Das letzte Gefecht

Bei Spreeblick werden derzeit angemessene Strafen für Helmut Schmidt diskutiert. Dieser hatte bei einer Theateraufführung gemeinsam mit seiner Frau Loki ausgiebig den vom servilen Personal bereitgestellten Aschenbecher benutzt. Die Schmidts wurden daraufhin von der Nichtraucher-Initiative Wiesbaden wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das seit dem 1. Januar geltende Rauchverbot angezeigt. [Spiegel-Online-Artikel dazu]

Warum tun die das? Nun, vielleicht weil Helmut Schmidt sich mit seiner öffentlichkeitswirksamen Mißachtung geltender Gesetze zum Märtyrer der überall angefeindeten und ausgestoßenen Raucher macht, wie z.B. bei unserem Thüringer Bloggerkollegen hier.

Wie die Zukunft der Raucher angesichts dieses Schicksals aussieht, kann man sich hier anschauen:

Schlimm!

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6 Responses to “Das letzte Gefecht”

  1. Robby Says:

    Hmm, ein bisschen übertrieben finde ich das schon. “Anzeige wegen Körperverletzung” – bei allem Verständnis…

    Interessant, wie von einem Tag auf den nächsten diverse Handlungen regelrecht straffällig werden. Oder zumindest das Potential dazu haben.
    Meine Prognose: Die Rauchintensität/-belästigung wird wohl kaum ausreichen. Wenn sie überhaupt wen getroffen hat, werden sie als Ehrengäste wohl auch entsprechende Ehrenplätze gehabt haben.

    Die Frage, die sich mir als Laie stellt, ist, ob Unbeteiligte überhaupt Anzeige wegen Körperverletzung stellen können – also dann, wenn andere sich und ihren Körper nicht verletzt sehen. Ist ja in etwa so wie Differenzierung und Diskriminierung – *hmm*

  2. Sven Says:

    Das ist eine Stellvertreteranzeige. Es geht in diesem Fall nicht um die tatsächlich entstandene Körperverletzung. Der entscheidende Punkt ist die Öffentlichkeitswirksamkeit und die Notwendigkeit, das Thema auf der Agenda zu halten. Eine öffentliche Debatte um Tabubrüche ist dringend vonnöten, wie wir an den Reaktionen auf den Fall sehen. Die Nerven liegen halt im Moment blank – bei Rauchern aber auch bei Nichtrauchern. Den Rauchern weht derzeit ein – nicht nur im übertragenen Sinne – kühler Wind um die Nase. Denn die Nichtraucher, die bisher immer immer immer stille geduldet haben (selbst die militantesten, wie ich) sind zunehmend weniger duldsam, vor allem in der Öffentlichkeit. Und das schmeckt den Rauchern natürlich nicht und sie beginnen, sich zunehmend zu Märtyrern zu stiliseren und zusammenzurotten.

    Es kommt jedenfalls noch Einiges auf uns zu :o)

  3. Robby Says:

    Naja, man kann’s aber auch übertreiben, finde ich :D

  4. Jan.Profan Says:

    Yo, Danke für den Link. Hat jetzt zwar keine Besucherscharen herein gespült, aber nett war es trotzdem. Ordne mich in Deiner Bloggerliste links mal bitte unter Erfurt ein. Danke.

  5. Sven Says:

    eine folge hatte das ganze offenbar:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/76/154674/

    schmidt schränkt nun das öffentliche rauchen ein. :o)

  6. OlgaPoPolka Says:

    *gähn* Wird das Thema denn nie langweilig…?

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