Ostdeutscher Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, durch Westdeutschen ersetzt

lochti.jpgEs ist eigentlich eine Bombe, die da gestern in Thüringen einschlug. Und sie war doch nur ein Vorbeben zu dem, was momentan in der Presselandschaft um sich greift: Allzu mächtige und deshalb unliebsame Chefs werden von politischen Gegnern einfach abgesetzt. Gestern der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, heute der ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender.

Sowohl Lochthofen als auch Brender waren zu mächtig und zu selbstständig geworden. Lochthofen, der in den Wendewirren von der damaligen Belegschaft der Thüringer Allgemeinen ins Amt gewählt(!) wurde, muss einem “Erneuerungsprozess” des Thüringer Zeitungsmonopolisten weichen. Die drei Titel Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung sollen stärker zentralisiert und vereinheitlicht werden. “Regionalen Newsdesk” nennt sich die Sparmaßnahme, mit der Redaktionen zusammengelegt und damit Kosten gespart werden sollen. Gegenüber “FAZ.net” verglich Lochthofen das Vorgehen des Verlages mit den Methoden des Stalin-Regimes.

An die Stelle des Ostdeutschen Chefredakteuers, eines der wenigen profilierten und einflussreichen ehemaligen DDR-Bürger, die auch im Westen ernstgenommen wurden, soll nun der Chefredakteuer der Braunschweiger Zeitung treten.


Hintergrundinfos gibts bei DNews und bei Meedia

Wir hatten Herrn Lochthofen im September 2007 im Blogzentrale-Interview

So ein Quatsch!Klasse! (+2 von 2 Lesern finden diesen Beitrag klasse)
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60 Responses to “Ostdeutscher Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, durch Westdeutschen ersetzt”

  1. Blogzentrale Says:

    "Stalinmethoden"? Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen wurde geschasst: http://tinyurl.com/yge79ve

  2. Thüringer Blogs Says:

    WordPress database error: [Table './d004f363/wp_fs_visits' is marked as crashed and should be repaired]
    DELE.. http://bit.ly/5p0gD7

  3. StephanJ Says:

    Der Stalin- /Nazi-Vergleich betrifft das Thema “Sippenhaft”, denn nicht nur ihm, sondern auch seiner Frau Antje-Maria, die stellvertretende Chefredakteurin ist, wurde gekuendigt. Ganz gleich woher sein Nachfolger Raue kommt, er ist kein Thüringer, was ihn in meinen Augen nicht qualifiziert, den wichtigen Posten als Chefredakteur zu führen.

    Ich selbst habe die TA nicht abonniert, lese aber taeglich mit im Abo meiner Eltern. Wir haben schon oefter darueber gesprochen, das Abo zu kuendigen, weil die Qualitaet seit Jahren gesunken ist. Einzig die Erfurter Allgemeine und der Regionalsportteil sind noch der Grund, warum meine Eltern sie noch abonniert haben. Aber schon vor Jahren war abzusehen, dass die TA irgendwann ueberfluessig wird.

    Lochthofen ist allen Anschein nach einer der wenigen Vollblut-Journalisten, der fuer seine Zeitung alles untergeordnet hat. Natuerlich gibt es ab 2010 einen radikalen Wechsel. Selbst jetzt hat die TA offenbar keinen guten Schlussredakteur, der nicht mal offensichtliche Fehler korrigiert. Und auch sonst verkommt die TA zum Werbeblaettchen ( http://www.stefan-niggemeier.de/blog/sonntagsredner-telefonieren-billiger-2/ http://www.flickr.com/photos/91064615@N00/tags/th%C3%BCringerallgemeine/). Lochthofens Nachfolger wird den “Weg der Erneuerung” (WAZ-Neusprech fuer Rationalisierungsmaßnahme) gehen und die Zeitung noch mehr zurechtstutzen. Es bleibt ihm auch nichts anderes uebrig, wenn in den naechsten Monaten ausgeloest durch Lochthofens Entlassung die Abos sinken.

    Viele Thueringer wuenschen sich durchaus eine Alternative zur ZGT. Freies Wort und STZ im Suedthueringer Raum sind keine Konkurrenz und nicht fuer den uebrigen Teil zugeschnitten. Springer-Presse und andere ueberregionale Zeitungen fallen wegen zu weniger Thueringer Nachrichten aus dem Raster (werden aber natuerlich trotzdem gelesen).

    Wie koennte sich die Zeitungslandschaft in Thueringen weiterentwickeln? Ich vermute zwar, Lochthofens “Verbannung” (eigentlich zynisch, siehe Lebenslauf seines Vaters) hat keinen deutlichen Einfluss auf die Abonnementzahlen, aber unabhaengig vom Chefredakteur wird die TA/TLZ/OTZ (ZGT) in den naechsten Jahren einen deutlichen Rueckgang haben. Mittel- und langfristig sorgen sinkende Verkaufszahlen zu mehr Qualitaetsabbau und mehr Deckelung durch Werbung. Weniger Leser senken aber auch die Werbepreise, was zu noch mehr Werbung fuehrt. Die Zukunft der drei Großen kann also in Richtung der “Hallos” gehen, deren redaktionelle Artikel auch nur verkappte Werbetafeln zu sein scheinen.

    Und ganz klar ist das Internet Schuld an der Misere. Die Zukunft heißt daher auch in Thueringen, Online-Zeitungen werden immer wichtiger. Spontan faellt mir da eine uns bekannte Postille mit “TT” ein. Mein Vater hat die schon fuer sich entdeckt. Ich weigere mich weiterhin, diese Seite zu besuchen, solange dort immer noch eine anonyme Redaktion verkauft wird.

    Meine stille Hoffnung, Politopolis entwickelt sich zu einem interessanten Nachrichtenportal ist leider seit der Landtagswahl davon. Es taug nicht einmal als News-Aggregator, wobei ich den Twitter-Feed durchaus gern lese. Ich wollte den Leuten dort schon mal meine Kritik uebermitteln, aber “einfach mitmachen” ist so laecherlich, wenn man sich mal die Seite anschaut. Und die Aussage: “Die Redakteure sichten und bewerten die Beiträge nach ihrer lokalen und regionalen Relevanz und stellt sie den Lesern gut strukturiert und auffindbar zur Verfügung” ist leider ein schlechter Witz, weil News abpinnen nichts mit redaktioneller Arbeit zu tun hat. Das kann Google News naemlich auch. Automatisch. Diskussionen gibt es auf der Seite GAR NICHT, dazu ist das CMS einfach *Entschuldigung* zu grottig.

    Ich bin immer noch sehr an der Medienlandschaft in Thueringen interessiert, betreibe selbst ein kleines Portal fuer ein Nischenthema und lese gern regionale Nachrichten. Fuer die Zukunft wuensche ich mir eine ernstzunehmende und ueberparteiliche Zeitung oder Online-Plattform, die nicht von dubiosen Unternehmern finanziert wird, die wollen, “dass es so bleibt”.

