Lokaljournalismus 2.0: “Mein Anzeiger” und “Deutschland Today”

, in der Zeitung und im Radio, stehen in medienwissenschaftlichen Fachpublikationen und Dissertationen. Die THÜRINGER BLOGZENTRALE hat in Hochzeiten mehr als 10.000 Besucher am Tag und ihre Autoren arbeiten auch für die ZEIT, TELEPOLIS, Leipziger Volkszeitung oder die Thüringer Allgemeine. Die THÜRINGER BLOGZENTRALE steht auf Platz vier der hundert beliebtesten Regionalblogs in Deutschland.

Laut Serverstatistik haben wir etwa 37.000 Besuche monatlich. Wir liegen mit dieser Zahl noch vor der Oberhessischen Zeitung (21.828 Visits monatlich) und dem Meininger Tageblatt (26.279 Visits) und ein kleines Stückchen hinter der PSYCHOLOGIE HEUTE (48.533 Visits) oder mit halb so vielen Besuchern hinter dem Naumburger Tageblatt (63.209 Visits):

Aber wir könnten von all dem nicht leben.

Die Jungs und Mädels von den Prenzlauer-Berg-Nachrichten wollen das aber im Laufe eines halben Jahres schaffen. Die Voraussetzungen sind dabei gar nicht so ungünstig. Sie haben ein junges engagiertes Team. Eine ebenso junge, urbane, technikaffine und dicht beeinander lebende Leserschaft … und sie sind vom Fach. Das hat zur Konsequenz, dass man seine Eigenwerbung nicht nur in überregionalen Medien sondern sogar “crossmedial” (Print, Funk und Fernsehen) rüberbringen kann. Zuerst darf SPIEGEL ONLINE jubeln. Dann kommen noch die taz, Deutschlandradio Kultur und sogar das Medienmagazin ZAPP.

Und sie alle faseln etwas von “Der Lokaljournalismus erlebt seine Auferstehung” oder “das nächste große Ding” oder “Regionale Nachrichtenportale boomen” usw.

Das ist natürlich alles Quatsch.

Versuche, regionale “Nachrichtenportale” zu etablieren, gibt es zuhauf. Es ist eine traurige Geschichte zwischen PR, Selbstausbeutung bis hin zu skrupelloser politischer Manipulation. Mit Journalismus hat das alles nicht mehr viel zu tun.

Zunächst muss man aber vor allem auch zwischen Blogs und Regionalportalen unterscheiden.

Oft haben regionale Blogs nämlich tatsächlich noch einen journalistischen Anspruch. Sie wollen alles besser machen als die mit Pressemeldungen, Werbung und sonstiger PR überfrachteten Lokalzeitungen. Die meisten Regionalblogs in Deutschland kommen jedoch nicht über die 15.000 Besuche monatlich hinaus … wenn überhaupt. Von Einnahmen durch explizit gekennzeichnete Werbung kann kein Regionalblogger in Deutschland leben.

Aber auch die Lokalportale sind alles andere als erfolgreich. Ihr Geschäftsmodell beruht vor allem auf bezahlter PR oder personalisierter Werbung in Sozialen Netzwerken. Ihr Problem ist die Unübersichtlichkeit durch Unmengen irrelevanter (Werbe)Information. Das im Beitrag des Deutschlandfunk gelobte Thüringer Pressemeldungsportal “Jenapolis” hat beispielsweise – laut Selbstauskunft – nicht mehr als 50.000 Besucher monatlich – das sind nur rund 1700 pro Tag. Die mehrfache Besucherzahl hat allein das Blog Beetlebum aus Jena. Rund 150.000 Besucher wollen im Monat wissen, was Jojo gezeichnet hat.

Auch Beetlebum kann von seinem Blog nicht leben. Jenapolis ernährt keinen seiner Redakteure. Andere Thüringer Lokalportale sind seit Jahren aktiv und werfen oft lediglich die Hostingkosten ab. Hier also von einem “Boom” zu schreiben, ist nicht nur maßlos übertrieben, sondern offenbar eine gezielte Irreführung der Öffentlichkeit und der möglichen Werbekunden.

Aber es gibt Ausnahmen: Auch Großunternehmen wie die WAZ-Mediengruppe versuchen sich mit wechselndem Erfolg in diesem nahezu aussichtslosen Geschäft. Nach dem euphorischen Start und kläglichen Niedergang der “Onlinetagebücher” in den Internetauftritten der Thüringer Allgemeinen, der Thüringischen Landeszeitung und der Ostthüringer Zeitung, versucht man sich seit Montag an einem ganz neuen Portal: www.meinanzeiger.de

“Mein Anzeiger” erscheint zunächst wie ein schlechter Aufguss eines anderen, bereits kläglich gescheiterten Thüringer Lokalportals: Tolles Thüringen.

Vor zwei Jahren startete “Tolles Thüringen” mit prominenter Unterstützung. Es wurde viel Geld (wahrscheinlich Millionenbeträge) in das Portal gesteckt. Seit Anfang des Jahres ist es nicht mehr zu erreichen.

Und nun will die Zeitungsgruppe Thüringen einen ganz neuen Ansatz starten. Die Redakteure des Werbeblättchens Allgemeiner Anzeiger müssen jetzt Internettagebucheinträge lesen und die “besten” im Allgemeinen Anzeiger abdrucken.

Gleichzeitig will man möglichst organisiert vorgehen, um die Werbung noch besser an den Kunden zu bringen und die “User” an das Portal und den Allgemeinen Anzeiger zu binden. Laut einer internen Information sollen die Mitarbeiter von “Mein Anzeiger” Schulungen besucht haben, in denen es um die Erstellung von “Nutzertypologien“, die Erfassung von “Zielgruppen” und die Identifikation von sogenannten “Meinungsführern” ging.

Ein Honorar erhalten die “Leserreporter” des Allgemeinen Anzeigers nicht. Weder bei der Veröffentlichung bei “Mein Anzeiger” im Internet, noch beim Druck im “Allgemeinen Anzeiger”. Das steht so in den AGB, sagt der Chefredakteur des Allgemeinen Anzeigers, Emanuel Beer, auf Anfrage der THÜRINGER BLOGZENTRALE. Und tatsächlich, der ganze Absatz dieser Geschäftsbedingungen liest sich äußerst bemerkenswert:

    1. Der Nutzer räumt AWV an den vom ihm auf “meinanzeiger.de” eingestellten Inhalten (Texte/Bilder/Bewegtbilder) das räumlich und zeitlich unbeschränkte, jedoch nicht exklusive Nutzungsrecht an den jeweiligen Inhalten ein. AWV ist unter Wahrung des Urheberpersönlichkeitsrechts und der Persönlichkeitsrechte des Nutzers berechtigt, die eingestellten Inhalte für eigene Zwecke zu nutzen, zu vervielfältigen, zu verbreiten, drahtgebunden oder drahtlos auf Abruf zur Verfügung zu stellen (Online-, Zugriffs-, und Übertragungsrecht), zu archivieren und in Datenbanken aufzunehmen, sowie in Printmedien aller Art (insbesondere Zeitungen und Zeitschriften) zu nutzen. AWV ist ferner unter Wahrung des Urheberpersönlichkeitsrechts berechtigt, die eingestellten Inhalte des Nutzers zu bearbeiten und umzugestalten, insbesondere wenn dies aus redaktionellen Gründen und/oder zur Verbindung mit anderen Werken erforderlich ist. AWV kann die vorstehenden Rechte ganz oder teilweise auf Dritte weiter übertragen, ohne dass es einer Zustimmung des Nutzers bedarf.

    2. Für die Einräumung der vorgenannten Nutzungsrechte erhält der Nutzer kein Honorar.

Mit der Aussicht auf den hundertausendfachen Abdruck des eigenen Beitrages lassen sich manche Hobbyautoren wahrscheinlich gern dazu überreden, kostenlosen Content en masse zu produzieren und einzureichen. Die Zeitungsgruppe Thüringen spart so Geld für Autoren und Fotografen und kann die “Leserreporter” als kostenlose Werbeträger einsetzen, weil die nun – verrückt vor Stolz angesichts der eigenen Prominenz als “Journalist” – den Allgemeinen Anzeiger bei Familie und Freunden verteilen.

Man folgt mit dieser Initiative übrigens dem anderen großen Anbieter von Werbeblättern nach. Die “CMAC GmbH”, die “Hallo Thüringen” herausgibt, hat mit “Deutschland Today” vorgelegt. Auch hier erhalten die “Leserreporter” kein Honorar und räumen dem Verlag ein fast uneingeschränktes Bearbeitungs- und Nutzungsrecht ein.

“Mein Anzeiger” und “Deutschland Today” könnten durch die Kombination von honorarfrei produziertem “user generated content” und Werbung in Online und Print für die Werbekunden und die Geschäftsführung der Zeitungsgruppe Thüringen oder die CMAC GmbH ein Erfolgsmodell werden – ganz im Gegensatz zu den Kiezblogs.

Für den Journalismus ist das eine Katastrophe …

So ein Quatsch!Klasse! (+7 von 17 Lesern finden diesen Beitrag klasse)
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51 Responses to “Lokaljournalismus 2.0: “Mein Anzeiger” und “Deutschland Today”

  1. astrodicticum Says:

    Interessanter Beitrag über Lokaljournalismus im Web und Contentgeneration: http://is.gd/sBaGaK

  2. Hermann Wiese Says:

    RT @astrodicticum: Interessanter Beitrag über Lokaljournalismus im Web und Contentgeneration: http://is.gd/sBaGaK

  3. Alex Says:

    RT @astrodicticum: Interessanter Beitrag über Lokaljournalismus im Web und Contentgeneration: http://is.gd/sBaGaK

  4. Das Hagen Says:

    Sehr interessanter Artikel über Lokal-#Journalismus im Web: http://is.gd/sBaGaK [RT @Cynx via @astrodicticum]

  5. Raphael Says:

    RT @Eifelrabe: Sehr interessanter Artikel über Lokal-#Journalismus im Web: http://is.gd/sBaGaK [RT @Cynx via @astrodicticum]

  6. M.H. Says:

    Lesenswert. RT @Blogzentrale: Thüringer "Lokaljournalismus" 2.0: Geld machen mit unbezahlten "Leserreportern" http://is.gd/AwCVpR

  7. NGC6544 Says:

    RT @astrodicticum: Interessanter Beitrag über Lokaljournalismus im Web und Contentgeneration: http://is.gd/sBaGaK

  8. StephanJ Says:

    Wer sich auf MeinAnzeiger registrieren will, muss zwingend neben Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse auch das Geschlecht, den Wohnort und eine Telefonnummer (!) angeben.

    Und wer bekommt die Daten dann? Die “Allgemeiner Anzeiger Werbe- und Vertriebsgesellschaft mbH”. Die Datenschutzerklärung liest sich auch entsprechend unehrlich:

    “Auf dieser Website werden durch Webanalyse-Software Analyzer II von AT Internet (www.atinternet.com/de) Daten zu Klickverhalten, Besuchsdauer, Systemeinstellungen und Herkunft der Besucher gesammelt und gespeichert, um durch die Auswertung Inhalte und Angebote dieser Website zu optimieren sowie den Bedürfnissen der Nutzer besser anzupassen.”

    Am Ende geht es natürlich nur darum, uns optimal mit Werbung zuzukleistern. In diesem Zusammenhang passt die Selbstbeweihräucherungsparty im DASDIE beim ZGT-Neujahrsempfang (http://www.thueringerblogzentrale.de/2011/01/18/neujahrsempfang-der-zeitungsgruppe-thuringen/) und es schließt sich der Kreis. Damit wird das Bratwurstjournalisten-Puzzle vervollständigt.

    Mir tun die ehrlichen, engagierten und idealistischen Redakteure in der ZGT leid, die an guten und professionellen Journalismus glauben und sich an objektiver Berichterstattung orientieren.

    Immer mehr betriebswirtschaftliche Rationalisierungsbausteine (z.B. eigener Mobilfunk-Tarif, Einsparung von Schlussredakteuren oder die Entlassung von Sergej Lochthofen) im Haus ZGT sorgen für ein unangenehmes Gefühl, dass wir Leser zunehmend schlechter mit Nachrichten durch unsere Monopolzeitungen versorgt werden.

    Wenn der WAZ-Verlag so weitermacht werden andere “Medienunternehmen” die Lücke versuchen zu schließen – dafür schäme ich mich jetzt schon:

  9. sven Says:

    Dein letzter Satz ist die Pointe, die mir noch fehlte :o) Danke dafür!

  10. StephanJ Says:

    Ich frage mich auch, warum passiert nicht auf http://www.medienmoral-thueringen.de/. Die Seite ist offenbar nur ein dämliches Feigenblatt des DJV Thüringens, um den Anschein von Berufskritik zu bewahren. Oder haben die mutigen Kritiker schon längst aufgegeben und sich einen anderen Beruf gesucht?

  11. StephanJ Says:

    Kleines Satire-Schmankerl auf der MeinAnzeiger-Seite:

    Die nett aussehende, blonde Dame in der Flash-Animation hat als Klick-Motivation “natürlich” einen Eye Catcher auf dem Genitalbereich – und zeigt dann mit beiden Händen frivol einladend darauf. Aber hey, sie kann sogar sprechen! :-)

  12. Lisa Seiler Says:

    Speziell bei jenapolis habe ich Zweifel, ob die 50.000 Zugriffe im Monat stimmen. Mein Chef wollte vond er jenapolis-Anzeigenverkäuferin einen Beleg über die Zugriffszahlen (Serverstatistik), den die Frau unter Berufung auf “Betriebsgeheimnisse” nicht vorlegen konnte. Mein Chef buchte unsere Werbung dann bei einem anderen Portal.
    Die Selbstbeweihräucherung von Jenapolis geht mir inzwischen weit über das erträgliche Maß hinaus. Der Beitrag im Deutschlandfunk befasst sich nicht wie von Jenapolis gern selbst dargestellt mit Jenapolis, sondern mit einem ganz anderen Portal. Zwar geht es da auch um Hyperlokales, aber jenapolis wird da nur im Nebensatz genannt.
    Generell ist es hier in Jena nicht leicht, ein gutes lokales Nachrichtenportal zu bereiben. Jenakompakt ist nur noch eine RSS- und Contentschleuder, Jenanews scheint gerade seine Identität zu suchen und Jenapolis verdient kein Geld.
    Thema Bürgerjournalismus: Mein Papa hat erzählt, dass es in der DDR sogenannte “Volkskorrespondenten” gab, quasi der Vorläufer des heutigen Bürgerreporters. Die Idee an sich ist nicht schlecht, doch taugt nicht jeder zum Journalisten wie auch nicht jeder zum Piloten taugt, sonst würde es nämlich jeder machen. Was diese ganzen Portale anbetrifft: Am Ende wird sich Qualität durchsetzen.

