Pessach

pessach2.jpgGestern, am Abend des 14. Nisan, des ersten Frühlingsvollmonds, begann eins wichtigsten jüdischen Jahresfeste: Pessach. Es dauert sieben Tage und soll an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnern.

Weil die “Zöglinge” damals keine Zeit hatten ihre Speisen gären zu lassen, da sie überstürzt ihre Häuser verlassen mußten, wird im Gedenken an dieses Ereignis keine Nahrung aufgenommen, die die fünf Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel enthält, da diese normalerweise zu einem gärenden Hefeteig verarbeitet werden.

Brot und Brötchen werden am Sederabend durch Matzen ersetzt. Das sind recht geschmacksarme Fladen, die nur aus Mehl und Wasser gemacht werden. Außerdem wird gründlich Frühjahrsputz gemacht, Geschirr und Besteck werden abgekocht und in allen Ecken des Hauses nach Saurem gesucht.

Pessach ist ein Familienfest, das alle an die Zeit des Auszuges aus Ägypten erinnern soll und den Zusammenhalt stärken, jeder soll sich fühlen, als sei er selbst aus Ägypten ausgezogen.

Passend zum Fest zeigt die ARD morgen, Mittwoch, um 20.15 Uhr den Film Ein ganz gewöhnlicher Jude. Prädikat: Unbedingt sehenswert!

Chag Sameach!

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5 Responses to “Pessach”

  1. lesof Says:

    wir feiern wie üblich “postern”. seder wird auf den ostersonntag verlegt,allerdings mit den üblichen speisevorschriften. da ersetzt das osterei dann betz’ah. herrlich,wenn man einfach mal zwei traditionen zusammenknallt…bleibt einem aber auch nix anderes übrig hier. sonst wirds kind gedisst,weil kein osterhase kommt usw. aber wenigstens ein nettes posting…

  2. sven Says:

    na, das is aber nich koscher :o)

  3. lesof Says:

    nee, natürlich nicht. aber sei beruhigt: bis jetzt sind noch keine blitze auf mich abgefahren,wenn ich mich frecherdings nicht an den jüdischen kalender gehalten habe oder daran, daß ne frutti di mare-pizza sträflichst verboten ist.
    kann also so schlimm nicht sein. btw: schon mal versucht, in jena kosher und halbwegs religiös zu leben? nahezu aussichtslos. ich bin heute schon vor erstaunen zusammengebrochen, als ich im toom geschächtetes lamm bekommen habe.und meine sonstigen fleischtools hol bestell ich üblicherweise über den arabischen laden in der neugasse mit. DAS nenn ich mal religiösen dialog!

  4. sven Says:

    hähä :o) muslime haben ja bekanntermaßen keinen religiösen dissens mit juden, sondern “nur” einen politischen – ganz im gegensatz zu christen …

    im wal-amrt und bei tegut gibts matzen … aber sonst … viel obst und gemüse :o)

  5. lesof Says:

    sach ich ja auch immer…kannste nur machen, wenn du auf fleisch weitgegehend verzichtest. bis auf geflügel, aber das will man ja auch erstmal mit ohne blut und überhaupt und außerdem…man muß es ja auch nicht soo streng nehmen.wie gesagt,bei der infrastruktur geht das kaum. ich sag immer, ich fang an, bewußt nach kashrut zu essen, wenn ich hier ohne probleme kosheren käse krieg. vorher fahr ich die vermeidungstaktik. und was die matzen angeht: die back ich ggf selbst – mit matzenmehl aus dem reformhaus..

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