  4. Robi_san Says:

    Politik vs. Pressefreiheit 2 : 0

    Ich möchte StephanJ zu seiner Analyse beglückwünschen. Mit Sergej Lochthofen wird ein Chefredakteur entlassen, der seit knapp 20 Jahren die TA zusammengehalten und geprägt hat.
    Ohne Herrn Lochthofen wäre die Transformation vom DAS VOLK zum lokalen und regionalen Nachrichtenblatt nicht gelungen.

    Durch seinen Rauswurf kann es nur weiter mit der ZGT und der WAZ abwärts gehen, die TA, TLZ und OTZ verkümmern zu “Wurschtblättern” und Werbetafeln.

    Seit 1993 entwickelte sich das Internet von einer Nische für Technikbegeisterte, Wissenschaftler und Webpioniere der ersten Stunde zu einem Alltagsmedium. Ein Medium, dem heute von unbeweglichen Scheuklappenträgern zu gerne die Schuld für das Printmediensterben zugeschoben wird.

    Wer hat denn zugelassen, das die “Kostenlos-Kultur” und “Geiz ist geil”-Manie etabliert und betoniert wurde? Den Printmedien ist vorzuwerfen, dass sie die Chance und die Potentiale im Internet genauso nicht genutzt haben, wie die Musik- und Filmindustrie. Den Printmedien ist vorzuwerfen, dass sie zu lange mit der Politik unter einer Decke gekungelt und den kulturellen Verfall der Gesellschaft mitzuverantworten haben.
    Zeitung ist Kultur. Eine Kultur, die sich der überwiegende Teil der Thüringer mangels Netto oder wegen ALG II nicht leisten kann…

    Undemokratisch ist doch, dass Zeitungen und andere Medien auch heute meist nur “Organe” einer etablierten politischen Richtung oder Partei sind. Genau das wurde gestern dem ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zum Verhängnis.

    Ohne freie Presse gibt es keine Warnung, keine Kontrolle mehr, was gewählte und ungewählte Politiker dem Volke “antun”. Wie im “Tanklasterzwischenfall” ersichtlich soll wichtige Information gefiltert und manipuliert werden.

    Die Folge: Eine Demokratie wird zu einer Infodiktatur. Statt Wahrheit gibt es Propaganda, statt Inhalten nur leere Hülsen oder seichte Themen.

    Ich wünsche Herrn Lochthofen Kraft und Erfolg, hoffe dass er sich durch seine “Freistellung” im Medium Internet etabliert und dort die bessere Reichweite nutzt, Mißstände weiter anprangert, Erfurt und Thüringen weiter eine gewichtige Stimme gibt.

  5. guennie04 Says:

    Lieber Stefan J.Es treibt mir die Wut ins Gesicht. Du wirst mir sicherlich zubilligen, Dir meine Meinung zu den unsäglichen Vorgängen der WAZ in Bezug auf ihr “Zugpferd im Osten!!!!” Sergej Lochthofen mitzuteilen. Man mag zu Lochthofens stehen wie man will. Aber ein solch schäbiger Abgang, den die WAZ hier fabriziert und durch ihren Statthalter Schrotthofer- er kann nichts für seinen Nachnamen- durchgesetzt hat ist nicht nur ihrer unwürdig, sondern zeigt auch wer in der “unabhängigen” Presselandschaft das Sagen hat. Es sprengt die Ketten jeglicher Contenance. Ich wage zu behaupten, dass mit diesem Schritt einem weiteren Disziplinieren der Journalistenzunft Tür und Tor geöffnet werden soll. Wenn du den Bären erlegen willst, musst du auf seinen Kopf zielen, heisst es in einem Sprichwort der Inuit.
    Nun haben wir den Salat. Nachdem vor fast 20 Jahren die Redaktionsmitglieder der “Volk-Redaktion” Ihrem neuen Chefredakteur das Vertrauen geschenkt und jener dies seit nunmehr fast 20 Jahren wieder und wieder unter Beweis gestellt hat, wird er einfach mit einigen schnöden Floskeln (siehe Statement Schrotthofer: TA vom 28.11.09) abserviert. Gut gebrüllt Löwe. Schon der lapidare Satz :”Lochthofen soll nach dem Wunsch der Geschäftsführung eine andere Aufgabe innerhalb der WAZ Mediengruppe übernehmen, die seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht, stinkt zum Himmel. Mich bringt das zur Weißglut. So sieht er also aus der “frische Wind”,der in den Redaktionsstuben der TA in Erfurt Einzug halten soll. “und willst du nicht mein Bruder sein, so … den Rest kennst Du ja zu Genüge. Es wird nicht lange gefackelt. Nach dem was ich gelesen habe, wächst der Widerstand.
    Die Gutsherrenart nach der dieser in Thüringen einmalige Vorgang in Szene gesetzt wurde, wirft ein bezeichnendes Licht auf die ach so demokratische Zeitungswelt. Die Mitarbeiter tun gut daran sich ein solch unflätiges Gebaren nicht gefallen zu lassen und unternehmen etwas dagegen.In Erfurt riecht es nach Revolte und es
    ist mir um die Zukunft der Thüringer Zeitungslandschaft bange. Nämlich, wenn es zukünftig wohl nur noch “freie” Mitarbeiter in den Redaktionen geben soll. Um dir ein Bild davon zu machen genügt ein Blick in die Vita von Raue und den von der TA auf Geheiß der GF abgedruckten Wohlwollensartikels seines Vasallen Kläsener(stv. CR in spe). Raue – das hat die Volksstimme in Magdeburg gezeigt – bürgt in dieser Hinsicht für Qualität und wird der Redaktion schon das Fürchten lehren.
    Was ich heute bei Twitter gelesen habe stimmt mich eher pessimistisch. Aber ich wollte unbedingt mal meinen Frust los werden, obwohl ich davon ja nicht unmittelbar betroffen bin. Nachdem ich gestern die versammelte Redaktionsmannschaft auf dem Vorplatz gesehen habe, keimt doch ein Pflänzchen Hoffnung, dass sie Euch nicht über den Nuckel ziehen.
    Beste Grüße
    G.G

  6. Sven Says:

    Tja, liebe Leute, die einzige Lösung für eine wirklich unabhängige, demokratische und umfassende Informationsproduktion und -gewinnung sind Foren und Blogs.

    DAS wäre mein Traum seit langer Zeit:

    Eine Thüringer Wochenzeitung im Tabloid-Format – die im Internet tagesaktuell ist und wöchentlich – möglichst vor dem Wochenende in den Thüringer Haushalten landet – inklusive mindestens der Hälfte lesenswerter Leserkommentare.

    Ein Online-Wochenzeitungs-Portal, das nach dem Muster des SPIEGEL funktioniert:

    Der Belegschaft gehört das Portal zum größten Teil und sie bestimmt, wer eingestellt und abgesetzt wird.

    Außerdem werden nur RELEVANTE politische und kulturelle Themen behandelt. Kaninchenzüchter und Freiwillige Feuerwehr bleiben draußen.

    Ich stelle mich und die Thüringer Blogzentrale gern für ein solches Projekt zur Verfügung. :o)

  7. Pest Krause Says:

    Schade schade. Auch um den poetischen Schreibstil von Frau Lochthofen, den ich als erfrischend anders in Erinnerung behalten werde.

    Bald lese ich wirklich nur noch den Allgemeinen Anzeiger, da ist schließlich am Sonntag auch Sport drin.

    http://pestkrause.blog.de/2009/11/27/medienmondlandschaft-7467627/

  8. StephanJ Says:

    Vielen Dank fuer das Angebot, Sven :)
    Ich sehe selbstverstaendlich auch in Blogs, aber auch professionellen Online-Portalen durchaus eine Chance. Aber erstmal zurueck zum Print.

    Ich denke jeder von uns kann sich denken, dass Print in 10 Jahren in Thueringen Seltenheitswert haben wird. Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen, vor 4 Tagen wurde das Aus fuer das Druckzentrum in Suhl angekuendigt (http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.thueringenticker.volltext.php?kennung=ontaTICRatgeberMantel1259070036&zulieferer=ta&kategorie=TIC&rubrik=Ratgeber&region=Mantel&auftritt=TA&dbserver=1).
    Das ist zwar bitter, gerade fuer Suhl, aber leider keine Ueberraschung. Neue Technologien (Internet, aber EDV allgemein) brachten immer die etablierten Technologien zu Fall. Carl von Linde entwickelte die Technologie, die Eisblocktransporteure arbeitslos machte. Das Automobil machte vor 100 Jahren Kutscher arbeitslos. Papier wird es immer geben, aber Print im Sinne von Printmedien werden in einigen Dekaden Vergangenheit sein, was auch nicht unbedingt so schlecht ist. So viel erstmal dazu.

    Wie sieht es nun mit guten Journalisten aus? Ich selbst habe schon vor 10 Jahren erste Online-Artikel geschrieben und sogar professionell Texte erstellt und verkauft, bin aber gar kein Journalist. Richtig studierte und gut qualifizierte Journalisten muessen auch in Zukunft eine Moeglichkeit haben, ihre Arbeit frei von Abhaengigkeiten und Lobbyismus mit festem Gehalt durchfuehren zu koennen. Und guennie04 erwaehnt es bereits, es wird “zukünftig wohl nur noch “freie” Mitarbeiter in den Redaktionen geben.”
    An dieser Stelle kurz der Hinweis auf einen entsprechenden Beitrag in Zapp (http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/printmedien/journalist104.html).

    Koennen Online-Portale & Blogs die klassischen Zeitungen (in Thueringen) ersetzen? Nein, noch nicht. Journalisten, Fotographen, Kamerafrauen- und maenner, Schlussredakteure und weitere Mitarbeiter sollen eben ordentlich bezahlt werden. Blogger, sozusagen Amateure (im postiven Sinne) als leidenschaftliche Fachmaenner, sind bis zu einem gewissen Grad wichtiger als Journalisten, weil sie sich verdammt viel Zeit nehmen und recherchieren, kein Zeitdruck vom Chef haben und sich selbst einen Anspruch stellen, den manche Profis durch die Knochenmuehle verloren haben.

    Ich haette in Zukunft in Thueringen gern Beides. Professionelle Journalisten, die mir taeglich Nachrichten und Hintergrundinformationen aus allen Bereichen im Netz anbieten und Blogger oder Hobby-Journalisten jeder Art, die mit vollem Elan recherchieren und durch ihr Spezialwissen jede Nische abdecken. Ja, auch freiwillige Feuerwehren. Ich muss das ja nicht lesen.

    Dazu hat doch bestimmt schon mal jemand was Schlaues gesagt, oder? Ja, das wurde sogar hier gepostet:
    https://www.thueringerblogzentrale.de/2007/02/01/katharina-borchert-zur-zukunft-der-regionalzeitungen/
    Frau Bochert wird ab 1. April uebrigens SPIEGEL Online leiten, so viel zu den Qualitaeten von Bloggern. Wobei sie einfach die Ausnahme ist.

    Thueringen darf und soll in Zukunft das ganze Spektrum an Meinungen und Weltanschauen lesen und erfahren duerfen. Da hat genauso eine boulevarekse TT ihren Platz wie Insider-Blogs zum Besetzten Haus in Erfurt. Die Blogzentrale sollte ihren Namen am Besten beim Wort nehmen und noch besser und genauer die vielen Blogs aggregieren, so wie das Politopolis mit politschen Blogs bereits macht.
    Denn Meinungspluralismus ist doch im Internet kein Problem. Ich lese auch gern mal den Blog von Michael Panse (welcher gesundheitlich gerade einiges durchmacht) und Bodo Ramelow, mal voellig gegensaetzliche Ansichten, aber beide gut in ihrer Sache.

    Wenn es irgendwann eine Veranstaltung “Die Zukunft des Journalismus in Thueringen” gibt, sagt mir Bescheid. Nur wenn Blogger und professionelle Journalisten “auf Augenhoehe” debattieren kann der Medienstandort Thueringen eine hoffnungsvolle Entwicklung einschlagen.

  9. StephanJ Says:

    Oh, da rappelt noch was:

    Protest gegen Lochthofen-Abberufung

    […]
    Auf einer Mitarbeiterversammlung auf der Erfurter Messe haben rund einhundert Redakteure einstimmig eine Erklärung verabschiedet, in der die Geschäftsleitung zur Rücknahme der Abberufung von Lochthofen aufgefordert wird. Im dem Papier heißt es, dass die Abberufung kein Schritt im Interesse des Verlages und seiner Gesellschafter, sondern eine Maßnahme zu deren Schaden sei.
    […]

    http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/6895812.html

  10. Robi_san Says:

    Davon hat weder die TA noch die TLZ etwas geschrieben:

    Die Mitarbeiter sehen im Vorgehen gegen den Chefredakteur einen Verstoß gegen das Redaktionsstatut der Zeitung, welches auch von der WAZ-Gruppe anerkannt worden sei. Demnach sei eine Zweidrittelmehrheit der Belegschaft nötig, um den Chefredakteur abzuwählen.

    Als zivilen Protest empfehle ich den Lesern der TA, ihr Abo mit dem Arbeitsplatz von Herrn Lochthofen zu verbinden. Muss er gehen, muss seine Frau gehen, dann einfach das Abo mit Sonderkündigungsrecht sofort beenden!

    Sonst gut ausschlafen und ein schönes Wochenende ;-)

  11. Robi_san Says:

    Auf Twitter:
    “GEZ-Gebühren ab März 2010 als Parteispende steuerlich absetzbar”

    Und Blogger und Journalist Richard Gutjahr zeigt:
    http://www.youtube.com/watch?v=ndEwGt1nYqY

    Weitere Info:
    http://www.youtube.com/watch?v=ofruEz2dnAE

  12. Demissionierung von Lochthofen unrechtmäßig? / Jürgen Rüttgers veröffentlicht mal wieder bei der WAZ-Mediengruppe » Pottblog Says:

    […] Eine weitere Diskussion zum Thema gibt es übrigens in der Thüringer Blogzentrale. […]

  13. Empört Says:

    Abo kündigen. Das ist die einzige Sprache, die die Erbsenzähler verstehen. Genau richtig @Robi_san!

  14. zoom » Thüringen: Protest gegen Lochthofen Abberufung « Says:

    […] Update: Diskussionen in der Thüringer Blogzentrale. Auf diesen Link bin ich durch einen Hinweis im pottblog gestoßen. Tags »   Sergej Lochthofen, Thüringer Allgemeine, WAZ-Kahlschlag « Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Thema: Medien, Politik […]

  15. sven Says:

    Gibt es zu dieser Erklärung eine verlässliche Quellenangabe?

    Oder könnte der Autor des letzten Kommentars die Herkunft des Schriftstücks per Mail verifizieren, bitte!

    Dann könnten wir dieser Erklärung auch prominenteren Raum geben.

    Absolute Vertraulichkeit wird zugesichert.

  16. geppe Says:

    Ach ja, der aufrechte Gang. An den kann ich mich noch dunkel erinnern. Man konnte ihn sogar mal gehen. Von Herbst ´89 bis 3. Oktober 1990. Seitdem ist er doch wieder wesentlich krummer geworden und verkümmert zusehends.

  17. Pest Krause Says:

    Und dafür hamwa ’89 hinta de Gardine jestandn?

  18. Erklärung der Mitarbeiter der Thüringer Allgemeinen zum Rauswurf von Sergej Lochthofen Says:

    Die Erklärung ist exakt im Wortlaut wiedergegeben und authentisch. Auf dieser Grundlage wird der gestern gebildete Redaktionsrat mit der Geschäftsführung der WAZ in Essen in den nächsten Tagen verhandeln. Der MDR zitierte in seiner hier ebenfalls verlinkten Meldung von gestern aus dem Papier. Dort wird man Ihnen sicher ebenfalls gerne die Authentizität bestätigen. ggf. hilft auch ein Anruf in der TA-Redaktion, wo heute Sonntagsdienst gemacht wird.

  19. sven Says:

    Sorry, aber die Redaktion verweist im Telefongespräch darauf, dass sie – nachvollziehbarerweise – keine Auskunft geben kann.

    Die haben alle Angst.

    Und die hätte ich jetzt auch.

  20. lowo Says:

    Wir sind es allmählich gewohnt, aber wir werden uns nie daran gewöhnen könne.
    Inzwischen genügt es offensichtlich, wenn man mit gleichgesinnten einen Pfad, 300 km, geht und die Fußballergebnisse von Rot-Weiß-EF im Kopf hat, um zu wissen, wie wir gelebt, gelacht, geweint haben, ja auch geweint, vor Freude, auch vor Zorn.
    So einfach ist das, glaubt man:”Wir kennen euch, euern Lebenslauf, eure Biographie. Deshalb wollen wir euch jetzt sagen, was ihr wollt. Und das geht eben nur, wenn wir erneuern-Abwickeln hieß es einst. Damit wollen wir doch nur euer Bestes, diesmal eben euern Chefredakteur, Lochthofen. Warum also wollt ihr noch wissen warum wir das tun. Vertraut uns. Ihr müsst lernen in einer Welt zu leben, die ist, nicht in einer die sein sollte.

  21. sven Says:

    lowo, sicher spielst du auf diese Eloge der TA auf ihren neuen Chefredakteur an: http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.TA-Chefredaktion.startseite_173050.php

    Die ist aber auch selten dämlich. :)

  22. StephanJ Says:

    Ich habe da so eine Idee:

    “Thüringer Allgemeine” sucht die 100 bedeutendsten Thüringer

    Mir faellt da jemand ein.

  23. Schrotthofer zensiert Thüringer Allgemeine Says:

    Zensur bei der Thüringer Allgemeine erstmals seit dem Fall der Mauer: In der heutigen Druckausgabe der Thüringer Allgemeine hat Geschäftsführer Klaus Schrotthofer den Passus aus der Erklärung der Mitarbeiter streichen lassen, der ihm eine persönliche Motivation bei seinem Eingriff in die redaktionelle Unabhängigkeit der Thüringer Allgemeine vorwirft (http://www.djv-thueringen.de/Nachricht.2274+M5342193c91a.0.html ) Die Erklärung durfte auf Anweisung Schrotthofers nicht im vollständigen Wortlaut erscheinen. Ebenso verbot Schrotthofer den weiteren Abdruck der inzwischen über 1000 Leserbriefe, die eine Rücknahme der Abberufung Sergej Lochthofens fordern. Darunter sind Briefe führender Wirtschaftsvertreter, Bürgermeister und Personen des öffentlichen Lebens in Thüringen, die explizit um eine Veröffentlichung ersuchen. Sie alle sind bisher Leser der Thüringer Allgemeine gewesen. Die mit der Protestflut einhergehenden Abbestellungen sind ein nicht wieder gut zu machender Schaden für die WAZ-Gruppe. Kernschmelze am bürgerlichen Leserbestand.

    Bürger, erklärt Euch solidarisch mit der Redaktion der Thüringer Allgemeinen! Stellt Öffentlichkeit her und schreibt, über die schockierenden Eingriffe in die redaktionelle Unabhängigkeit.

    Qualitätsjournalismus versus Google: Herr Hombach, schweigen Sie künftig. Sie sind nicht mehr ernst zu nehmen.

  24. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Thüringer Allgemeine zensiert Erklärung der Mitarbeiter Says:

    […] Der Originalwortlaut der Erklärung zum Vergleich wurde übrigens zuerst in der THÜRINGER BLOGZENTRALE veröffentlicht […]

  25. geppe Says:

    Zensur in der TA mitten in der Freiheit. Das ich das noch erleben darf.

  26. Silent_John Says:

    Tja, was hilft denn gegen westdeutsche Willkür (im Parteiendienste)? Natürlich Abo-kündigung als Protestzeichen – klingt nicht schlecht, als Signal, kann aber in der Konsequenz die ganz falschen treffen.
    Was hindert eigentlich ein so rennomiertes Blatt wie die TA, die Geschicke in die eigene Hand zu nehmen, sich quasi von der WAZ loszusagen, irgendwie ist man da hineingekommen, da gibt es doch sicherlich auch den Weg rückwärts ?
    Ich habe von dem ganzen Zeug der Verwickelungen, wie eine Zeitung fuktioniert garkeinen blassen Schimmer, aber ein Gefühl dafür, wann jemand mal wieder über den Tisch gezogen wird, das lasse ich mir nicht absprechen.
    Und, mal ehrlich, der Herr Klaus SCHROTTHOFER in seiner Funktion klingt doch erbärmlich, so einer kann doch weder Herrn noch Frau Lochthofen menschlich und intellektuell das Wasser reichen. So ein jämmerliches Statement -pfuiteufel, solche Leute braucht man doch in Thüringen nicht. Wer hat so einen denn eingesetzt ?
    Wo man hinsieht, überall nur Arroganz der Macht. Man könnte sich pausenlos übergeben.

  27. lowo Says:

    Herr Schrotthofer, was verstehen Sie unter Demokratie und Pressefreiheit? Mit welchem Recht verbieten Sie den Abdruck von Leserbriefen?
    Herr Lochthofen ist doch inzwischen eine anerkannte Persönlichkeit in der deutschen Medienlandschaft, sind Sie das auch? Wenn Herr Lochthofen sich in die Stalinzeit zurückversetzt fühlt, so hat er recht, denn er hat diese Zeit erlebt und Sie nicht. Sie schwätzen nur darüber. Herr Schrotthofer, kommen Sie bitte endlich wieder zur Besinnung. Mir vermitteln Sie den Eindruck, ich sei von einer Diktatur in eine andere gekommen. Ihr Demokratieverständnis erklärt sich mir nicht.

  28. sven Says:

    Hier übrigens ein Beitrag der taz, der die jüngsten Entwicklungen bereits voraussieht:

    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/der-oberste-geschmacksbestimmer/

  29. Lochthofen - Demokratie-Diktator Says:

    Es ist eine zu einfache Denkweise, alles auf West kontra Ost zu reduzieren. Das passt sicher vielen einstigen DDR-Menschen, die sich in ihrer Opferrolle baden. Und DEN Geschäftsführer eines privaten Unternehmens (nichts anderes sind WAZ und damit TA) möchte ich sehen, der alles, was intern an Kritik an seinen Entscheidungen kursiert, frohen Mutes für die ganze Welt veröffentlicht. Bleibt doch mal ein bisschen auf dem Boden!

  30. Thüringer Allgemeine und die Lochthofen-Affäre: Links und Interview mit Kajo Döhring (DJV) » Pottblog Says:

    […] 27.11.2009: Thüringer Blogzentrale (Kommentar): Erklärung der Mitarbeiter der Thüringer Allgemeinen zum Rauswurf von Sergej Lochthofen (siehe auch den entsprechenden Kommentar im Pottblog) – Hier erklärt die TA-Redaktion ihre Solidarität mit Sergej und auch Antje-Maria Lochthofen und greift dahingehend Klaus Schrotthofer, den Geschäftsführer der Zeitungsgruppe Thüringen, an. […]

  31. Lochthofen - Demokratie-Diktator Says:

    @30 freie presse:
    Die Ablösung eines Chefredakteurs ist legitimes Recht des Verlegers. Das ist nichts Neues, und immer und in jedem Fall gibt es Pro und Kontra. Wie das Thema in der TA-Druckausgabe und auf der Internetseite der TA reflektiert wird, ist absolut anerkennenswert. Es spricht FÜR die Geschäftsführung, tagelang dafür solch breiten Raum zur Verfügung zu stellen. Daher hat das absolut nichts zu tun mit Eingriffen in die Pressefreiheit.

    Man sollte, bei aller Rage, auch versuchen, sich die wirtschaftlichen Zwänge der deutschen Medien vor Augen zu führen. Ein “weiter so”, wie von Lochthofen kategorisch und starrsinnig gewollt, wäre über kurz oder lang das Ende der TA. Nichts bleibt ewig: Ein Gesetz, das seit Urzeiten und bis in die Ewigkeit gilt.

    Bei jenen, die die TA aus Protest nun abbestellen, dürfen sich die gebeutelten Redakteure herzlich bedanken. Die Geschäftsführung oder der Verlag jedenfalls werden davon nicht existenziell getroffen.

  32. sven Says:

    Reaktionen der prominenter Leser der Thüringer Allgemeinen:

    http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.TA-Chefredaktion.startseite_173054.php

  33. Lochthofen - Demokratie-Diktator Says:

    @31 freie presse:

    Hier im Block wird auch schon fleißig gelöscht – so viel zur Meinungsfreiheit.

    Managementfehler – da stimme ich zu. Überraschte und überforderte ZGT-Verlagsleitung, auch das. Ob der Aufstand vorhersehbar war, kann hinterher immer klüger beurteilt werden.

    Heute wissen wir ja auch, was vor 20 Jahren und seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Ex-DDR alles falsch gemacht wurde. Aber auch damals, vor zwei Jahrzehnten, gab es schon ganz Kluge, die alles ganz genau wussten. Nur: Verantwortung hatten die meisten von diesen Besserwissern nicht.

  34. sven Says:

    1. heißt das Blog

    2. Wird hier gar nichts gelöscht. Wenn sich mal ein Kommentar in der Moderationsschleife verfängt, wird er innerhalb von 24 Stunden freigeschaltet.

    3. Kommentare die nur einen oder mehrere Links enthalten landen im Spamfilter

  35. H. Krümmer Says:

    Die ‘Thüringer Allgemeine’ – Aufmerken bei jeder Rundfunk-Presseschau seit Jahren – & der Gedanke > DAS WIRD meine Abonnementzeitung wenn es mich nach Thüringen verschlägt. Am Freitag auf (Rück)Reise endlich ‘meine’ erste im Bahnhof gekauft. Tatsächlich ein bemerkenswerter Stil – Frohlocken, Vorfreude. Das Gefühl erhält Nahrung: Ich bin ein TA-Fan, ad hoc, instantly!
    Eines bewegt mich, es geht gleich zur Sache selbst, ja was geht denn hier ab: Seite 1 >>Sergej Lochthofen muss gehen>Wechsel an der TA-Spitze

  36. H. Krümmer Says:

    Die Ereignisse überschlagen sich, absehbar. Das war es schon, das war meine erste und letzte TA, die unter Lochthofens Regie verfasst wurde! Also Einstieg in den Ausstieg – mal anders, für mich.
    http://www.sz-online.de/Nachrichten/Politik/Nachrichten/articleid-2328788

    Seh’n was kommt.. Hauptsache, mindestens 7 cent verbleiben beim Zusteller.

  37. Wortmeldung Says:

    …die Absetzung von S. Lochthofen schlägt hohe Wellen über Thüringen hinaus. Aber musste man nicht doch etwas tiefer schürfen: Lochthofen ist “auch nur” ein Opfer der neuen Zeit, die er ja sosehr begruesst. Es bleibt natuerlich ein Nachgeschmack ueber die unklare Haltung Lochthofens zu Peter Sterzing und anderen Stasi-Zuträgern. Eines steht fest: ein weisser Rabe ist auch Lochthofen nicht. Er war zu Diensten und wusste sicher-oder konnte es wissen, dass auch seine Stunde einmal schlägt. Materiell ist er sicherlich abgesichert und mit seinen GmbH-Anteilen voll saniert. Es fällt auch auf, dass ein Boris Lochthofen (33)-wohl der Sohn, an maßgeblicher Stelle im deutschen Privatrundfunk mitmischt. Vielleicht ist die jetzige Entwicklung nur Ergebnis einer gewissen Abgehobenheit von Leuten wie Lochthofen. Sie sind letztlich auch nur Angestellte in einem Konzern, wo ein ehemaliger Bundesminister und ein ex-BILD-Manager das Sagen haben. Manche fragen sich ueberhaupt, welche Anpassungsprozesse Lochthofen geschluckt haben musste, um so lange im “Althaus-Land” die führende Zeitung leiten zu dürfen. seine poltischen Meinungen waren eher wechselhaft und schwammig. Nur deshalb durfte er auch ab und zu zum TV-Pressespiegel als Quoten-“Ossi”. An der muffigen Thüringer-Athmosphäre wird sich weder etwas mit oder ohne Lochthofen ändern. Nun kann er sein Geld sicher in vollen Zuegen genießen. Der “Sippenhaft”-Vergleich war voll daneben mit seiner Tolerierung der alten sSeilschaften. Insofern steht Lochthofen eher für eine Art “Sippenhaft” im uebertragenen Sinn. Vielleicht kann er sich noch ein warmes Plätzchen wie sein Stasi-Vorgänger Sterzing in einem jener Ostländer sichern, wo die WAZ so gern mit Altkadern eine rigide “Informations”politik betreibt.

  38. Nala Says:

    Neid ist ein wirkliches Menschheitsübel – das zeigt uns “Wortmeldung” hier exemplarisch. Die Tatsache das jemand erfolgreich viele Jahre seinen Job macht und für diese Arbeit selbstverständlich bezahlt wird, scheint tatsächlich ein Problem zu sein, dass gleich mehrmals vorgehoben werden muss. Und wenn dann ein vielleicht ebenfalls erfolgreicher Sohn bzw. Träger gleichen Namens auch seinen Weg geht, dann kann das ja nicht mit rechten Dingen zugehen…das ist ein lächerlicher und niveauloser Ansatz. Wundert mich dass nicht gleich noch Lochthofens Frau mit ins Feld geführt wurde. Dann wär die Sache rund.
    Ich begreife wirklich nicht, wie man sich mit solchen haltlosen Spekulationen und Unterstellungen in die Öffentlichkeit wagen kann.

  39. sramten Says:

    Mit Neid hat der Beitrag von “Wortmeldung” wohl kaum zu tun, schon eher mit Realtitätssinn. Die allenthalben spürbare Braindrain-induzierte “muffige Thüringer-Athmosphäre” wurde nämlich auch von der TA unter dem heiligen L. nicht wesentlich “belüftet”. Die Absetzung erscheint mir ein rein betriebswirtschaftlich motivierter Akt zu sein, der mit Eingriffen in die Pressefreiheit sehr wenig zu tun hat. Pikant wird’s allenfalls durch den Umgang mit der Kritik.

    Und was den mutmaßlichen Sohn angeht: Niemand hat etwas gegen wirtschaftlichen Erfolg. Aber wirklich problematisch für Pressefreiheit und Meinungsvielfalt ist die enge wirtschaftliche und offenbar auch persönliche Verflechtung von Print- und Rundfunkmedien in Ostdeutschland.
    http://www.regiocast.de/2_unternehmen/7_content_beteiligungen.php
    http://www.apolloradio.de/impressum.php

    Wen wundert es da noch, dass beim Kampf um den knappen Werbekuchen schon mit fragwürdigen Mitteln und Netzwerken vorgegangen wird.
    http://www.presseclub-dresden.de/2009/10/22/schluss-mit-radio-blau-radio-t-und-coloradio/
    http://www.horizont.net/aktuell/leute/pages/protected/Lochthofen-wird-Geschaeftsfuehrer-des-Sendenetzbetreibers-Derutec–RTL-Radio-steigt-aus_82300.html

    Kurzum die aufgeregte Diskussion schrammt knapp am Kernproblem in Sachen Pressefreiheit vorbei.

  40. Zensur ?? Says:

    Heute wurden die Leserbriefe sowie die Beiträge zur Entlassung Lochthofens von der TA-Hompage genommen.

    Mich würde interessieren, wieviele Abbestellungen schon eingegangen sind. Kann das hier jemand rauskriegen?

  41. Nala Says:

    @Zensur?? Das werden die Verlagsleute schön für sich behalten und ggf. versuchen, in den Statistiken zu schönen (etwa über eine Ausweitung der Freiexemplare, Probe-Abos u.a.) – es werden sicher auch viele der Abbesteller die Zeitung zunächst weiter geliefert bekommen in der Hoffnung, dass sie ihre Meinung ändern. Angesichts der Berichterstattung über die Zahl der Leserbriefe (taz: “Hunderte, Tausende innerhalb weniger Tage, trotz des Wochenendes”: http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/chefredakteur-muss-sofort-gehen/)kann man aber davon ausgehen, dass die Zahl der Abbestellungen mindestens dreistellig ist. Bei einem Jahresabopreis der TA von 200 € macht das konservativ gerechnet wenigstens 20.000 € (bei 100 gekündigten Abos). Rechnet man 500 Abbestellungen geht der Schaden auf 100.000 € hoch usw. usw. Eine Menge Holz – für jedes Unternehmen. Fragt sich also, wer hier zum Schaden des Unternehmens gehandelt hat. Der ehemalige Chefredakteur oder das Management unter Schrotthofer, die ahnungslos und dilettantisch in diese Situation geschlittert sind. Fakt ist, die meisten dieser Leser werden wohl nicht wiederkommen, da der Frust über die Entscheidung tief sitzt. Prima Job, Schrotti.

  42. Robi_san Says:

    Ich sehe ab und zu im Globus Linderbach einen anzugbekleideten ZGT-Marketierer… also scheint es mit den Abos wirklich abwärts zu gehen. Wundert mich nicht.

    Wenn nur 50% der Erfurter und 25% der Thüringer Haushalte “Bitte keine Werbung und kostenlosen Zeitungen einwerfen!”-Aufkleber auf die Postkästen anbringt, ist die ZGT schneller pleite als man “Lochthofen” sagen kann.

    Für mich ist die TA und andere Zeitungen mit Lochthofens Rausschmiss nicht mehr existent. Genau wie der CDU-Hauskanal ZDF.

  43. Aluschrotti Says:

    Weiß denn jemand, ob Lochthofen klagen wird?

    Was wird er beruflich tun? Viele Zeitungen würden sich freuen, so einen profilierten Mann zu bekommen

    Was wird aus seiner Frau? Vorerst hat man sie ja nicht entfernt. Müssen weitere TA-Redakteure gehen?

    Wie kommt Raue in der Redaktion an?

  44. Nala Says:

    Na da sieht man es doch, wie “gut” alle drauf sind: http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.homepage3_173644.php
    Frau Lochthofen hat ja damit nun wirklich den Hauptgewinn gezogen, es ist echt eine lächerliche Show. Sie darf seine Stellvertreterin bleiben…das klappt garantiert.

  45. intifada Says:

    @ Nala

    Auch mal dort gearbeitet?

    Klingt fast so (“Frau Lochthofen” …).

    Insgesamt ist es schon unglaublich, was sich da abgespielt hat. Man hat nur 5 Tage gebraucht, um Sergej Lochthofen rauszuschmeißen, trotz des gewaltigen Widerspruchs von Seiten der Leser.

    Ein ganz schlechter Film. Absoluter SCHROTT.

  46. mal anders Says:

    jetzt mal ehrlich, ein frischer wind muss seit jahren rein, die zgt schreibt seit jahren rückläufige zahlen, und egal wer gefeuert wird oder gehen muss, es muss sich was tun, die stupidheit der OTZ/TA/TLZ das nichtmiteinander und teilweise sogar gegeneinander innerhelb einer gruppe ist kontraproduktiv, ebenso wie einige hier dazu auffordern die abos zu kündigen. was soll das, damit gefährdet ihr nur noch mehr stellen bei der zgt.
    wichtige informationen und geschichten zu allen interessensbereichen sollte im vordergrund stehen sowie das allmählige vorantreiben des umstieges von print in online ist wichtiger als die disskussion wer dort wen ersetzt, und ehrlich gesagt: die TA/TLZ/OTZ sind genauso wenig neutral wie ich 100% Objektiv sein kann, siehe die artikel vor der wahl.

  47. Aluschrotti Says:

    @ mal anders

    “jetzt mal ehrlich, ein frischer wind muss seit jahren rein, die zgt schreibt seit jahren rückläufige zahlen.”

    ok, richtig. aber muss man denn deswegen gleich den besten mann rausschmeißen und auch noch so plump vorgehen, dass man die halbe leserschaft aufhetzt?

    “wichtige informationen und geschichten zu allen interessensbereichen sollte im vordergrund stehen sowie das allmählige vorantreiben des umstieges von print in online ist wichtiger als die disskussion wer dort wen ersetzt”

    ja gut, aber: würden Sie für online bezahlen? ich nicht.

    und: der leser muss sich mit seiner zeitung identifizieren, dafür braucht er auch identifikationsfiguren (journalisten). Lochthofens auftritt im presseclub usw. waren die beste werbung für die TA und dazu noch kostenlos. das management (erfurt bzw. essen) hat doch jetzt amateurhaft gehandelt.

    messbare Schäden:

    + Abbestellungen, Einnahmeverluste
    + Imageschädigung
    + Verunsicherung der Mitarbeiter

    Wer wird denn dafür zur Verantwortung gezogen?

    Sicher niemand. Pfui.

    Lochthofen musste auch gehen, weil er zu kritisch wurde, das hat einigen nicht in den kram gepasst.

    das ist die wahrheit.

  48. lowo Says:

    Werter Herr Schrotthofer, wenn Sie an zwei der letzten Veranstaltungen der ERFURTE HERBSTLESE teilgenommen haben, dann dürfte Ihnen spätestens zu diesem Zeitpunkt klar geworden sein, wer wohl dieser Zeitung TA einen Schaden zugefügt hat. Herr Lochthofen sicher nicht, denn in diesen Veranstaltungen bekam er großen Beifall für sein Arrangement für diese Lesereihe und, ich bin ganz sicher, nicht nur dafür. Dieser Beifall war eine Sympathiekundgebung. Es gehört wohl mehr dazu, eine Zeitung zu machen, wie ganz richtig Herr Chrestensen, IHK_Präsident, schreibt. Vor allem Geradlinigkeit, wie Herr Lochthofen sie bewiesen hat. Wann treten Sie eigentlich in Ihrer Zeitung einmal auf, Herr Schrotthofer?

  49. Der Neue Says:

    Heute ist ein Kommentar des neuen Chefredakteurs im Blatt, wohl auf Seite 1, man kann das im Netz nicht sehen. Erstens ist er nicht besonders aktuell, zweitens ist er meiner Meinung nach auch luschig geschrieben:

    http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.standard.volltext.php?kennung=onkomtaHOMHomNational40155&zulieferer=ta&kategorie=KOM&rubrik=Homepage&region=National&auftritt=TA&dbserver=1

    Muttersprache

    Drei Dichter, die in deutscher Sprache schreiben, erhielten in den vergangenen zehn Jahren den Nobelpreis für Literatur: Günter Grass, Elfriede Jelinek und Herta Müller. Die meisten in dieser Zeit verliehenen Preise wurden Dichtern der deutschen und englischen Sprache zugesprochen. Unsere Sprache wird in der Welt geachtet, offenbar mehr als im eigenen Land.

    In Brüssel nutzt die EU durchweg die englische Sprache, so dass Politiker immer wieder eher hilflos anmutende Aktionen starten, Deutsch in Europa zu sprechen. Kanzler mussten gar Minister wie Beamte bei der EU verpflichten, nur Deutsch zu reden und Sitzungen zu boykottieren, die nicht ins Deutsche übersetzt wurden.

    Im Alltag stolpern wir über Anglizismen, obwohl unsere Sprache klare wie schöne Wörter bietet. Wer sich am Bahnhof orientieren will, sucht verwirrt die Auskunft, sie heißt nun Service Point, und das Klo wird – zum Toilet Center.

    Wir schätzen unsere Sprache geringer als das Nobel-Komitee. Deutsch ist die Kultursprache der Welt. In keine andere wurden so viele Werke der Weltliteratur übersetzt.

    Mit Herta Müller erhält auch die deutsche Sprache den Nobelpreis. Die Geehrte beginnt ihr Meisterwerk “Atemschaukel” mit dem Satz “Alles, was ich habe, trage ich bei mir.” Damit weist sie auch auf die Sprache, in der sie schreibt. Sie ist unsere Muttersprache.

    Wir sollten sie achten und lieben, wie jeder seine Mutter achtet und liebt.

    10.12.2009 Von Paul-Josef RAUE

    Deutsch ist wie Französisch und Englisch Amtssprache in der EU. Das hat Raue wohl vergessen. Es ist außerdem kein tagesaktuelles Thema. Anglizismen usw. ein alter Hut. Echt. Soll das die neue Richtung sein in der TA?

    Lasche Kommentare auf Seite 1?

    Lochthofen hat aktuelle Themen beschrieben, bissig, pointiert, scharf und kritisch. Ist Raue vielleicht ein guter Theoretiker (hat ja Lehrbücher verfasst), aber er kann einfach nicht schreiben?

    Puuuhhhhhhhh…. geh nach Hause.

  50. Medienmoral-Thueringen Says:

    Es gibt jetzt einen eigenen Blog für die Medienentwicklung in Thüringen: http://www.medienmoral-thueringen.de/
    Der DJV will damit Transparenz und Öffentlichkeit für die erwarteten Stellenstreichungen bei den Thüringer Zeitungstiteln der WAZ-Mediengruppe sicherstellen.

  51. Fragezeichen Says:

    Junge, Junge.

    Obwohl die Art und Weise der Absetzung beschämenswert ist und die Zeitungsgruppe Thüringen sich etwas mehr Anstand von der WAZ erhoffen hätte können… trotz alledem habe ich nirgendwo soviel Unfug über Gründe der Lochthofen Versetzung gelesen, vor Allem ohne jeden Beleg einfach so populistisch zusammen spekuliert.

    Den gleichen Atemzug für Brender und Lochtohfen zu nutzen zeigt mehr als begrenztes Wissen um den Vorgang. Hier wurde kein politischer Druck ausgeübt. Es ging um die Uneinigkeit zwischen Inhaber der Zeitung und Chefredakteur. Hier ist klar wer das Sagen hat, wenn es um Strukturierungsmaßnahmen geht oder nicht?

    Davon abgesehen hätte ich vor Allem einem Blogger mehr Verstand zugetraut, wenn es um die Begründung für das Aufkommen regionaler Desks geht. (Oder man hätte sich mal erkundigen können) Das könnte nämlich weniger mit Sparen als mit neuen medialen Kanälen, z.b. dem zuarbeiten für das Internet zu tun haben, oder? Es kostet nämlich auch erst mal ordentlich Geld so einen Desk auszustatten und aufzubauen…

    Ich breche hier keine Lanze für die TA, das liegt mir auch fern, aber der Beitrag hätte in der Schublade bleiben können.