  13. layercake Says:

    Ist Euch aufgefallen, dass auf meinanzeiger.de fast nur Redakteure vom AA schreiben: Axel Heyder, Helke Flöckner, Ines HEyer, MichaelSteinfeld, Sibylle Reinhardt usw. usw.- alles AA-Redakteure?!

  14. sven Says:

    Lisa, hier offenes jenapolis-Bashing zu betreiben, ist ganz schön kess. Jenapolis gehört zu den besten Angeboten in der Region. Ja, sie hauen sinnlos alle Pressemeldungen raus, die reinkommen, ja, sie können nicht von ihrer Arbeit leben – aber sie machen zwischen dem ganzen PR-Dreck auch hier und da richtig gute Beiträge. Die Videos über relevante, vieldiskutierte Jenaer Themen (Bsp. Eichplatz, Wende, Kindergartengebührenerhöhung) sind z.B. wirklich gut.

    Layercake, die Redakteure sind aber auch alle als solche gekennzeichnet. Das Portal ist am Montag gestartet, was erwartest Du? Was die “Bürgerreporter” bei Deutschland Today so produzieren ist jedenfalls richtiger Schrott.

    Aber die Pressemeldungen der Parteien auf eine Unterseite zu verbannen, wo sie sich – vom Rest der Öffentlichkeit unbemerkt – gegenseitig mit ihren leeren Phrasen zumüllen können, ist schon clever gelöst. :o)

  15. layercake Says:

    “Das Portal ist am Montag gestartet, was erwartest Du?”
    Ich erwarte im Bürgerreporterportal eben Bürgerreporter, sonst nichts.

    “Was die “Bürgerreporter” bei Deutschland Today so produzieren ist jedenfalls richtiger Schrott.”
    Und das Bürgerreporter keine professionellen Berichte abliefern ist doch klar – was erwartest Du?

  16. sven Says:

    Ich erwarte im Bürgerreporterportal eben Bürgerreporter, sonst nichts.

    Die gibts doch sogar schon. Da hat man sicher vorher ein paar Vereine angeschrieben und ein paar Lebensgefährten der AA-Redakteure angespitzt … und siehe da: Bürgerreporter en masse :o)

    Und das Bürgerreporter keine professionellen Berichte abliefern ist doch klar – was erwartest Du?

    Professionelle Berichte? Was die “Bürgerreporter” von Deutschland Today da produzieren ist der gleiche PR-Dreck und Vereins-Müll wie bei Mein Anzeiger.

    “Die Hessische Energiespar-Aktion informiert” Häh?

    “Die energetische Wirbelsäulenmassage nach Rudolf Breuß” HÄH?

    Und besonders grotesk:

    null

    Deutschland Today verkauft seine “Bürgerreporter” offenbar für blöd.

  17. Blogzentrale Says:

    Geschäftsmodell neuer Crossmedia-Publikationen (Netz+Print) in Thüringen: Contentknechte und Nutzertypologien http://is.gd/lbnMsI

  18. StephanJ Says:

    Für mich müssen diese “Bürgerportale” zumindest eine gewisse Transparenz bewahren. Bei DToday ist davon nichts zu sehen. Es gibt bis auf einen ViSdP (und einen “Frauenbeauftragten”, haha) keine offensichtlichen Redakteure. Wer die teilweise doch ganz aktuellen Artikel verfasst ist nicht nachvollziehbar.

    Sie verstecken sich hinter den Initialen (dp) oder (lm). Kann schon sein, dass dp und lm fleißige Reporter sind. Aber vielleicht sind es auch “Kommunikationsmanager” (http://www.thueringerblogzentrale.de/2011/01/22/studiengang-kommunikationsmanagement-an-der-uni-leipzig/), die uns mit ihren PR-Müll zutexten.

    Ganz auffällig ist der Hang zu sensationsgeilem Voyeurismus. Verkehrsunfälle, Raubüberfälle, allgemeine Kriminalität.

    Oder solche Stilblüten aus der Kategorie Blumenkübel: “Unbekannte verschafften sich in der Zeit vom 4. Februar bis 7. Februar Zutritt zum Firmengelände im Egstedter Grenzweg. Hier entwendeten sie 200 Rollen Toilettenpapier, zwei Sackkarren und 100 T-Shirts mit Werbeaufschrift „Köstritzer“.”

    #facepalm

  19. Tageblog Says:

    Erstmal: wo bleibt meine »Deutschland today Reportertasche«? Unermüdlich berichte ich schon seit Jahren von »Oma- und Opaweihnachtsfeiern im Kindergarten meiner Enkel«. Manno!

    @StephanJ: »Eye Catcher auf dem Genitalbereich«! You made my day! »TollesThüringen« hatte auch eine Zeitlang so ne Ansagetante, pardon Medien-Praktikantin.

    Zu »MeinAnzeiger.de«:
    Das ist ja mal ein spannendes neues Projekt! So ganz anders als »TollesThüringen«. Sieht auch völlig anders aus als »MyHeimat.de«. Naja, wen wundert’s, dass die »Qualitätsmedien« jetzt schon Umhängetaschen verschenken müssen, um beim »content generating user« hängen zu bleiben…

    Interessant: MeinAnzeiger und MyHeimat arbeiten beide mit der gleichen Software auf gleicher technischer Grundlage (SaaS) von Gogol Medien GmbH.
    http://www.gogol-medien.de/ueber-uns/presse/

    Gogol ist eine Tochter von Madsack:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgesellschaft_Madsack#Beteiligungen_an_Online-Diensten

    Dr. Martin Huber ist gleichzeitig Geschäftsführer von myheimat Deutschland sowie der gogol medien GmbH & Co. KG.

    Gleichzeitig verwenden aber auch Blätter der WAZ-Gruppe die Software von Gogol:
    http://de.wikipedia.org/wiki/WAZ-Mediengruppe
    http://www.gogol-medien.de/fileadmin/daten_gogol-webseite/Images/Presse/20100415_PM_gogol_WAZ_WVW.pdf

    Der »Allgemeine Anzeiger« mit seinem Online-Ableger »MeinAnzeiger.de« gehört zur »Zeitungsgruppe Thüringen« (ZGT), die wiederum eine Tochter der WAZ-Gruppe ist.

    Medienpluralität, anyone?

    @Sven: Ich fürchte fast, dass Du mit Deinem Artikel-Fazit Recht behalten könntest.

  20. sven Says:

    Der Beitrag scheint in den Redaktionen von “Mein Anzeiger” und “Deutschland Today” für erheblichen Gesprächsstoff zu sorgen.

    Wir erhalten inzwischen Mails und Anrufe von Mitarbeitern, die die beschriebene Situation bestätigen.

    Wir freuen uns über jeden dieser Anrufe und alle Mails.

  21. StephanJ Says:

    > … die die beschriebene Situation bestätigen.

    welche Situation genau? Dass sie selbst Artikel einpflegen müssen? Ja klar, sie sind auch Bürger. Immerhin wird halbwegs transparent gemacht, wer welche Funktion dort hat. Im Gegensatz zu DToday.

