Will Jena Schulen an die Deutsche Bank verkaufen?
Was klingt wie ein Aprilscherz, ist ausgesprochen ernst: Die Deutsche Bank hat der Stadt Jena ein unmoralisches Angebot gemacht und nun ist man im Stadtrat im Zweifel. Sollen die Jenaer Schulgebäude, im Wert von 100 Millionen Euro, für 15 Jahre an eine Fondsgesellschaft verkauft werden, um damit einen Zinsertrag (durch Umgehung der Erbschaftssteuer) von 1,5 Millionen Euro einzustreichen?
Die Skepsis ist fraktionsübergreifend groß. Der Oberbürgermeister sagte der TLZ: “Ich werde keine entsprechende Beschlussvorlage in den Stadtrat einbringen”.
Grünen-Sprecherin, Anja Kaschta wies auf das Problem der Steuergerechtigkeit hin. Steuern, wie z.B. Erbschaftssteuern, kommen dem Staat zugute. Es sei “geradezu absurd, wenn staatliche Ebenen sich gegenseitig austricksen”.
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July 3rd, 2008 at 7:54 am
Wenn die Deutsche Bank die Schulen kauft, dann kann sie ja vielleicht mal dafür sorgen, dass diese auf den neuesten Stand gebracht werden und darin auch auch Geld inverstieren.
July 5th, 2008 at 11:41 pm
Die Kuh ist vom Eis. Der Stadtrat hat sich gegen den Verkauf der Schulen entschieden. Zu Recht, wie ich finde.
Geld investieren? Wo sollen denn dann bitte die Gewinne herkommen?
September 11th, 2008 at 12:03 pm
Also bei uns wurden auch schon einige Schulen verkauft und das lief eigentlich bislang ganz gut. Die Gebäude wurden bestens in Stand gehalten und das kleine neue Schild am Eingang stört ja nun auch nicht weiter. Hatte aber auch noch nie gehört, dass die Deutsche Bank Interesse an solchen Aktionen hat. Naja dieser Tage sind die ja mit wesentlich größeren Geschäften beschäftigt.