  52. Meckerecke Says:

    Man wird es kaum glauben: Herr Raue kommt besser in der Redaktion an, als man es jemals vermutet hätte.
    “Internet” war für Herrn Lochthofen erst ein Fremdwort, dann ein Lachwort, dann ein Aggressionswort und zum Schluss ein Hau-Ruck-Aktionswort.
    Mehr war da nicht. Leider.
    Die Redaktion wird sich dem Thema neue mediale Kanäle widmen und ist fähig, dort anspruchsvolle Inhalte beizutragen. Da kann man sich ergänzen. Man muss es nur wollen.

  53. Silent_John Says:

    @Meckerecke,

    soso,Raue kommt also besser in der Redaktion an als man glaubt … woher weißt Du denn das , he ?

    Die bisherigen Äußerungen als Kolumnist waren jedenfalls wie hier von anderen schon beschrieben sehr armseelig. Selbst ein Ingo Linsel, der zu Zeiten der Bush/Merkel – “liason” sich wortreich gedreht und gewunden hat ohne wirklich Stellung zu beziehen oder etwas auszusagen hat mittlerweile gelernt, zumindest den ein oder anderen gehaltvollen Kommentar pointiert, aktuell und anregend zu schreiben, sicherlich nicht jeden – oft vermeidet er noch, tatsächlich einen festen Standpunkt zu vertreten. Jedoch deutlich lesenswerter als sein neuer CR.
    Das unterscheidet halt einen Lochthofen von seinem Nachfolger: er konnte schreiben.

  54. Meckerecke Says:

    @Silent_John
    Ich habe in der Thüringer Allgemeine gerade in den letzten Tagen jede Menge interessante Artikel gelesen. Wie eine Null-Bock-Haltung gegenüber dem neuen Chefredakteur sah das nicht aus, hätten die Leser auch nicht verdient. Sicher mag Lochthofen da der strahlende Frontmann gewesen sein, aber die normalen Redakteure sind auch nicht blöd. Nur mal ein Tip: Erfurter Lokalsportteil. In anderen Zeitungen stehen da selbst am Mittwoch noch Spielberichte vom Wochenende oder Vereinsmeierei. In der Thüringer Allgemeine werden da lesenswerte Geschichten angeboten. Das habe ich bis jetzt noch in keinem Provinzblatt gefunden.

  55. Silent_John Says:

    Daß die Zeitung und selbstredend natürlich ihre Redakteure von hohem Niveau sind steht doch außer Frage. Ich glaube, das war auch nie hier angezweifelt worden, es ging doch um etwas ganz anderes … (Ostdeutscher Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, durch Westdeutschen ersetzt).

    Es geht um die Arroganz der Macht, hier bei uns in einer Art mit Menschen umzugehen wie sie vielleicht in Westdeutschland seit längerem schon üblich ist. Ich denke, die Mehrheit der Menschen hier verabscheut so einen Stil und wird sich auch wahrscheinlich nicht dauerhaft damit arrangieren.

  56. scanplus60 Says:

    Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und komme etwas spät zu dieser Sache zu Wort. Aber mir ist das wichtig, da ich einen neuen Aspekt für den Ablösegrund aufführen möchte. Herr Lochthofen hatte aufgrund seiner häufigen Teilnahme an Fernsehdiskussionsrunden überregionale Bekanntheit erreicht. Das war dem derzeit amtierenden WAZ- Chefredakteur Ulrich Reitz schon länger ein Dorn im Auge, da er ein ebenso medien- und öffentlichkeitsgeiler Typ ist. Es konnte nicht angehen, dass dieser Chefredakteur von dem verhätnismäßig kleinen Käseblättchen “Thüringer Allgemeine” – noch dazu ein “Ossi” – vor allem im sonntäglichen ARD-Presseclub neben Journalisten von SPIEGEL, WELT; SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und anderen Schwergewichten der Branche saß und der Chef der größten Zeitung der WAZ-Gruppe zu Hause Däumchen drehte. Also nahm man Tuchfühlung auf und seit Mai/Juni 2009 saß vermehrt Herr Reitz am Diskussionstisch und Herr Lochthofen verschwand komplett vom Bildschirm, also Monate vor der Ablösung. Man hat es systematisch darauf angelegt, Herrn Lochthofen weg zu mobben.
    Die Verantwortlichen der WAZ-Gruppe sind knallhart auf Kosteneinsparungskurs und gehen dabei über Leichen. Am 1. Februar 2010 z. B. wird der eigene durchaus erfolgreiche Briefdienst aufgelöst und mehrere Hundert Arbeitskräfte verlieren ihren Job bzw. werden in einen zur Deutschen Post gehörenden Billiganbieter zu wahrscheinlich schlechteren Konditionen abgeschoben. In der “Braunschweiger Zeitung” werden in den Technik-und Versandabteilungen vermehrt Leiharbeiter zu niedrigen Löhnen eingesetzt.Auch sollen 300 Journalistenstellen wegfallen.In den Lokalredaktionen müssen sich auf ein Minimum heruntergefahrene Stamm-Journalisten-Besatzungen mit mehr oder weniger talentierten Volontären und Praktikanten, die für Hunger-Zeilen-Honorare schreiben, herum plagen. Ein ähnliches System hieß in der DDR: “Volkskorrespondenten berichten”. Ein besonderes Geschmäckle: Zur gleichen Zeit führt man in Dortmund eine überregionale Veranstaltung über die “Wichtigkeit des Lokaljournalismus” durch!

  57. Paul-Josef Schleimer Says:

    Man darf gespannt sein, wann denn nun endlich Zahlen auf dem Tisch liegen werden betreffs Stellenabbau bei der ZGT, Einsparpotential gibt es ja wohl genug.

    Die Angst in den Redaktionen jedenfalls dürfte groß sein, auch bei der TA. Mit dem Rauswurf von Lochthofen hat man gleich gezeigt, wo der Hammer hängt.

  58. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Wir sind dabei: 5. Thüringentag Medien und Ethik Says:

    […] in Thüringen ein Forum sein kann, über das interne Vorgehen des Thüringer Medienmonopolisten zu diskutieren. In den Kommentaren der THÜRINGER BLOGZENTRALE stand als erstes die Erklärung der Mitarbeiter der […]

  59. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Erstes Interview nach Rausschmiss: Sergej Lochthofen Says:

    […] Von 1990 bis 2009 war Sergej Lochthofen der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen. Unter ihm entwickelte sich das einstige Presseorgan der SED in Thüringen “Das Volk” zur ersten unabhängigen Zeitung Ostdeutschlands. Sergej Lochthofen wurde von der Redaktion als erster Chefredakteur des Blattes gewählt und hatte als Journalist deutschlandweit Beachtung gefunden. Doch nach fast 20 Jahren wurde er im vergangenen Jahr überraschend von der WAZ-Gruppe entlassen. […]

  60. THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Stuttgarter Gegenzeitung “Kontext” als Vorbild für Thüringen? Says:

    […] Kumpanei gibt es auch in Thüringen zur Genüge … und ein paar richtig gute Journalisten in (Zwangs)Rente, die sehr unzufrieden über die aktuellen Entwicklungen des Thüringer Journalismus sind, […]