    Was ich mir die ganze Zeit überlege, wie wird auf solchen “Bürgerportalen” die Qualitätskontrolle durchgeführt? Kann da jeder sein Geschwurbel abladen? Ich hab gehört, viele Bürger interessieren sich brennend über die Situation der Thüringer Blogosphäre. Darüber sollte mal jemand auf einem Mitmachportal berichten :-)

    Am Mittwoch ist die “Auftaktveranstaltung” zum “Mein Anzeiger” im DASDIE (mal wieder!). Ich könnte mir das eigentlich mal anschauen.

  22. sven Says:

    Ich hab gehört, viele Bürger interessieren sich brennend über die Situation der Thüringer Blogosphäre.

    Echt?

  23. StephanJ Says:

    Ja, vor allem die Medienmacher selbst, denn für die sind die “Klowände” mittlerweile eine unterschätzte Konkurrenz.

  24. Thüringer Blogzentrale: Lokaljournalismus 2.0 | bloggingMAG Says:

    […] Thüringer Blogzentrale Share| Posted in: Der Ticker […]

  25. Der Aschenbrenner Says:

    Zunächst – Danke Sven für Deinen Beitrag. Darf ich den in der nächsten DJV-Mitgliederzeitschrift publizieren?

    @StephanJ: Schamesrot gestehe ich, dass ich mich – als Freier – längere Zeit nicht um den DJV-Blog gekümmert habe. Hat was damit zu tun, dass ich als PR-Hure (Sven, DAS ist keine Polemik mit Dir!) schließlich meine Silberlinge verdienen muss, um morgens wenigstens billige Aldi-Margarine aufs Brot kratzen zu können. (Das war Satire…)

    Du hast nicht Recht, wenn Du meinst, dass “die Seite … offenbar nur ein dämliches Feigenblatt des DJV Thüringens” sei. Dämlich ist falsch, Feigenblatt auch. Gäbe es nicht zwei (einer davon bin ich, der als PR-Hure – wir hatten es gerade – nach derzeitigen DJV-Statuten nicht einmal zu diesem elitärem Kreis gehören dürfte), gäbe es diese Seite nicht. Es ist ein (womöglich hoffnungsloser) Versuch, die Ehre zu retten. Wobei, wenn ich länger nachdenke, WESSEN Ehre? Meine nicht (mehr). Ich habe mich entscheiden müssen zwischen einer unterwürfig-unwürdigen Arschkriecherei gegenüber den Monopolisten oder eben meiner Entscheidung, mich ehrlich zu verkaufen. Im Übrigen gibt es – nicht nur in Thüringen! – derweil mehr bessere und ehrlichere PR als “Qualitätsjournalismus”. Da denke ich eben mal nicht an meinanzeiger.de.

    Kritik an Kollegen zu üben, ist heikel, vor allem, wenn man, wie ich, mit Klarnamen arbeitet. Aber ich weiß, dass es nicht wenige gibt, die EIGENTLICH ähnlich denken wie ich. Wer aber 4 T€ und mehr am Monatsende abgreift für das, was er tut, ist kaum zu revolutionärem Tun zu bewegen.

    Also: ich habe nicht aufgegeben, auch wenn ich eigentlich “einen anderen Beruf” habe.

  26. Der Aschenbrenner Says:

    Und Sven; sei nicht so zynisch. ICH (andere auch) schätze(n) es sehr, dass es noch eine andere Stimme im gleichgeschalteten (entrüstet Euch!) weißen Thüringer Medienrauschen gibt.

  27. StephanJ Says:

    Der Aschenbrenner: ok, das “dämlich” nehme ich zurück, ist mir im Überschwang des Sarkasmus’ so rausgerutscht. Die “Mediensituation in Thüringen” ist für mich als Konsument spannend genug, dass sie durchaus mehrmals im Monat einen Blogeintrag verdient hätte (sowohl positiv als auch negativ). Gerade als DToday Print irgendwann im Herbst ungefragt im Briefkasten landete, hatte ich mir so einige Hintergrundinfos gewünscht.

    Eure berufliche Situation (besonders die der Freien) kann ich vollkommen verstehen und wie ich bereits erwähnte, glaube ich nicht, dass es an der Qualität der Redakteure liegt, sondern am Management und an schrecklichen Rationalisierungsmaßnahmen.

    Was hier fehlt ist ein mutiger Investor, der Geld in eine moderne und kritische “Zeitung” für Thüringen investiert, die sich deutlich von der ZGT und CMAC unterscheidet. Und ich behaupte einfach, dass es genug Thüringer gibt, die auch monatlich dafür bezahlen, wenn die Qualität stimmt.

    Oder wie es ein bekannter Journalist formulierte: “Wir schreiben immer mehr für Eliten. Also müssen wir in gute Redakteure investieren, die gute Geschichten schreiben können.” Sergej Lochthofen, geschasster Chefredakteur der “Thüringer Allgemeinen”, http://www.medienmoral-thueringen.de/?page_id=2

  28. unbequem Says:

    Von Werbung allein kann guter Journalismus nicht leben. Das ist die Erkenntnis, die dieser Beitrag nahelegt. Und es ist erfrischend, so etwas endlich mal zu lesen. Dieses selbstbesoffene Online-Gejubel kann ich schon lange nicht mehr hören.

    @Stephan (#19) Den Investor, von dem Du träumst, den wird es niemals geben. Man kann nur hoffen, das ZGT niemals auf das Niveau von CMAC herabsinkt.
    Warum sollte es genug Thüringer geben, die auch monatlich dafür bezahlen, wenn die Qualität stimmt, wenn sie diese “Qualität” auch “kostenlos” im Netz bekommen? Haben die vielleicht alle so eine ausgeprägte Spendenbereitschaft, wenn die Qualität stimmt?
    Da würde ich einfach mal fragen, was die flattr- und ähnlichen Buttons guten Blogs wie carta.info usw. einbringen!
    Also ganz so einfach ist es nicht.
    Und der Spruch von Lochthofen, das ist so ziemlich das blödeste, was ich jemals über die Veränderungen in der Medienlandschaft gelesen habe. Wie viele Leute zählen in Nord-, West-, und Mittelthüringen zur Elite? 1000? 10 000 ? 20 000? Und wie hoch ist auch heute noch die verkaufte Auflage der Thüringer Allgemeine? Publizistik in jeder Form zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie sich an jedermann wendet und nicht nur an einen erlauchten Kreis, ja explizit eine Mehrheit der Bürger (in einer Region, z.B.) zu erreichen versucht. Deswegen heißt sie ja Publizistik. Wie so etwas Offensichtliches einem Chefredakteur, auch einem ehemaligen, entgehen konnte, wird mir ewig ein Rätsel bleiben.
    Die Sache hat auch noch einen ökonomischen Aspekt: Wenn jeder 20. Leser zur “Elite” zählt, zahlt der vor lauter Elitesein dann auch das Zwanzigfache für eine Tageszeitung? Ich vermute, das glaubt nicht mal der Herr Lochthofen, wenn er ein bissl über die Frage nachdenkt.

    Es wird, um Qualität im Journalismus zu wahren und zu erhöhen, keinen anderen Weg geben, als einen Teil der Inhalte wieder zu verknappen und für Geld anzubieten. Nur eine kluge Mischung von freien Angeboten zum Anfüttern (die manchem genügen werden und bestenfalls Werbeeinnahmen bringen) und vertiefenden Angeboten, die es nur gegen Geld gibt und die man gegen etwas mehr Geld auch in eigenen Publikationen verwenden kann, vermag das System zu erhalten und zu entwickeln. Heute ist es noch immer der Abonnent oder Käufer der gedruckten Zeitung, der diese Aufgabe erfüllt. Man sollte ihm dankbar sein.

  29. StephanJ Says:

    Ich interpretiere Lochthofens Zitat etwas spitzfindiger. Es gibt in Thüringen weit mehr als 20.000 elitäre Bürger. Bei etwa 2 Millionen Einwohnern haben wir in jedem gesellschaftspolitisch-sozialwirtschafts-technologischen Bereich einen dabei, der auf seinem Gebiet spezialisiert ist und sich z.B. in einer Tageszeitung (elektronisch oder Print) über sein Fachgebiet informieren will.

    Eine klassische Tageszeitung (um die scheint es hier im Moment zu gehen) hat ihre Sparten; Politik, Lokales, Sport, Kultur und Boulevard. Sie funktioniert auch nur durch Themenpluralismus, sonst könnte sie, wie unbequem es erklärt, wirtschaftlich nicht funktionieren. Der Feuilleton ist genauso Bestandteil einer Zeitung wie die Klatschspalte, das Horoskop und der Lokalsport und kaum ein Leser liest jede Seite. Darüber sind wir uns vermutlich einig.

    Und wenn ich Herrn Lochthofen richtig verstanden habe, geht es darum, in jeder Sparte der Zeitung die Interessen der “Elite” zu bedienen, also kritische Berichterstattung zur Landespolitik genauso wie den ausführlichen Sportbericht und eine anspruchsvolle Theaterrezension zu publizieren. Wenn die Berichterstattung und die journalistische Qualität weiter sinkt, dann werden sich die Leser aus allen Bereichen zunehmend überlegen, ob sie ihr Abo weiter behalten, oder sich ihre Spartennachrichten gleich dort holen, wo sie offenbar qualitativ besser sind (z.B. im Internet auf Spezialseiten, nicht nur Blogs).

    Natürlich ist es ein unwahrscheinlicher Wunsch (kein Traum) von mir, dass es mal einen konkurrierenden Zeitungsverlag gibt, der eine für mich interessante Zeitung auf den Markt bringt. Im Übrigen halte ich (obwohl ich ein Apple-User und technologiebegeisterter Mensch bin) noch nichts von einer iPad-Zeitung. Und wenn ich schon ein Printausgabe in der Hand habe, will ich garantiert nicht zum Rechner gehen und eine Webseite öffnen (als Tipp an DToday).

    Ja, es fehlen noch die richtigen Bezahlplattformen (oder wie wir Nerds sagen, Micropayment-Systeme) im Internet. Flattr ist ein Anfang. Taz.de zeigt, dass es funktionieren kann. Aber auch nur, weil sie, meiner Meinung nach, sehr gute Redakteure und interessierte Leser haben.

    Um mal wieder den Bogen zu kriegen: Printzeitungen sterben zwar nicht aus, aber ich glaube, die TA/TLZ/OTZ wird zunehmend auf ein Hallo/Anzeiger-Level abrutschen, wenn sie nicht an ihrer Qualität arbeitet. Und als netzpolitischer Interessierter bin ich von der Online-Strategie (Thema Leistungsschutzrecht) Bodo Hombachs nicht begeistert.

  30. sven Says:

    Aschenbrenner, ich hab inzwischen die zweite Raketenstufe auf der Pfanne. :o) Ich schicke sie Dir in Kürze zu.

    An Alle: Wir sehen uns dann morgen, um 19 Uhr im Dasdie Erfurt:

    http://www.meinanzeiger.de/erfurt/ratgeber/mitteilen-was-mich-bewegt-einladung-zu-unseren-auftaktveranstaltungen-d832.html

    Das wird sicher gaaanz toll:

  31. ojour.de Says:

    Linktipp: Thüringer Blogzentrale: Lokaljournalismus 2.0: “Mein Anzeiger” und “Deutschland Today” http://bit.ly/gpKxhk

  32. JournalistenTraining Says:

    RT @ojour_de: Linktipp: Thüringer Blogzentrale: Lokaljournalismus 2.0: “Mein Anzeiger” und “Deutschland Today” http://bit.ly/gpKxhk

  33. Der Aschenbrenner Says:

    Keine Ahnung, was TA-Kollegen Mirko Krüger reitet. Und ich mach mir Sorgen um ihn … Wenn er nicht seines (Berufs-)Lebens überdrüssig ist, muss er zumindest eine schwere Identitätskrise haben.

    Wie anders ist es sonst zu erklären, dass er – ein gestandener, aus- und sonst auch gebildeter Journalist! – zur Hatz auf den eigenen Berufsstand aufruft!?

    Am 10. Februar fand sich im Lokalteil Erfurt eine, die erste “Leserseite”. Eine Leser-, keine Leserbriefseite. Kollege Krüger kündigte an, diese Seite solle mehr “Lebenswirklichkeit” der Leser ins Blatt bringen. Als zusätzliches Angebot, das Reporter und deren Tun nicht überflüssig machen würde.

    Nichts ist gegen „Lebenswirklichkeit“ zu sagen.

    Nur: ICH dachte bisher, der Journalisten edelste Pflicht wäre es, eben genau jene Lebenswirklichkeit abzubilden. Daraus Anregungen für Recherche, für kritischen Journalismus zu gewinnen. Auch für den unterhaltenden, den unterrichtenden, den orientierenden.

    Ich kann – und will! – nicht unterstellen, dass M. K. und die anderen vom TA-Dampfer jahrelang auf falschem Kurs segelten.

    Dann aber muss ich annehmen, dass erstens „höhere Gewalt“ zu tieferer Einsicht verhalf.

    Und ich muss auch annehmen, dass die „Leserseite“ nur eine etwas weniger offene, weniger peinliche Veranstaltung ist wie die „BürgerReporter“-Varianten von „DeutschklandToday“ und „meinanzeiger.de“.

    Denn am Ende geht es einfach darum, kostenlos Content zu genrieren. Koste es, was es wolle.

    Und wenn es die eigene – oder zunächst die der Kolleginnen und Kollegen – Existenz ist …

  34. uli hertason Says:

    Ihr lieben Kritiküsschen, es ist schon zum Kichern, was da so zu lesen steht. Verehrter Herr StephanJ, auch oder erst recht in marktwirtschaftlichen Zeiten gilt das Brecht-Zitat: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
    Ich bin mir nicht so recht sicher nachvollziehen zu können, wo oder auch ob Sie
    1. irgendwelche seriösen betriebswirtschaftliche Zusammenhänge kennen (sonst würden Sie wohl schwerlich Lochthofens Annahmen als besseres Geschwätz abtun. Auch wenn ich nicht in jedem Punkt seine Auffassung teile, so nehme ich seine Denkansätze schon ernst. Der Mann war zu lange im Geschäft, um sich ohne Not dummgeschwätzig zu geben.) und
    2. die Situation der Festen und Freien im Tageszeitungs- und Zeitschriftengeschäft wirklich kennen (Der Markt ist übervoll, leider auch von selbst ernannten Publizisten, die in der Branche aus fachlichen Gründen nichts zu suchen haben). Eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen, besonders jener, die für die TLZ arbeiten, sind zu Recht verängstigt und wagen einfach nicht zu blogen. Wenn schon der DJV-dort Hausverbot hat und der Chefredakteur sich nicht scheut das Bekanntwerden von Aktivitäten im DJV bis hin zum Rausschmiss zu ahnden – was wollen Sie dann noch erwarten?
    Was ich im Übrigen in den vorliegenden Beiträgen zu lesen bekam, nannte man früher Agitationj und Propaganda.

  35. sven Says:

    Lieber uli hertason,

    sollten Sie es nicht bemerkt haben, hier noch einmal der Hinweis: Brecht meinte sein

      “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.”

    nicht als Imperativ.

    Mit hübscher Regelmäßigkeit machen gerade Allwissende und Allmächtige wie Sie die entlarvenden Kapitalismus-Kritiken großer Geister zum eigenen Handlungsmaßstab.

    Sie sollten eines verstehen: Nur weil es nicht verboten ist, Menschen auszubeuten, ist es noch nicht richtig.

    Aber dass Thüringer Journalisten Angst haben, unabhängig und frei Ihre Meinung zu äußern und zu verbreiten (z.B. durch Bloggen) ist schon ein wahrer Treppenwitz.

    Ich rufe alle Thüringer Journalisten, Feste und Freie, auf, ihre Kritik hier in der THÜRINGER BLOGZENTRALE zu äußern. Gern auch anonym.

    Bitte schickt Eure Beiträge an die Emailadresse im Impressum. Hierzu reicht es, sich beispielsweise eine vorläufige GMX-Adresse zuzulegen, die nach Versenden des Beitrages sofort wieder gelöscht werden kann.

    Wollen wir doch mal sehen, ob marktwirtschaftliche Kriterien der einzige Maßstab sind!

  36. Der Aschenbrenner Says:

    Hi Sven, Deinem investigativem Spürsinn scheint entgangen zu sein, dass das Portal vom “Naumburger Tageblatt” zum MitMachMoloch “myheimat.de” gehört. Vielleicht erklärt das die exorbitanten Zugriffszahlen.

    Wenn man da lebt, wo’s an Hasen fehlt, um dem Fuchs “Gute Nacht!” zu wünschen, verlegt man sich eben aufs Verlegen von nicht notwendigermaßen nützlichen Nachrichten. So scheffelte Bestarbeiter Boris Braun an der “myheimat”-Front, stammend aus aus Augsburg, schon 1.913 Punkte für seine 141 Beiträge und sechs Schnappschüsse. Seit 2006 ist “myheimat” seine Heimat, die ihm 160 Kontakte, 26 Einladungen und 267 Kommentare auf seine Beiträge einbrachten …

    Ich resigniere und registriere, dass Du, das “Orakel von Jena”, mal wieder den Schatz im Kaffeesatz ausfindig machtest, als Du in unserer frei- und kleinstaatlichen Heimat haufenweise hinterwäldlerisches Handeln hast analysiert. Doch nicht wegen der braven Blogosphäre brauchen wir Erbarmen.

    Nein; selbst bei den “Mach mit, mach’s nach, mach’s besser”Blogs hinken die heimatlichen Hinterwäldler heftig hinterm bundesdeutschen Highscore her.

  37. sven Says:

    Nee, Herr Aschenbrenner, da ist mir nix entgangen. :o)

    Am Naumburger Tageblatt ist Madsack beteiligt und die sind auch an myheimat beteiligt. Aber das NT gehört nicht zu “myheimat.de”.

    Aaaber “myheimat” wird von gogolmedien gemacht, die auch das Front- und Backend von “mein anzeiger” liefern. Siehe Kommentar Nr. 11: http://is.gd/pgmoWd

    Für diesen Kuddelmuddel braucht man echt mal eine Grafik.

  38. Freier Says:

    Es ist unterstützenswert wenn sich Leute wie Sven um die journalistische Zunft Sorgen machen, auch wenn man hier nur begrenzt ein Publikum erreicht.
    Viel zu lange schon ist man bei den Herren in Essen und anderswo taub für jegliche Argumente für Qualität und für ein erträgliches Auskommen freier Journalisten. Es ist eine Frechheit hier mit dem Argument zu kommen, dass der Markt für Journalisten übervoll wäre. Das ist er, weil die ZGT und Konsorten jeden Depp zum Journalisten erklären. Wenn schon Hausfrauen für die Contenterstellung herhalten müssen und dafür nicht mal einen Cent bekommen, ist das nicht nur unredlich, es gehört verboten!
    Und der DJV kann dagegen solange aufschreien wie er will. Der Tiger ist leider zahnlos, besteht er doch zu großer Mehrheit aus angsterfüllten Mitgliedern, die vor der Macht des Monopolisten kuschen und zum großen Teil aus dessen Lohntüte laben. Das Verlage ihre Mitarbeiter für Gewerkschaftsaktivitäten bestrafen ist doch seit jeher Tradition. Da hilft es nur den Herren durch eine Kündigung des Abos und beim Anzeiger mit entsprechenden Aufklebern am Briefkasten einen kleinen Moralzeigefinger zu zeigen.
    Und mir kommt bald wirklich die Galle hoch, wenn dann auch noch der alte Gaul Brecht von hinten aufgezäumt und für die Verteidigung eines solchen Verhaltens als Fürsprecher zitatvergewaltigt wird! Der gute Mann würde sich im Grabe herumdrehen.

    Ob Mein Anzeiger sich behaupten kann, werden wir sehen. Leider gibt es ja genug Schafe die ihren Namen gern irgendwo lesen, ohne dafür etwas zu verlangen. Die Frage ist nur, ob das jemand auf Dauer lesen will…

  39. N.N. Says:

    Welche Ideen die Macher von Deutschlandtoday haben wird sehr gut in einem Interview deutlich, dass in dieser Woche entstand:
    http://salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?area=1

    Haarsträubend ist für mich, wie wenig Ahnung die beiden Interviewten von Journalismus und auch vom Internet haben. Man wolle das “Facebook für Thüringen” werden, heißt es zum Beispiel. Zugleich ist man stolz darauf, dass Artikel nicht recherchiert werden und glaubt sich in einer Liga mit Spiegel Online.

    Übrigens: warum wird eine solche Form des “Journalismus” auch noch von Politikern unterstützt? Im Hintergrund des Videos ist tatsächlich Mike Mohring zu sehen. Warum scheint sich auch die Landesmedienanstalt nicht mit diesen Entwicklungen zu beschäftigen? Gerade beim Sender Salve TV ist die Vermischung von Werbung und redaktionellem Inhalt doch sehr deutlich.

    Die alles entscheidende Frage ist, wie lang diese “Bürgermedien” sich wirklich behaupten können. Wer will, wo es doch heute so einfach ist, ein Blog zu eröffnen, seine Artikel bei einem Dritten einstellen? Hiermit erreicht man höchstens diejenigen, die genauso wenig Ahnung vom Internet haben wie die beiden Interviewten. Tolles Thüringen!

  40. Martin Says:

    Die Kern-These: “Für den Journalismus ist das eine Katastrophe …” des Blog-Beitrages können wir nicht teilen aus dem was wir die letzten Jahre gelernt haben in der Zusammenarbeit mit nunmehr über 40.000 Bürger-Repoter. (discl.: gogol medien ist Betreiber von myheimat.de und bietet mit der gogol Publishing Cloud eine Lösung für Mitmach-Medien, auf der auch “mein anzeiger” basiert).

    Die immer wieder auflebenden Diskussionen ob Bürger-Reporter eine Bedrohung oder etwas Gutes für den Lokaljournalismus sind lässt sich nach über fünf Jahren der Zusammenarbeit mit ihnen eindeutig beantworten: Bürger-Reporter sind für lokale Informationsangebote eine nicht mehr wegzudenkende Ergänzung! Es geht nicht mehr um das „ob“ sondern nur noch das „wie“. Ich versuche dies im Folgenden Entwurf einer Skizze der wichtigsten Erfahrungen vorzulegen:

    1. Dort wo der Bürger-Reporter etwas aus eigener Anschauung, durch direktes Hineinschreiten, durch ein anfassen etwas direkt erleben und greifen kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Relevantes zu berichten hat höher. Dort wo der Bürger-Reporter im Lokalen selbst mit Leidenschaft aktiv ist, nimmt man ihm ab, dass er etwas zu sagen hat. Dort wo er leidenschaftlicher Amateur ist kann er eine Interessante Perspektive beitragen.

    2. Beiträge von Bürger-Reporter sind immer dann besonders relevant, wenn es um Authenzität geht, um einen Blickwinkel, um eine Perspektive auf ein Thema. Das gilt in besonderem Maße für Bilder die oftmals an sich Impressionen sind und einen interessanten Blickwinkel auf die Realität festhalten sollen. Bürger-Reporter stehen im Idealfall mit ihrem Bild und ihrem Namen zu dem was sie schreiben und zeigen (auf dem Online-Portal) ihre Zugehörigkeit zu Vereinen und Gruppierungen. Damit bekommen Inhalte durch die Anreicherung mit sozialen Informationen eine neue Relevanz und Einordnung.

    3. Nur den einzelnen Bürger-Reporter oder den einzelnen Beitrag zu betrachten verstellt den Blick auf das was die Gemeinschaft an Bürger-Reporter leisten kann. Die Weisheit der Vielen zeigt sich durch Überlagerung von Einzelperspektiven und Zusammenstellung von Themensträngen. Deshalb nutzen gut gemachte Bürger-Reporter-Angebote neben den reinen Einzel-Beiträgen auch deren Meta-Daten wie Ort, Abrufzahlen und Schlagworte, um durch intelligente Überlagerung mit einer Vielzahl weiterer Beiträge eine veredelte Zusammenstellung zu liefern (kollaboratives Filtern).

    4. Wie man gute lokale Geschichten erzählt und wer dazu was beiträgt, darf man nicht schwarz oder weiß betrachten. Für viele Geschichten eignet sich ein Wechselspiel, ein Zusammenspiel von professionellen Journalist und dem leidenschaftlichen Amateur. Jeff Jarvis beschreibt dies sehr gut in seinem Modell des „networked Journalism“; also einem vernetzten Vorgehen und Zusammenwirken ganz unterschiedlicher Akteure am Entstehungsprozess für eine Nachricht oder Geschichte. Genau dies bekommen wir auch regelmäßig von den Redaktionen zurückgekoppelt die myheimat.de nun schon länger einsetzen. Wie bei einem Seismographen entdeckt der Lokalredakteur ein aufkommendes Thema draußen in der Region. Der Redakteur macht dazu einen ersten Beitrag, der auch Nachfragen oder Aufrufe für weitere Stimmungsbilder enthalten kann. Bürger-Reporter tragen dazu nun Perspektiven zusammen, die dann wiederum durch den Redakteur verarbeitet werden können oder auch direkt eine Nutzwert für den Leser haben. So werden Geschichten in einem sich entwickelnden Prozess erzählt unter wechselndem Einbezug von professionellem Journalist und Bürger-Reporter. Der Kern bleibt dabei relevantes aus der Region, aber die Formate wechseln dabei zwischen Nachricht, Diskussion, Unterhaltung und kollektivem Zusammenwirken (Crowdsourcing).

  41. Hardy Prothmann Says:

    Guten Tag!

    Sie schreiben:
    “Und sie alle faseln etwas von “Der Lokaljournalismus erlebt seine Auferstehung” oder “das nächste große Ding” oder “Regionale Nachrichtenportale boomen” usw.

    Das ist natürlich alles Quatsch.”

    Aha. Quatsch also.
    Die Zeitungsbranche diskutiert das Thema, alle relevanten Medienexperten reden darüber, immer mehr lokal- und regionaljournalistische unabhängige Angebote auf und Sie meinen, dass ist “alles Quatsch”.

    Auch für Sie gilt Artikel 5. Danach darf man kenntnis- und relevanzfrei seine Meinung äußern.

    Beste Grüße
    Hardy Prothmann
    http://istlokal.de

  42. sven Says:

    Ach, Hardy, man kann mit Gerede natürlich viel heiße Luft produzieren. Und die explosive Mixtur von Angstschweiß und Gerede von “relevanten Medienexperten” erzeugt besonders viel davon … aber machen wir es doch mal praktisch:

    Erzähl’ uns doch mal – ohne zu lügen und hochzustapeln – ob Du mit Deinen Blogs Deine Miete zahlen könntest!

    Oder anders: Nenn’ uns ein Lokalblog (ohne größeren Verlag im Hintergrund) in Deutschland, das seine Mitarbeiter und deren Familien wirklich ernährt!

  43. StephanJ Says:

    Hardy schrieb:
    > Die Zeitungsbranche diskutiert das Thema, alle relevanten Medienexperten reden darüber

    ja, genauso wie über Second Life zwischen 2006 und 2007. The Next Big Thing war es. Alle großen Zeitungen haben Filialen eröffnet. Und wir haben schon damals darüber gelacht.

    Wir lesen uns in fünf Jahren wieder.

  44. StephanJ Says:

    Ein kurzer Abstecher auf MeinAnzeiger offenbart heute eigentlich schon, dass die Seite (meiner Meinung nach wie erwartet) wenig Potenzial hat und auch nicht lange durchhalten wird. Man kann die Zugriffszahlen bei jedem Artikel sehen, was zumindest ein vernünftiger Ansatz für Transparenz ist.

    Zufällige Beispiele:
    “RWE: Emma verlängert!
    von Lokalredaktion Erfurt aus Erfurt | vor 4 Tagen | 72 mal gelesen”

    “Michaelisstraße: Bauarbeiten gehen weiter
    von Lokalredaktion Erfurt aus Erfurt | am 09.03.2011 | 27 mal gelesen | 1 Kommentar | 0 Bildkommentare | 1 Bild”

    Offen gesagt: ein klassischer Rohrkrepierer.
    Ich weiß nicht, welche BWLer sich diesen Mist ausgedacht haben, aber das funktioniert nicht im Internet. Schade um die “Freien” und Anzeiger-Mitarbeiter, die sich davon etwas erhofft haben.

    sven: so äußerte sich Hardy Prothmann vor anderthalb Jahren zu deiner Frage: http://meedia.de/nc/details-topstory/article/ich-bin-die-zukunft-des-lokaljournalismus_100024672.html

  45. Hardy Prothmann Says:

    Guten Tag!

    Wüsste nicht, dass wir uns duzen.

    Man kann auch einfach die Augen aufmachen, statt pseudokuhl und schnoddrig vor sich hinzurotzen.

    Ich zahle meine Miete und noch jede Menge mehr davon – für alle Kosten reicht es noch nicht ganz. Ganz im Gegenteil steckt viel Geld und Arbeit drin – das nennt man gemeinhin eine Investition.

    Stefan Aigner in Regensburg lebt davon, mit einem Förderverein im Hintergrund. Nicht besonders luxuriös, aber er kommt durch.

    Hubert Denk in Passau lebt davon, seit nunmehr fast sechs Jahren.

    Der größere Teil kann noch nicht davon leben – korrekt. Und weiter? Es gibt einige Lokalblogbetreiber, die wollen gar nicht davon leben, sondern engagieren sich bürgerschaftlich. Ist das in Ihren Augen schlecht?
    Anscheinend schon.

    Viel heiße Luft lese ich hier auf diesem Blog – und wenig Ahnung. Dafür aber so einen Freisinn:
    “Und die explosive Mixtur von Angstschweiß und Gerede von “relevanten Medienexperten” erzeugt besonders viel davon.”

    Vielleicht sollten Sie einfach mal Urlaub von der Psychologie nehmen, dann kommen Sie vielleicht auch von dem Tripp runter, dass Sie mehr wissen, als “Medienexperten”und solche, die was tun und nicht nur so tun als ob.

    Das war genug Beschäftigung von meiner Seite mit der TBZ – wünsche viel Spaß beim weiteren sinnfreien Rumprollen.

    Beste Grüße
    Hardy Prothmann

  46. StephanJ Says:

    Bevor ihr hier aneinander vorbeiredet: “Lokalblogbetreiber” sind im Grund genommen genau die Konkurrenz der Verlage, die deswegen jetzt panisch sinnlose Mitmach-Portale auf den Markt schmeißen.

    Mir sind eigenständige Portale wie Ruhrbarone, Pottplog oder Prenzlauerberg-Nachrichten immer noch lieber als solche Plattformen von der Stange wie MyHeimat (hat euch mal jemand gesagt, wie bescheuert der Name eigentlich ist?).

  47. unbequem Says:

    @sven (#32) Der Hardy Prothmann ist – so mein subjektiver Eindruck – etwas ruppig in seiner Art zu kommunizieren. Aber er ist wenigstens ehrlich: “…für alle Kosten reicht es noch nicht ganz…”
    @StephanJ (#36) Es gibt die Lokalblogbetreiber, wo das Geld nicht so recht reicht und dann stellen die Verlage auch noch Mitmach-Portale auf den Markt, damit es für die Lokalblogbetreiber noch weniger wird. Außerdem bringen die Mitmach-Portale vermutlich auch kein Geld. Da haben wohl alle Refinanzierungsprobleme, die sie sich auch noch gegenseitig verstärken. So etwas kann man auch ruinösen Wettbewerb nennen.
    Nur eine Truppe hat keine Probleme: Das sind die Öffentlich-Rechtlichen Alles und Überall-Medienanstalten. Die langen einfach mal zu, per Gesetz und ggf. per Zwangsvollstreckung.
    Dann stimmt die Kasse wieder, egal, wie teuer die letzte Runde war.

  48. sven Says:

    Harry, wir duzen uns hier in der Blogosphäre alle. Solltest Du mitbekommen haben, Experte!

    Du zahlst also Deine Miete?! Miete wovon? Deinem Laptop. 50€ im Monat? Deinem Büro? 200 €? Wohnung? 500€? Hallo? Und was ist mit dem Rest?

    Verdammt, ich bin es leid, dass jungen Nachwuchsjournalisten weis gemacht wird, dass mit Regionalblogs (irgendwann mal) Geld zu scheffeln ist.

    Es ist eine “Investition” ins Nichts.

    Stefan Aigner kann vielleicht davon leben, weil er öffentlichkeitswirksam vom Bistum Regensburg mit Abmahnungen verfolgt wird und deshalb seine Statistiken mit Besuchern aus ganz Deutschland aufhübschen kann.

    Und dass Hubert Denk mit seinem lahmen http://www.bürgerblick.de/ Geld verdient, kannst Du mir nicht erzählen.

    Und das war’s auch schon mit den Beispielen. Das ist nicht nur traurig, das ist mies.

    Und – übrigens – selbstverständlich ist freier Bürgerjournalismus nicht schlecht. Wir machen hier auch sowas in der Art. Ein Blick in diese Seite sollte darüber aufklären:

    http://www.thueringerblogzentrale.de/about/

    Insofern ist die Unterstellung, dass ich ehrenamtlichen Bürgerjournalismus schlecht finden soll eine ziemlich blöde Unterstellung

    Deine Äußerungen hier triefen von Unkennntnis des Deutschen Bürgerjournalismus. Denn der ist ausschließlich unentgeltlich, wenn man von ein paar Cent, die hier und da per Adworts reinkommen, mal absieht.

    Aber Du kennst Dich ja aus. Musst nicht viel reden. Ein bißchen Klugscheißen und Beleidigttun reicht auch.

    Viel Spaß beim weiteren sinnfreien Rumtrollen!

  49. unbequem Says:

    @sven (#38)
    Hardy Prothmann verkündete schon 2009 auf der “besser-online”-Konferenz, die alljährlich vom Deutschen Journalistenverband organisiert wird, kurz vor den schwarzen Zahlen zu stehen. Wenn das, wie er ja freundlicherweise doch zugibt, auch 2011 noch nicht gelungen ist (Trotz Ausweitung des Angebots), ist er selbst die Widerlegung seiner Thesen.

    Die krankhafte Verleugnung der Realität macht die Illusion vom ausschließlich werbefinanzierten und dennoch freien Journalismus auch nicht zur Wahrheit. Im Gegenteil.

  50. Bodo Says:

    Post #12 ist wohl ein Fake: http://www.jenanews.de/index.php/nachrichten/sport/59-nachrichten/4354-ff-usv-jena-vertraege-mit-seiler-und-schmutzler-verlaengert – Lisa Seiler spielt Fußball, ob sie weiss, dass “sie” hier auch “jenapolis-bashing” betreibt? Auch scheinen mir die Kommentare auf jenanews.de gefälscht zu werden, zumindest die Daumen hoch- Daumen runter: Mal sehen, wie lange mein Kommentar noch “ohne” dasteht (Bodo, ’10) – Auch frage ich mich, wenn über tausend Menschen sich das zur Zeit ansehen, haben die Langeweile? Die Site ist nicht aktuell, und was die Hausdurchsuchung in Jena bei Jugendpfarrer König angeht, eindeutig einen Tag zu spät. Und das, obwohl dort so viele Redakteure sind. Haben die alle Urlaub? B.W.

  51. Presseeinladung: Das digitale Zeitalter hält Einzug in die Schule | Fachpresse Artikel Says:

    […] Hamm Deutschland E-Mail: j.dietz@schutzbrief24.de Homepage: http:// Telefon: +49- 2381 9692-110(ddp direct)Der Elektronikversicherungsspezialist Schutzbrief24 unterstützt neue Ideen in der Schul…Schulnetz Iserv im Schultag zu begleiten: Am 16.11.2011 ab 14:00 in der IGS-List Hannover Eingang […]