gottesstaat vorsteht, in dem Frauen, Homosexuelle, Anders- und Nichtgläubige nicht oder nur in untergeordneter Position erwünscht sind. Eines Staates, der Empfängnisverhütung und Schutz vor AIDS bis vor kurzem kategorisch ablehnte und verbot. Eines Staates, der Kindesmißbrauch deckte und die Europäische Menschenrechtskonvention bis heute nicht anerkannt hat.

Joseph Ratzinger ist außerdem ein Lügner und Demagoge. So hat er bei seinem Besuch in Großbritannien im letzen Jahr vor “agressivem Atheismus” gewarnt und gesagt, “dass der Atheismus der Nazis zu deren extremistischen und hasserfüllten Ansichten geführt“ habe.

In Thüringen leben heute etwa 70% bis 80% Atheisten.

Adolf Hitler war dagegen Katholik und bemühte oft in seinen Reden den “Herrgott” der ihn und das “Deutsche Volk” zu großem bestimmt hätte.

Und in seiner ersten Rundfunkansprache am 1. Februar 1933 sagte Hitler:

    Indem der ehrwürdige Herr Reichspräsident uns in diesem großherzigen Sinne die Hände zum gemeinsamen Bunde schloß, wollen wir als nationale Führer Gott, unserem Gewissen und unserem Volke geloben, die uns damit übertragene Mission als nationale Regierung entschlossen und beharrlich zu erfüllen. […] So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wieder herzustellen.

    Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

    Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen. […] Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dem Vertrauen unseres Volkes beglücken. Denn wir wollen nicht kämpfen für uns, sondern für Deutschland!

Herzlich Willkommen, Joseph Ratzinger!

Joseph Ratzinger in Thüringen und im Bundestag

Joseph Ratzinger kommt im September diesen Jahres nach Deutschland. Vor allem kommt er aber nach Thüringen. Am Donnerstag, dem 22. September, wird er in Berlin landen und anschließend eine Rede vor dem Deutschen Bundestag halten dürfen. Am darauffolgenden Freitag wird er auf dem Erfurter Domplatz einen Gottesdienst zelebrieren und anschließend zur Wallfahrtskapelle Etzelsbach im Thüringer Eichsfeld weiterreisen.

Der Deutschlandbesuch von Joseph Ratzinger steht unter dem Motto «Wo Gott ist, da ist Zukunft».

Unterdessen regt sich erheblicher Protest gegen den Besuch des deutschen Papstes in Thüringen und seine geplante Rede vor dem Deutschen Bundestag.

Das Erfurter Radio F.R.E.I. berichtet von Planungen kirchenkritischer Gruppierungen für ein regelrechtes “Vatikantribunal”.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele hat angekündigt, den Plenarsaal zu verlassen, wenn Papst Benedikt XVI. wie angekündigt im September im Bundestag eine Rede halten wird. “Ich halte davon nichts”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe) zu der Rede. “Ich werde rausgehen. Ich bin auch bei Putin und bei Bush rausgegangen. Unserem Heiligen Vater nehme ich besonders übel, dass er sich in Lateinamerika nicht zu seiner Schuld und der seiner Kirche bekannt hat.” Kritiker werfen der katholischen Kirche die Christianisierung der Ureinwohner vor. Joseph Ratzinger war zudem in den achtziger Jahren als Präfekt der Glaubenskongregation gegen die lateinamerikanischen Befreiungstheologen vorgegangen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat die angekündigte Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag scharf kritisiert. Es irritiere ihn sehr, dass die römisch-katholische Kirche sich nicht nur als Kirche, sondern auch als Staat verstehe, sagte Schneider der “Berliner Zeitung”.

Ein Protestbündnis plant eine Großdemo zum Papstbesuch. Schwule und Lesben wollen dann gegen Sexualmoral der katholischen Kirche protestieren.

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert die eklatante Bevorzugung der katholischen Kirche gegenüber anderen Weltanschauungsgemeinschaften. Obendrein werde damit eine Organisation hofiert, in der Werte wie Demokratie und Gleichberechtigung der Frau keinen Platz hätten. Dies könne auch nicht dadurch ausgeglichen werden, dass nun auch andere religiöse Oberhäupter in gleicher Weise eingeladen werden. „Wenn nun Vertreter aller möglichen Religionen im Bundestag auftreten würden, würde das die Vermischung von Politik und Religion auf die Spitze treiben“.

Joseph Ratzinger wird als Staatsoberhaupt im Bundestag sprechen.

Beim Besuch Joseph Ratzingers in Großbritannien im September vergangenen Jahr hatte es erhebliche Proteste gegeben. Die Briten lehnten den Besuch Ratzingers aus folgenden Gründen ab:

  • Befürwortung einer sehr eingeschränkten Nutzung bzw. eines Verbots der Nutzung von Kondomen – AIDS-Risiko wird in Kauf genommen
  • Unterstützung der Erziehung von Kindern nach Weltanschauungen getrennt
  • Abtreibungsverbot für alle – auch besonders beeinträchtigte Frauen (Vergewaltigung, Behinderung)
  • Gegner gleicher Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender
  • Mangelhafte Aufarbeitung oder gar Vertuschung der Fälle von Kindesmißbrauch in der Katholischen Kirche
  • Rehabilitation des notorischen Holocaustleugners Bischof Richard Williamson und des Hitler-Verharmlosers Papst, Pius XII.
  • Der Staat Vatikan erkennt außerdem die Europäische Erklärung der Menschenrechte nicht an.

Weitere Informationen unter http://www.protest-the-pope.org.uk/

Betrugsverdacht beim Kinderkanal in Erfurt

Protected: Abstimmungsverhalten Thüringer Bundestagsabgeordneter

This content is password protected. To view it please enter your password below:

Protected: “Zug der Erinnerung” auch in Thüringen

This content is password protected. To view it please enter your password below:

Protected: Wochenende

This content is password protected. To view it please enter your password below: